Selbstsozialisation, Kinderkultur und Mediennutzung
Zusammenfassung
Im Februar 1997 haben wir vom Zentrum für Kindheits- und Jugendforschung in Bielefeld eine Tagung zum Thema „Armut und soziale Ungleichheit im Kindes- und Jugendalter“ veranstaltet. Bei dieser Tagung ist u.a. klar geworden, daß die These der Bremer Armutsforscher, Armut sei heute meist nur eine kurze zeitliche Episode, die Betroffene in der Regel aus eigenen Kräften zu überwinden wissen, zumindest für Kinder und Jugendliche nicht zutrifft, da diese materiell von ihren Eltern abhängig sind und sich daher nicht aus eigener Kraft aus dieser Situation befreien können (Mansel/Brinkhoff 1998; Mansel/Neubauer 1998). Gleichwohl ist deutlich geworden, daß auch Kinder und Jugendliche in Armutslagen aktive Strategien entwickeln können, die zwar nicht diese objektiven Bedingungen zu verändern, aber doch deren Bewältigung zu erleichtern vermögen.
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Literatur
- 1.Dies entspräche in gewisser Weise der These von Elias (1978), daß im „Prozeß der Zivilisation“ die Disziplinierungsmächte zunehmend von außen sozusagen nach innen verlegt, also in Selbstdisziplin verwandelt wurden. Ähnlich argumentiert auch Ulrich Beck (1986), wenn er betont, daß im Kontext von lndividualisierungsprozessen der einzelne zwar zunehmend seine Lebensführung selbst organisieren und steuern muß, zugleich aber immer weniger über die dafür notwendigen Ressourcen verfügen kann.Google Scholar