Verfahren empirisch begründeter Typenbildung

  • Susann Kluge

Zusammenfassung

Aufbauend auf der allgemeinen Definition des Typusbegriffs, die im Teil A erarbeitet wurde, können also zunächst vier Auswertungsstufen für den Prozeß der Typenbildung unterschieden werden (1. Erarbeitung relevanter Vergleichsdimensionen, 2. Gruppierung der Fälle und Analyse empirischer Regelmäßigkeiten, 3. Analyse inhaltlicher Sinnzusammenhänge und Typenbildung, 4. Charakterisierung der gebildeten Typen). Da sich diese Stufen auch in den “Verfahren empirisch begründeter Typenbildung” von Barton und Lazarsfeld, Gerhardt und Kuckartz wiederfinden (wie es die Untersuchungsergebnisse im Teil B zeigen werden), ist es im folgenden möglich,
  1. 1.

    diese Verfahren trotz der erheblichen Unterschiede, die sie zunächst in der Definition des Typusbegriffs sowie vor allem in den konkreten Auswertungsschritten aufweisen (siehe Tab. 6), miteinander zu vergleichen und

     
  2. 2.

    zahlreiche Methoden und Techniken zu erarbeiten, mit denen die einzelnen Auswertungsstufen des Typenbildungsprozesses konkret realisiert werden können.

     

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. 91.
    Siehe hierzu: Teil A, Kap. I, Abschnitt 3; sowie u.a.: Hempel, Oppenheim 1936, S. 43, 67; Lazarsfeld 1937, S. 126; Lazarsfeld, Barton 1951, S. 172; Barton 1955, S. 40; Gerken 1964, S. 378 f; Capecchi 1968, S. 9; McKinney 1969, S. 7 f; McKinney 1970, S. 257 f; Bailey 1972, S. 84; Bailey 1973, S. 25 ff; Ziegler 1973, S. 12; Sodeur 1974, S. 11 f; Friedrichs 1983, S. 91; Bailey 1982/1978, S. 382 f; Schnell, Hill, Esser 1989, S. 164 f; Bailey 1994, S. 4 f, 9 f.Google Scholar
  2. 92.
    Dieses Bild des Merkmalsraums liegt vor allem der quantitativ orientierten Sozialforschung zugrunde, die deshalb mit Distanzen arbeitet und das Problem der Typenbildung auf metrisch-mathematische Weise zu lösen versucht.Google Scholar
  3. 93.
    Bei den aufgespannten Merkmalsräumen stehen u.U. die Achsen nicht senkrecht aufeinander, die Maßeinheiten sind oft ungleich (z.B. cm, m und km) und häufig nicht vergleichbar (wenn z.B. Zeit-, Längen- und Temperaturmaße auftreten). Viele Merkmale wie Hautfarbe oder Geschlecht sind metrisch gar nicht meßbar (siehe Sodeur 1974, S. 13).Google Scholar
  4. 94.
    Die Tabelle basiert auf einem Beispiel von Barton (1955, S. 42 f). Zur Vereinfachung werden die Merkmale hier mit Symbolen dargestellt. Es bedeuten:Google Scholar
  5. A = Beruf des Sohnes B = Partei des Sohnes C = Beruf des Vaters D = Partei des Vaters Google Scholar
  6. 1.
    = manuell 1 = demokratisch 1 = manuell 1 = demokratischGoogle Scholar
  7. 2.
    = nicht-manuell 2 = republikanisch 2 = nicht-manuell 2 = republikanischGoogle Scholar
  8. 95.
    Siehe: Lazarsfeld 1937, S. 128; Lazarsfeld, Barton 1951, S. 174 f; Barton 1955, S. 47 ff.Google Scholar
  9. 96.
    Siehe: Lazarsfeld 1937, S. 127 f; Lazarsfeld, Barton 1951, S. 173; Barton 1955, S. 49 f.Google Scholar
  10. 97.
    Siehe: Lazarsfeld 1937, S. 128; Lazarsfeld, Barton 1951, S. 173; Barton 1955, S. 45 ff.Google Scholar
  11. 98.
    Siehe: Lazarsfeld 1937, S. 132 ff; Lazarsfeld, Barton 1951, S. 175 ff; Barton 1955, S. 50 ff.Google Scholar
  12. 99.
    Lazarsfeld beschreibt das folgende Beispiel wesentlich ausführlicher als Barton.Google Scholar
  13. 100.
    Weitere Beispiele für die Substruktion finden sich bei: Barton 1955, S. 51 f; Lazarsfeld, Barton 1951, S. 177. Siehe außerdem das Beispiel von Gerken in Teil A, Kap. I, Abschnitt 3, S. 40.Google Scholar
  14. 101.
    “The reader may disagree with the above substruction, and may think that other combinations should be matched with Fromm’s types; or he may feel that there are certain contradictions between the combinations and the types. Then he may try to improve the types on the basis of the general theme suggested above.” (Barton 1955, S. 53)Google Scholar
  15. 102.
    Bei terminaler Niereninsuffizienz (endgültiges Nierenversagen) können beide Nieren ihre Funktion nicht mehr wahrnehmen. Nur durch eine Transplantation oder regelmäßige Dialyse kann die volle Leistungsfähigkeit wieder hergestellt werden.Google Scholar
  16. 103.
    Siehe hierzu detailliert: Gerhardt 1984, S. 64 f; 1986a, S. 78 ff; 1991b, S. 54 ff.Google Scholar
  17. 104.
    Obwohl Glaser und Strauss vor allem in ihren frühen Schriften (z.B. 1967) eine rein induktive Datenerhebung und -auswertung fordern, greifen sie sowohl bei der Datenerhebung als auch bei der Datenauswertung auf theoretisches Vorwissen zurück (vgl. Kelle 1994, S. 284, 341 ff). Die Methode des “theoretical sampling”, dessen Name bereits auf theoretische Bezüge verweist (!), ist z.B. ohne vorhandenes Vorwissen nicht durchführbar: Die Bestimmung kontrastierender Merkmale, anhand derer weitere Fälle erhoben werden sollen, muß auch auf der Basis bestehenden Wissens vorgenommen werden. Nichtsdestotrotz ist diese Form der Erhebung recht kompliziert und aufwendig. Und die zahlreichen Entscheidungen während des Prozesses der Datenerhebung erschweren die Nachvollziehbarkeit des Verfahrens erheblich.Google Scholar
  18. 105.
    Siehe: Weber 1972/1921, S. 5.Google Scholar
  19. 106.
    Anhand dieser Argumentation erklärt sich auch, daß Weber eine idiographische Verfahrensweise ablehnt, die lediglich einzelne Phänomene beschreibt, ohne den Gesamtzusammenhang zu berücksichtigen.Google Scholar
  20. 107.
    Siehe u.a.: Weber 1988a/1904, S. 170 f, 177, 201, 202, 212.Google Scholar
  21. 108.
    In ihrer Studie “Patientenkarrieren” (1986a, S. 86) unterscheidet Gerhardt zunächst nur drei Ausweitungsstufen: Kontrastierung, idealtypische Verallgemeinerung und Konfrontierung. Erst 1991 (a, b) hat sie die Struktur- und Prozeßanalyse als separaten Auswertungsschritt beschrieben.Google Scholar
  22. 109.
    In der Studie über Patientenkarrieren wurde der Großteil der Interviews ausführlich protokolliert. Nur 18 Interviews wurden vollständig transkribiert (Gerhardt 1984, S. 61).Google Scholar
  23. 110.
    Siehe ausführlich: Gerhardt 1986a, S. 87 ff; 1991a, S. 438; 1991b, S. 35 ff.Google Scholar
  24. 111.
    Gerhardt (1986a, S. 87 ff; 1991a, S. 438) verweist in diesem Zusammenhang auf die zentrale Bedeutung, die eine vergleichende Vorgehensweise auch bei vielen anderen Autorinnen besitzt wie z.B. bei Weber (1988a/1904, S. 210), Bertaux (1981), Blankenburg u.a. (1982, 1983) oder Glaser (1978) und Strauss (1987) und ihrem Verfahren der “grounded theory”. Auch bei Oevermann u.a. (1979) spielen vergleichende Arbeitsschrit-Google Scholar
  25. te, wenn auch nicht zwischen den Fällen, sondern vielmehr innerhalb eines Falles, eine wichtige Rolle in der Form einer kontrastierenden Bedeutungsexegese.Google Scholar
  26. 112.
    Ausführlich dazu: Gerhardt 1986a, S. 88, Fn. 37; 1991a, S. 438; 1991b, S. 38.Google Scholar
  27. 113.
    Ausführlich siehe: Gerhardt 1986a, S. 91 ff; 1991a, S. 438; 1991b, S. 24 ff. Gerhardt (1986a, S. 93 ff) weist darauf hin, daß auch viele andere Forscherinnen wie z.B. Becker (u.a. 1961), Cicourel (1968) oder Blaxter (1976) idealtypisch analysieren. Glaser und Strauss haben dabei sogar zwei verschiedenen Untersuchungen (1965 “Awareness of Dying” und 1968 “Time for Dying”) denselben Beobachtungsstoff zugrundegelegt.Google Scholar
  28. 114.
    Ausführlich siehe: Gerhardt 1986a, S. 97 ff; 1991a, S. 438; 1991b, S. 43 f.Google Scholar
  29. 115.
    Siehe: Gerhardt 1984, S. 54 ff; 1986a, S. 7 ff, 65 ff; 1991b, S. 31 ff.Google Scholar
  30. 116.
    Zum Begriff der (Patienten-)Karriere siehe ausführlich: Gerhardt 1984, S. 54 ff; 1986a, S. 23 ff; 1991b, S. 13 ff.Google Scholar
  31. 117.
    “Als sozialökonomisches Coping in unserem Zusammenhang gilt ein soziales Handeln, dessen Zweck eine Erhaltung oder Wiederherstellung von Statusteilhabe-Möglichkeiten in den Bereichen Beruf, Finanzen und Familie ist, die durch die Krankheit (möglicherweise) bedroht oder verloren sind. Berufs-, Finanz- und Familiensituation werden dabei als Aspekte des sozialökonomischen Status einer Person in der Gesellschaft betrachtet, analog zu jener ‘bürgerlichen Existenz’, die die Grundlage des Lebensstandards in den Industriegesellschaften in einem doppelten Sinn bildet.” (Gerhardt 1986a, S. 35 f)Google Scholar
  32. 118.
    Da Gerhardt die beiden Themenbereiche nacheinander auswertet, kann sie für die Analyse der Behandlungsverläufe auf Auswertungsergebnisse zur Familienrehabilitation zurückgreifen.Google Scholar
  33. 119.
    Die Ergebnisse zum Themenbereich Familienrehabilitatiton finden sich komprimiert zusammengefaßt auch in einem späteren Kapitel der Studie (Gerhardt 1986a, S. 256–261).Google Scholar
  34. 120.
    Siehe: Gerhardt 1986a, S. 168–170, 178–180, 183, 188–190.Google Scholar
  35. 121.
    Siehe: Gerhardt 1986a, S. 171, 180, 183–184, 190–191.Google Scholar
  36. 122.
    Siehe insbesondere: Weber 1988b/1913, S. 428 ff; 1972/1921, S. 2 f.Google Scholar
  37. 123.
    Hierbei würde es sich um eine idealisiert-negative Karriere handeln, die ausgehend vom Krankheitsbeginn über weitere Statusverluste (Berufsorientierung, Arbeitsplatz) auf den Tod als Endpunkt zuliefe. Gerhardt (1986a, S. 109 f) weist ausdrücklich darauf hin, daß die Interviews prinzipiell auch mit dem Idealtypus der Statusverlustkarriere untersucht werden können.Google Scholar
  38. 124.
    Die gesamten Ergebnisse zum Themenbereich Behandlungsverläufe sind von Gerhardt (1986a, S. 261–264) in einem späteren Kapitel nochmals komprimiert zusammengefaßt worden.Google Scholar
  39. 125.
    Für die sieben Fälle des Nur-Krankenhausdialyse-Typs wurde kein “reiner” Fall ausgewählt, sondern (für sechs Fälle) lediglich sehr kurz erläutert, warum bei diesen Patienten keine anderen Behandlungsformen durchgeführt wurden (Gerhardt 1986a, S. 232 f).Google Scholar
  40. 126.
    Der Nur-Krankenhausdialyse-Typ wurde wahrscheinlich bei den weiteren Analysen vernachlässigt, weil es sich nur eine kleine Gruppe handelt, von der bis zum Analysezeitpunkt (der zweiten Nachuntersuchung im Jahr 1983) auch schon fast die Hälfte verstorben war.Google Scholar
  41. 127.
    Während sich diese Auswertungsschritte in der Studie über Nierenpatienten im Kapitel “Coping mit chronischem Nierenversagen” (Gerhardt 1986a, S. 256 ff) finden, hat Gerhardt (1991b, S. 45 ff) sie in einer späteren Veröffentlichung unter dem Arbeits-Google Scholar
  42. schritt der “Idealtypischen Struktur- und Prozeßanalyse” zusammengefaßt. In ihren Grundzügen ähneln sich beide Beschreibungen. Während in der Studie die einzelnen Auswertungsschritte sowie vor allem die Ergebnisse umfassender und detaillierter dargestellt worden sind, ist im Aufsatz von 1991(b) mehr Wert auf die Methodologie der Auswertungsschritte gelegt worden.Google Scholar
  43. 128.
    In der Studie stellt Gerhardt (1986a, S. 266 ff) die Analyse der sozialen Lage jeder Patientenfamilie wesentlich ausführlicher dar: Mittels Fallkontrastierung werden jeweils alle Fälle einer sozialen Schicht auf ihre Gemeinsamkeiten und Unterschiede bezüglich der Familienrehabilitationsform sowie der Behandlungsverläufe hin untersucht. Dabei wird außerdem versucht, generelle Tendenzen jeder Gruppe zu einer der Rehabilitationsformen bzw. einer der Behandlungsformen zu ermitteln.Google Scholar
  44. 129.
    Das Alter ist für die Durchführung einer Transplantation entscheidend, weil eine Transplantation ab dem 35. Lebensalter wegen der erhöhten Abstoßungsgefahr nur aus besonderen Gründen durchgeführt wird.Google Scholar
  45. 130.
    Bei dieser aggregierten Darstellung gehen allerdings die Informationen zum Merkmal Alter verloren.Google Scholar
  46. 131.
    “Im Spannungsfeld dieser auf einen gehobenen und einen restringierten Schichtenkontext bezogenen Typenausprägung findet der Idealtypus der Patientenkarriere chronischen Nierenversagens seine Grundform. Entsprechend dem Schichten- und einem Alterskriterium teilt sich diese in eine berufsdominante und eine behandlungsdominante Variante, die jeweils mit einer eigenen Familienrehabilitationsform verbunden sind.” (Gerhardt 1986a, S. 280)Google Scholar
  47. 132.
    “Eine richtige kausale Deutung eines konkreten Handelns bedeutet: daß der äußere Ablauf und das Motiv zutreffend und zugleich in ihrem Zusammenhang sinnhaft verständlich erkannt sind.” (Weber 1972/1921, S. 5)Google Scholar
  48. 133.
    “Der Grund liegt in der gesellschaftlich standardisierten und insofern stets ‘mehr als subjektiven’ Natur sowohl von Berufs- wie Behandlungsbiographien (denn sowohl Berufswege wie Behandlungsformen sind Teil einer ‘objektiv-historischen’ Gesamtlage, nämlich Arbeitsmarkt bzw. medizinisches Behandlungsrepertoire zu einem gegebenen Zeitpunkt in einem Land oder Erdteil).” (Gerhardt 1986a, S. 291)Google Scholar
  49. 134.
    “Die individuellen Fälle können sich diesem annähern oder von ihm über Zeit mehr und mehr abweichen.” (Gerhardt 1991b, S. 50)Google Scholar
  50. “Bei der Herstellung sinnadäquater Deutungen geht es um zweierlei: zum einen um eine den Einzelfall rational verständlich machende bzw. seinen irrationalen Aspekten aufschlüsselnde Analyse (auch) subjektiv sinnvoller Handlungsbezüge — ‘gemessen’ am Orientierungstypus eines idealisert rationalen bzw. optimalen Karriereverlaufs, und zum anderen um eine Analyse des Einzelfalls im Gesamtzusammenhang, die diesen als Verkörperung typisierter und normierter Karrieremuster verstehend erklärt.” (Gerhardt 1986a, S. 291)Google Scholar
  51. 135.
    Diese Zuspitzung auf lediglich zwei optimale Verläufe verdeutlicht Gerhardt in einer späteren Veröffentlichung durch eine schematische Darstellung (Gerhardt 1991b, S. 51, Figuren 6 und 7).Google Scholar
  52. 136.
    Einige kritische Punkte werden später noch diskutiert.Google Scholar
  53. 137.
    Hier ist also bereits eine Vereinfachung der Untersuchungsdimensionen aufgrund theoretischer Entscheidungen vorgenommen worden: So wird nicht zwischen verschiedenen Transplantationsformen unterschieden und Wechsel zwischen mehr als zwei (unterschiedlichen) Behandlungsformen bleiben unberücksichtigt.Google Scholar
  54. 138.
    Die leeren Zellen zeigen an, daß zwischen den jeweiligen Behandlungsformen der Zelle keine Wechsel stattgefunden haben. Allerdings ist ein Wechsel vom “Nur-Krankenhaus-Typ” zu einer anderem Behandlungstypus auch nicht denkbar, denn dieser Patient hatGoogle Scholar
  55. schließlich definitionsgemäß nur Krankenhausdialyse enthalten. Für die Analyse von Wechsel und Stabilität könnten diese Fälle also von vornherein ausgeschlossen werden.Google Scholar
  56. 139.
    Diese Reduzierung führt allerdings zu sehr starken Verkürzungen, die wichtige Differenzen zwischen den Schichten I und II bzw. DI und IV verwischen. Würde die Reduzierung indessen nicht durchgeführt, müßte zwischen 16 (!) statt nur 8 Untergruppen unterschieden werden, was die Analyse zunächst einmal erschweren würde.Google Scholar
  57. 140.
    In Anlehnung an: Gerhardt 1991b, S. 48, Figur 4. (Dort wird allerdings nicht erklärt, warum sich die Tabelle nur auf 63 Fälle bezieht.)Google Scholar
  58. 141.
    “Wenn das Element einer alltagssprachlich verstandenen Karriere in der idealtypischen Form möglichst rein erhalten bleiben soll, so muß der beruflich dominante Ehepartner in seiner nach dem Nierenversagen eingeleiteten Rehabilitation einen beruflichen Aufstieg aufweisen.” (Gerhardt 1986a, S. 157; siehe auch: Gerhardt 1991b, S. 40)Google Scholar
  59. 142.
    “Die Analyse der Berufs- und Behandlungsverläufe zeigt, daß zwei Gruppen bei den Patientenfamilien unterschieden werden können. Diese neigen jeweils zu einem der beiden häufigsten Dauertypen beim Behandlungstypus (und zwar über Zeit) und bei der Familienrehabilitation.” (Gerhardt 1986a, S. 273)Google Scholar
  60. 143.
    So unterscheidet z.B. auch Weber (1972/1921, S. 122 ff) zwischen einer Vielzahl von “Typen der Herrschaft”. Google Scholar
  61. 144.
    “Das heißt: Sowohl die berufs- wie die behandlungsdominante Karriere finden ihren analytischen Bezugspunkt in einem idealtypischen Modell, das beide Varianten als aufeinander bezogen und zugleich einander ausschließend zuläßt.” (Gerhardt 1986a, S. 277)Google Scholar
  62. 145.
    “Methodisch wird das NichtÜberleben in unserem Untersuchungssatz vor allem deshalb wichtig, weil es — via negationis — etwas über das Überleben aussagt.” (Gerhardt 1986a, S. 298)Google Scholar
  63. “Die Todesfälle sollen also Auskunft geben — bei dieser Untersuchungspopulation überlebensausgerichteter Patienten -, welche sozialen Bedingungen des Überlebens optimal sind.” (Gerhardt 1986a, S. 300)Google Scholar
  64. 146.
    Ludwig (1996) hat hingegen in ihrer Studie Armutskarrieren zwischen Abstieg und Aufstieg im Sozialstaat untersucht und auf diese Weise ihren Untersuchugsfokus erheblich erweitert, indem sie die beiden polaren Perspektiven miteinander verbunden hat.Google Scholar
  65. 147.
    Weber (1972/1921, S. 5) selbst hat das Fortdenken als “unsicheres” Mittel bezeichnet.Google Scholar
  66. 148.
    “Im Idealtypus — so Weber — steckt eine Hypothese über einen möglichen Verlauf eines Falles, und diese kann durch den tatsächlichen Verlauf falsifiziert werden oder nicht.” (Gerhardt 1986a, S. 280)Google Scholar
  67. 149.
    Gerhardt (1991a, S. 438) nennt diesen Auswertungsschritt deshalb auch “Einzelfallver-stehen”. Google Scholar
  68. 150.
    Dafür eignen sich qualitative Befragungen ganz besonders.Google Scholar
  69. 151.
    Da der Begriff der “Quantifizierung” leicht mißverstanden werden kann, wird er bei der Beschreibung der “Typologischen Analyse” nach Kuckartz in Anführungszeichen gesetzt. Es handelt sich nämlich nicht um eine simple Reduktion der verbalen Daten auf Zahlenwerte. Vielmehr geht es Kuckartz (1988, S. 22 f, 136) um eine angemessene “Transformation” der verbalen Daten in ein “numerisches Relativ”, bei der die “Qualität” der Daten, also ihre inhaltliche Aussagekraft, soweit wie möglich erhalten bleibt. Dies soll vor allem durch eine umfangreiche Interpretation der verbalen Daten vor der “Quantifizierung” gewährleistet werden. Da die von Kuckartz gebildeten Variablen sich außerdem eher auf einem qualitativen als auf einem quantitativen Meßniveau befinden (Kuckartz 1988, S. 208 f; 1990, S. 498; 1995a, S. 163; 1995b, S. 41 f; zur Unterscheidung zwischen qualitativen und quantitativen Merkmalen siehe u.a.: Benninghaus 1989, S. 20 0» wird im folgenden statt von der “Quantifizierung” der Textdaten auch von der “Bildung” bzw. “Definition von Variablen” gesprochen. Der Begriff der “Quantifizierung” bringt allerdings die Gegenüberstellung von qualitativen und quantitativen Daten deutlicher zum Ausdruck (siehe auch die englische Bezeichung seines Verfahrens als “case-oriented quantification”; Kuckartz 1995a).Google Scholar
  70. 152.
    Es handelt sich dabei in erster Linie um leitfadengestütze Interviews (die bei einem Forschungsbeispiel von Kuckartz (1988, S. 158 ff) allerdings nur als Gesprächsprotokolle und nicht als vollständige Transkripte der Interviews vorliegen). Ansonsten arbeitet Kuckartz auch mit offenen Fragen in standardisierten Erhebungsinstrumenten; hierfür sind das von ihm entwickelte Textdatenbanksystem MAX.txt bzw. die neue winMAX 97-Version sogar speziell ausgerüstet, indem sie eine “automatische Kodierung” der offenen Fraugen ermöglichen (siehe Kuckartz 1992, S. 64 ff, 87 ff; 1997, S. 180 ff).Google Scholar
  71. 153.
    Kuckartz (1988, S. 16) bezeichnet seinen Ansatz deshalb auch als “empirisch arbeitende ‘verstehende Sozologie”‘.Google Scholar
  72. 154.
    “Trotz mehrmaliger intensiver Lektüre ist es meist nicht möglich, relativ simple Zusammenhangsfragen wie ‘Haben die Kurden der Stichprobe weniger Kinder als die Familien türkischer Herkunft?’, ‘Gehen diejenigen, die sich über die mangelnde Disziplin in der Schule beklagen, häufiger oder seltener zu Elternabenden als die mit der Disziplin Zufriedenen?’ ohne weiteres richtig zu beantworten.” (Kuckartz 1988, S. 201)Google Scholar
  73. 155.
    Neben den relativ geringen Erfolgen hinsichtlich ihrer Prognosefähigkeit kritisiert Kuckartz (1988, S. 23 f) die Theorielosigkeit der Analyse quantitativer Daten, die weitgehende Beliebigkeit und den “Hang” zu signifikanten Ergebnissen bei der Datenanalyse, der dazu führt, daß zunächst signifikante Ergebnisse gesucht und erst im Nachhinein die zugehörige “Theorie” formuliert wird. Außerdem verweist er auf generelle Problemen des Messens in den Sozialwissenschaften (siehe u.a. Cicourel 1974/1964, Kreppner 1975) sowie die scheinbare Präzision quantitativer Verfahren: Auch wenn mit solchen Verfahren die dritte und vierte Nachkommastelle bestimmt werden kann, wirken sich bereits ver-Google Scholar
  74. gleichsweise kleine Änderungen im Fragebogen (z.B. die Art und Reihenfolge der Antwortvorgaben) sowie Interaktionseffekte zwischen Forscherinnen und Befragten auf die Ergebnisse aus (Kuckartz 1988, S. 234). 156 Kuckartz (1988, S. 23) zitiert in diesem Zusammenhang Kreppner, der darauf verweist, daß “auch anspruchsvolle und komplexe mathematische Methoden (.) unsinnige Zuordnungen von Zahlenwerten zu Ereignissen nicht mehr verbessern” können (Kreppner 1975, S. 13).Google Scholar
  75. 157.
    Kuckartz (1988, S. 41 ff, 227) bezieht sich hier vor allem auf die Ansätze von Mühlfeld u.a. (1981), Hopf (1985a, 1985b), Hopf u.a. (1985) sowie von Huberman und Miles (1983), weil er die nachvollziehbare und selbstreflexive Darstellung ihrer Studien aufgrund der genauen Beschreibung und Dokumentation des Auswertungsprozesses schätzt. Während Mühlfeld u.a. (1981) das verbale Datenmaterial mit Hilfe eines Kategorienschemas kodieren, untersucht Hopf (1985a, 1985b; Hopf u.a. 1985, S. 40 ff) vor allem die Vorteile einer Quantifizierung der qualitativen Daten, die u.a. in einer exakteren Beschreibung der untersuchten Fälle, der Möglichkeit, quasi-statistische Aussagen zu überprüfen, sowie einer enormen Datenreduktion liegen. Auch Huberman und Miles (1983) beschreiben verschiedene Wege, um dem data overload zu begegnen. Gleichzeitig versuchen sie die Vergleichbarkeit der Untersuchungspersonen zu erhöhen. Kuckartz verbindet schließlich bei seinem Verfahren der “Typologischen Analyse” verschiedene Auswertungsmethoden der genannten Autorinnen, um zu einer möglichst systematischen und intersubjektiv nachvollziehbaren Auswertung zu gelangen, bei der auf möglichst allen Stufen des Forschungsprozesses eine Datenreduktion durchgeführt wird (ders. 1988, S. 44, 69, 73).Google Scholar
  76. 158.
    In Forschungsprojekten des Sonderforschungsbereichs 186 werden personenbezogene Retrievals allerdings auch genutzt, um auf dieser strukturierten Zusammenstellung eines Interviewtextes die wichtigsten Informationen eines Falls zusammenzufassen. Die auf diese Weise erstellten Falldarstellungen oder -Zusammenfassung bilden dann den Ausgangspunkt für intensive Einzelfallanalysen und darüberhinausgehende Fallvergleiche. 159 Kuckartz (1988, S. 190 f) führt dazu das folgende Beispiel aus einer Befragung türkischer Familien an (siehe hierzu Abschnitt 4, S. 203 ff): Nach der Zufriedenheit mit dem Lehrer ihrer Kinder befragt, antworten die meisten Familien auf diese direkt gestellte Frage aus Höflichkeit zunächst, daß sie zufrieden seien. An anderen Stellen der Interviews wird jedoch Kritik am Lehrerverhalten geäußert (z.B. wenn es um die Erwartungen an die Schule geht). Durch ein Retrieval, das verschiedene Kodes kombiniert, wird also die Heteroge-nität und Widersprüchlichkeit der Aussagen sichtbar, denn trotz der allgemein geäußerten Zufriedenheit äußern die Familien teilweise “manifeste Kritik im Detail”.Google Scholar
  77. 160.
    Die erste Version eines computergestützten Textanalysesystems mit dem Namen Textor entwickelte Kuckartz noch für eine Großrechneranlage (Kuckartz 1988, S. 122 ff). Das Programm MAX.txt konnte 1989 bereits auf einem Einzelplatzrechner unter dem Betriebssystem MS-DOS bzw. PC-DOS installiert und betrieben werden (ders. 1990, S. 496; 1992, S. 46, 51 ff). Es handelt sich bei MAX.txt bereits um ein eigenständiges, Menü-gesteuertes Programm, das eine enge Zusammenarbeit sowohl mit Textverarbeitungsprogrammen als auch mit Statistik-Programmpaketen ermöglicht (ders. 1990, S. 496). Im Herbst 1994 erschienen schließlich die windowsfähigen Nachfolgeversionen winMAX-Basis und winMAX-Professionell, die sehr benutzerfreundlich sind. Außerdem enthält vor allem winMAX-Professionell viele zusätzliche Optionen wie die Arbeit mit Memos, Fuzzy-Variablen (also gewichteten Kodes), etc, die in der im Herbst 1997 erschienen Version winMAX 97 nochmals erweitert worden sind. Außer in den Handbüchern zu den Windows-Versionen (Kuckartz 1995a, 1995b, 1997; bzw. zu MAX.txt: ders. 1992, S. 51 ff) findet sich vor allem in Kuckartzs Aufsatz von 1996 eine kurze und sehr übersichtliche Erläuterung der Grundstruktur sowie der wichtigsten Basis-Funktionen des Programms.Google Scholar
  78. 161.
    Kuckartz (1988, Fn. 10, S. 40) geht allerdings nicht weiter auf das Verfahren der Objektiven Hermeneutik ein (Oevermann u.a. 1979) und verweist lediglich auf die Kritik von Terhart (1983), weil es sich für ihn um eine “hermeneutischen Kunstlehre” handelt.Google Scholar
  79. 162.
    “Sofern das Datenmaterial überschaubar ist, lassen sich durch sorgfältige Inspektion und Interpretation typische Muster erkennen und man ist in der Lage, ‘dichte Beschreibungen’ (vgl. Geertz 1973, 1987) der erforschten Sozietäten zu geben.” (Kuckartz 1995b, S. 39)Google Scholar
  80. 163.
    Die Bezeichnungen “Kodierung erster Ordnung” und “Kodierung zweiter Ordnung” können leicht zu Mißverständnissen führen, weil sie aus sich heraus nicht unbedingt verständlich sind. So ist es zwar meist sinnvoll, zunächst Textpassagen zu kodieren (also eine “Kodierung erster Ordnung” durchzuführen), bevor Variablen gebildet werden (und damit die „Kodierung zweiter Ordnung” durchgeführt wird); dieses Vorgehen ist aber nicht zwingend. Und in einer Studie müssen auch nicht beide Auswertungsmethoden durchgeführt werden. Während Seidel und Kelle (1995, S. 53) die “Kodierung erster Ordnung” als “indexing” und die “Kodierung zweiter Ordnung” als “summarizing” bezeichnen, unterscheiden Richards und Richards (1995, S. 83) zwischen Referenz- und Tatsachenkodes (referential and factual categories) und dementsprechend zwischen der Referenz- und der Tatsachenfunktion von Kodekategorien. Da auch diese Bezeichungen nicht präziser sind, wird in der vorliegenden Arbeit die “Kodierung erster Ordnung” einfach als “(thematische) Kodierung” bezeichnet, weil dies in der qualitativen Sozialforschung weithin üblich ist. Die “Kodierung zweiter Ordnung” wird dagegen als “Bildung” oder “Definition von Variablen” bezeichnet.Google Scholar
  81. 164.
    Zu Art und Herkunft der Kodes siehe auch ausführlich: Kuckartz 1992, S. 18 ff.Google Scholar
  82. 165.
    Zur Clusteranalyse siehe u.a.: Bailey 1974, 1983, 1994; Schlosser 1976; Sodeur 1974; Backhaus u.a. 1980; Krippendorff 1980; Kaufmann, Pape 1984; Wishart 1987; Bacher 1994.Google Scholar
  83. 166.
    Es wird hier nur ein grober Überblick über die Verfahrensweisen der Clusteranalyse gegeben. Eine ausführliche Erörterung der Effektivität clusteranalytischer Berechnungen für dieGoogle Scholar
  84. Typenbildung auf der Basis verbaler Daten erfolgt in Teil C (Kap. n, S. 235 ff), in dem die Verfahrensweisen einer “klassischen” (also nicht-computergestützten) Typenbildung und einer rechnergestützten Gruppierung anhand eines konkreten Forschungsbeispiels verglichen werden. 167 Das zweite Problem kann allerdings mit der Wahl von Ähnlichkeitsmaßen vermieden werden, die nur die Übereinstimmungen von vorhandenen Merkmalen berücksichtigen, wie der Jaccard-Koeffizient (Koeffizient Nr. 5 bei Wishart 1987, S. 202) bzw. Tanimoto-Koeffizient (Backhaus u.a. 1987, S. 120 0, der die Übereinstimmung zwischen nicht-vorhandenen Merkmalen gar nicht berücksichtigt. Allerdings können mit diesem Koeffizien-Google Scholar
  85. ten nicht alle Fusionierungsalgorithmen angewendet werden (siehe hierzu auch Teil C, Kap. H, Abschnitt 3 b, S. 247 f).Google Scholar
  86. 168.
    Dabei wird außerdem untersucht, ob ein Fall, der einem Cluster P zugeordnet worden ist, evtl. dem Centroiden eines anderen Clusters näher steht als dem eigenen Centroiden. Trifft dies zu, wird der Fall dem anderen Cluster zugeordnet. Nach der Neuzuordnung werden die Schwerpunkte der Cluster neu berechnet, und es wird nach weiteren solchen Fällen gesucht (und entsprechend umverlagert), bis eine stabile Lösung gefunden wird. Die Cluster-Centroiden sind also eine Bestimmungsmöglichkeit für das Cluster, sie lokalisieren es im multivariaten Raum.Google Scholar
  87. 169.
    Kuckartz bezieht sich dabei auf Vorgehensweise und Ergebnisse der Studie “Türkische Familien und Berliner Schule” von Herwartz-Emden (1986).Google Scholar
  88. 170.
    Zum Zustandekommen der Stichprobe siehe: Herwartz-Emden 1986, S. 57 ff.Google Scholar
  89. 171.
    Mit der DOS-Version MAX.txt sowie der neuen winMAX 97-Version ist es möglich, die Textdaten “automatisch” zu “kodieren”, wenn sie zuvor entsprechend aufbereitet werden (Kuckartz 1992, S. 64 ff, 87 ff; 1997, S. 180 ff).Google Scholar
  90. 172.
    Dabei kam es u.a. zu Informationsverlusten, weil die Tatsache, daß in einem Fall die Ehefrau mehr verdiente als ihr Mann, nicht zur Bildung einer entsprechenden Variablen führte. Dieses Merkmal wäre jedoch für eine vergleichende Auswertung wenig sinnvoll gewesen, da nur in wenigen Fällen Informationen zu diesem Sachverhalt vorlagen. Obwohl ein solcher Tatbestand also für den Einzelfall von großer Bedeutung sein kann, muß er hier vernachlässigt werden, weil die Gesamtgruppe in dieser Hinsicht nicht miteinander verglichen werden kann (siehe Kuckartz 1988, S. 186, 208). Da die Clusteranalyse die Untersuchung der Ähnlichkeit der Fälle bezweckt, sollten nur solche Merkmale ausgewählt werden, die in allen Interviews vorhanden und entsprechend kodiert worden sind.Google Scholar
  91. 173.
    Kuckartz führt hier eine eigenständige Auswertung mit einem Teil des Datenmaterial der Studie durch, die sich in der Arbeit von Herwartz-Emden (1986) nicht findet.Google Scholar
  92. 174.
    Wishart (1987, S. 201) bezeichnet diesen Koeffizienten, der bei dem Programm Clustan die Nr. “2 (B)” trägt, als “Binary euclidean distance”. Google Scholar
  93. 175.
    Steigt die Fehlerquadratsumme, sinkt das Ähnlichkeitsniveau der Zusammenfassungen mit jedem Agglomerationsschritt, so daß zunehmend Unähnliches in einem Cluster zusammen-gefaßt wird.Google Scholar
  94. 176.
    Nach der inhaltsanalytischen Auswertung von vier “Merkmalskomplexen” (a) ökonomische und soziale Lage der Familien in Berlin und ihr Migrationsprozeß, b) Orientierungen der Eltern und ihre Lebensstrategien in Berlin, c) Vorstellungen der Eltern über das Leben, die Ausbildung und die gesamte Zukunft ihrer Kinder, d) Vorstellungen, Erwartungen und Wünsche der Eltern bezüglich der deutschen Schule und Verkehrsformen zwischen SchuleGoogle Scholar
  95. und Elternhaus), die der Bildung von Variablen diente (Herwartz-Emden 1986, S. 82 ff), hat Herwartz-Emden (1986, S. 212 ff) clusteranalytische Berechnungen mit der Ward-Methode durchgeführt, um die befragten Familien anhand der definierten Variablen zu gruppieren. Die ermittelte Lösung mit sechs Clustern wurde zunächst sowohl anhand der Variablen, die bereits der Clusteranalyse zugrunde lagen (ebd., S. 216 ff), als auch anhand zusätzlicher Merkmale beschrieben (ebd., S. 221 ff). Abschließend erfolgte eine ausführliche Zusammenhangsanalyse für alle Fälle eines Clusters, indem alle Familien, die einer Gruppe zugeordnet worden sind, miteinander verglichen wurden (ebd., S. 225 ff). Die schließlich vorgestellten Familienporträts basieren auf den durch die Clusteranalyse gewonnenen Gruppierungen sowie den Ergebnissen der Zusammenhangsanalyse.Google Scholar
  96. 177.
    Gerhardt 1986a, S. 91.Google Scholar
  97. 178.
    Siehe zu den letzten drei Begriffen: Gerhardt 1991b, S. 37 ff.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1999

Authors and Affiliations

  • Susann Kluge

There are no affiliations available

Personalised recommendations