Neue Technologien und Arbeitskampf pp 19-44 | Cite as
Grundstrukturen der industriellen Beziehungen, des Tarifvertragssystems, des Arbeitskampfsystems und der Arbeitskampfpraxis in der Bundesrepublik Deutschland
Zusammenfassung
Arbeitskämpfe sind Ausdrucksformen des industriellen Konflikts, der durch die Beziehungen zwischen Lohnarbeit und Kapital verursacht wird. Damit verbunden ist ein industriekapitalistische Gesellschaften prägendes spezifisches Herrschaftsverhältnis: Mit dem Verkauf ihrer Arbeitskraft unterstehen die abhängig Beschäftigten der “Kommandogewalt” der kapitalbesitzenden Unternehmer. Sie bestimmen nicht selbst die Organisation der Produktions-, Verwaltungs- und Dienstleistungsprozesse und deren Arbeitsbedingungen. Diese werden vielmehr im Kern von den Unternehmern bzw. von deren Beauftragten nach Gesichtspunkten der Profitoptimierung gestaltet.
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Literatur
- 1).Historisch vergleichendes Zahlenmaterial bei: Volkmann 1979, international vergleichendes Zahlenmaterial bei: Schmidt 1975, S. 209–211; Bergmann 1979, S. 24 f.; Spöhring 1983Google Scholar
- 2).Der quantitative Vergleich kann erst ab 1950 erfolgen, da für die Jahre davor keine statistischen Angaben über die Zahl der beteiligten Arbeitnehmer, der betroffenen Betriebe und der ausgefallenen Arbeitstage vorliegen.Google Scholar
- 3).führte die IG Bau-Steine-Erden im Berliner Baugewerbe einen Streik durch, der allerdings nicht die für den hier vorgenommenen Vergleich gesetzten Kriterien (5.000 beteiligte Beschäftigte und 50.000 Ausfalltage) erfüllt (vgl. IG Bau-Steine-Erden 1978, S. 273–339).Google Scholar