Zufallsvariable, diskrete und kontinuierliche Verteilungen

  • Ágnes Reichardt

Zusammenfassung

Auf der Grundlage eines Wahrscheinlichkeitsfeldes (Ω, S, W) ist eine Zufallsvariable durch die Abbildung X: Ω → ℜ dann definiert, wenn für jede reelle Zahl y für die Menge der Elementarereignisse \(\left\{ {\omega |X(\omega ) \leq y} \right\} \in S \) gilt, d.h. diese ein Ereignis ist und damit eine Wahrscheinlichkeit \(W(\left\{ {\omega |X(\omega ) \leq y} \right\}) = F(y)\) besitzt. F(y) heißt Verteilungsfunktion. Durch sie ist eine Zufallsvariable eindeutig beschrieben. F(y) bezeichnet die Wahrscheinlichkeit dafür, daß Xy ist. Bei den Anwendungen geht man zumeist von dieser direkten Definition einer Zufallsvariablen durch F aus. Aus dem Wahrscheinlichkeitscharakter der Verteilungsfunktion ergeben sich die folgenden formalen Eigenschaften:
  1. (1)

    F ist monoton nicht fallend,

     
  2. (2)

    F ist rechtsseitig stetig und linksseitig konvergent,

     
  3. (3)

    \(\mathop{{\lim }}\limits_{{y \to \-infty }} F(y) = 0,\)

     
  4. (4)

    \(\mathop{{\lim }}\limits_{{y \to \infty }} F(y) = 1.\)

     

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© Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler GmbH, Wiesbaden 2000

Authors and Affiliations

  • Ágnes Reichardt
    • 1
  1. 1.Akademische Oberrätin Statistische Methodenlehre für WirtschaftswissenschaftlerRuhr-Universität BochumDeutschland

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