Über die Ergebnisse neuerer metallkundlicher Untersuchungen alter Eisenfunde und ihre Bedeutung für die Technik und die Archäologie

  • Ernst Hermann Schulz
Part of the Arbeitsgemeinschaft für Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen book series (AFLNW, volume 91)

Zusammenfassung

Im Schrifttum über die Geschichte des Eisenhüttenwesens sind bislang weitaus vorherrschend die Verfahren und Einrichtungen zum Erschmelzen und Verarbeiten behandelt worden; die Entwicklung des erzeugten Werkstoffes, die Art und die Wandlungen seines Aufbaues und seiner Eigenschaften haben nur wenig Beachtung gefunden. Gewiß sind Ergebnisse von Untersuchungen von Eisenerzeugnissen aus lang zurückliegenden Zeiten veröffentlicht worden, sie reichen jedoch bei weitem nicht aus, um daraus ein Gesamtbild der Entwicklung zu gewinnen. Daran hindert auch oder sogar noch mehr die Tatsache, daß die bisherigen derartigen Untersuchungen meist mangelhaft durchgeführt wurden und daher keine oder nur geringe Schlußfolgerungen zuließen, gelegentlich kam es sogar zu abwegigen Deutungen. Der Hauptgrund für diese Mängel lag darin, daß die Untersuchung sich fast immer auf eine chemische Analyse beschränkte; diese wurde ausgeführt an Spänen, die entweder — wie das bei der Untersuchung moderner Eisen- und Stahlerzeugnisse üblich und zweckentsprechend ist — über den ganzen Querschnitt des Stückes entnommen wurden (so ergab sich eine durchschnittliche Zusammensetzung), oder aber es wurde eine einzelne Stelle zur Spanentnahme angebohrt; dann gab die Untersuchung die Zusammensetzung nur dieser Stelle wieder.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1961

Authors and Affiliations

  • Ernst Hermann Schulz
    • 1
  1. 1.DortmundDeutschland

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