Auf der Suche nach der Seele in einer seelenlosen Welt

  • Ferdinand Buer

Zusammenfassung

Jede(r) PsychodramatikerIn kennt Morenos Diktum aus „Gruppenpsychotherapie und Psychodrama“, 1. Aufl. 1959: „Psychodrama kann ... als diejenige Methode bezeichnet werden, welche die Wahrheit der Seele durch Handeln ergründet“ (Moreno, 1973, S. 77). Im Satz zuvor wird der zweite Bestandteil des Wortes „Psychodrama“ erläutert: Drama. Der erste Teil: Psycho bleibt unerklärt. Warum? In der Einleitung zur 4. Ausgabe von „Psychodrama I“ von 1972 liest sich das Ganze so: „Psychodrama can be defined ... as the science which explores the , truth’ by dramatic methods“ (Moreno, 1977, S. a). Auffällig ist neben der Verwandlung des Psychodramas von einer „Methode“ in eine „science“, der Ersetzung des „Handelns“ durch „dramatic methods“ und der Relativierung des Wahrheitsanspruchs durch die Einrahmung von „truth“ mit Anführungszeichen vor allem das spurlose Verschwinden der Seele. Während also im Deutschen noch 1959 des Psychodrama die „Wahrheit der Seele ergründen“ soll, kann es im Amerikanischen 1972 nur noch die „Wahrheit explorieren“. What’s happened?

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. Burder, K.-J. (1993). Subjektivität und Postmoderne. Der Diskurs der Psychologie. Frankfurt.Google Scholar
  2. Brumlik, M. (1992). Die Gnostiker. Der Traum von der Selbsterlösung des Menschen. Frankfurt/M.Google Scholar
  3. Buer, F. (1992). Über die Wahrheit der psychodramatischen Erkenntnis. Gruppenpsychotherapie und Gruppendynamik 28, 2, 181–203.Google Scholar
  4. Moreno, J.L. (1971). The Words of the Father. Beacon.Google Scholar
  5. Moreno, J.L. (1973). Gruppenpsychotherapie und Psychodrama. Stuttgart. (1977). Psychodrama. Vol. I. Beacon.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1995

Authors and Affiliations

  • Ferdinand Buer

There are no affiliations available

Personalised recommendations