Von der Kontinuität, die nicht auffällt — Das ostdeutsche Schulsystem im Übergang von der DDR zur BRD

  • Klaus-Jürgen Tillmann
Part of the Reihe Schule und Gesellschaft book series (SUGES, volume 8)

Zusammenfassung

Wer nach den Erfahrungen fragt, die die Lehrerinnen und Lehrer in der (ehemaligen) DDR im Zuge der Wende gemacht haben, kann inzwischen auf umfangreiches Material zurückgreifen. Es gibt sowohl eine Vielzahl von Erfahrungsberichten (vgl. z.B. Kuban 1991; Luckmann 1991; Lorenz 1993; Olberg u.a. 1993; Richter/Fischer 1993; Vollstädt/Wagner 1993) als auch erste Ergebnisse einer größeren Zahl von wissenschaftlichen Untersuchungen (vgl. z.B. Hoffmann/Chalupsky 1991; Büchner 1993; Gehrmann 1994; Hübner 1994; Riedel u.a. 1994; Zedler u.a. 1994; Gehrmann u.a. 1995). Bei aller Differenziertheit der einzelnen Ergebnisse werden dabei vor allem drei durchgängige Tendenzen erkennbar:
  • Insbesondere in den Jahren 1989–1992 haben die beteiligten Lehrer(innen) den Wandel als einen hektischen, wenig koordinierten, extrem verunsichernden und belastenden Umstellungsprozeß erlebt.

  • Dieser Umstellungsprozeß wurde zu Anfang (1989/90) von einer breiten Reformbereitschaft getragen, die sich schon sehr bald (1991) aufgrund vielfältiger Enttäuschungserlebnisse verflüchtigte: Distanzierte, resignative oder gar restaurative Orientierungen wurden deutlich stärker.

  • Insgesamt wurde der Wandel von der Lehrerschaft als „bürokratischer Umstellungsprozeß“ erlebt, die Transformation als „von oben gesteuert“ (Gehrmann u.a. 1995, S. 63). Darin liegt ein wesentlicher Grund für die angesprochenen Enttäuschungserlebnisse.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Leske + Budrich, Opladen 1996

Authors and Affiliations

  • Klaus-Jürgen Tillmann

There are no affiliations available

Personalised recommendations