Lebensführung und Gesellschaft pp 219-246 | Cite as
Zwischen Selbstbestimmung und Bedrängnis. Zeit im Alltag von Frauen
Zusammenfassung
Durch die doppelte Einbindung von Frauen in Familie und Beruf partizipieren sie an verschiedenen Zeitordnungen, was für ihr privates wie öffentliches Leben von Vorteil sein könnte, doch unter den gegebenen Umständen führt dies zu konfligierenden Anforderungen. Kämpfe um Zeit entstehen durch einen komplexer werdenden Alltag, für dessen Bewältigung ein bewußter Umgang mit Zeit wichtig wird. In der Argumentation wird unterschieden zwischen dem sozialen Konstrukt von ‘weiblicher Zeit’ als ‘Zeit für andere’ und den empirischen Zeiterfahrungen von Frauen. Dabei werden die ambivalenten Wünsche von Frauen als die subjektive Seite gesehen, die dem sozialen Konstrukt ‘weiblicher Zeit’ korrespondiert. Abschließend werden einige Bedingungen für einen gelingenden Umgang mit Zeit skizziert. Die Ausführungen basieren auf einer empirischen Untersuchung über ‘alltägliche Lebensführung’.
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