Bodenmarkt und städtische Raumnutzung

  • Stefan Krätke
Part of the Stadtforschung aktuell book series (STADT, volume 53)

Zusammenfassung

Die städtische Grundrentenbildung ist für das interne räumliche Gefüge der Stadt, für die Verteilung des Grund und Bodens auf konkurrierende Nutzungen von zentraler Bedeutung. Innerhalb des von Bauleitplänen gesetzten Rahmens wirkt die Grundrente als ökonomisches Regulativ der Flächennutzung in der Weise, daß ein Grundstück demjenigen Nutzer zufällt, der damit die höchste Rendite erwirtschaften kann oder über die notwendige “ökonomische Leistungsfähigkeit” verfügt, um andere Nachfrager zu überbieten. “Die dominante Steuerung der Grundstücksverteilung nach ökonomischer Rentabilität und ökonomischer Leistungsfähigkeit führt zu einer Nutzungszuordnung der Grundstücke, deren Konsequenzen einmal eine funktionale Segregation, andererseits eine soziale Segregation der Grundstücksnutzungen im Raum sind” (Fürst 1977, S.20). Darüberhinaus wirken die städtische Grundstücksverwertung und das Immobilienkapital als eine “Exekutive” für die Durchsetzung von stadträumlichen Umbauprozessen, deren sozialökonomische Voraussetzungen und Triebkräfte auf der gesamtgesellschaftlichen und inter-regionalen Ebene zu finden sind.

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Literatur zu Abschnitt 8

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© Springer Basel AG 1995

Authors and Affiliations

  • Stefan Krätke

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