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Die Wirtschaft in Deutschland Ost und in Deutschland West

Von der wirtschaftlichen Vereinigung war weitgehend nur der Osten betroffen
  • Joachim Ragnitz
Part of the Reihe: Der Bürger im Staat book series (BÜRG, volume 3)

Zusammenfassung

Mit dem 9. November 1989 — dem Tag der Grenzöffnung — war das Schicksal der DDR so gut wie besiegelt. War das Missverhältnis zwischen öffentlicher Propaganda und ökonomischer Wirklichkeit den Menschen in der DDR auch durchaus bewusst, machte die Konfrontation mit der bunten Warenwelt des Westens doch jedem klar, dass die sozialistische Wirtschaftsordnung der DDR der westdeutschen Marktwirtschaft hoffnungslos unterlegen war und deshalb einer grundlegenden Reform bedurfte. Dass es dann so rasch zunächst zur wirtschaftlichen, danach auch zur politischen Vereinigung beider deutscher Staaten kam, hatte wesentlich mit der Erwartung zu tun, dass nur so auch die Menschen in den neuen Bundesländern schnell am Lebensstandard der „alten“ Bundesrepublik würden teilhaben können. Der Beitritt nach Art. 23 GG schien in dieser Situation am besten geeignet, die Wünsche der Bevölkerung nach einer Verbesserung ihrer materiellen Lage zu erfüllen — die kostspielige und zeitraubende Suche nach einem eigenständigen Weg, wie ihn die übrigen ehemals sozialistischen Länder in Mittel- und Osteuropa einschlugen, konnte so erfolgreich vermieden werden.

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Copyright information

© Leske + Budrich, Opladen 2002

Authors and Affiliations

  • Joachim Ragnitz

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