Das Persönlichkeitsmerkmal „Affinität zu einem Stabilen Kognitiven Orientierungssystem“

  • Siegfried Schumann
Part of the Studien zur Sozialwissenschaft book series (SZS, volume 93)

Zusammenfassung

In Kapitel 2 wurde bereits aufgezeigt, wie sich, über mehrere aufeinander aufbauende Forschungsarbeiten hinweg, Schritt für Schritt ein Satz von Skalen bzw. schließlich von Einzelitems herauskristallisierte, welcher nach Augenschein weitestgehend frei von politischen Inhalten ist und trotzdem zwischen linken und rechten politischen Einstellungen sowie insbesondere auch zwischen der „Wahl“ (Wahlsonntagsfrage) verschiedener politischer Parteien differenziert. Die Vermutung liegt nahe, daß diese betreffenden Items ein Persönlichkeitsmerkmal (Definition s. unten) messen, welches eben die „Wahlentscheidung“ mit beeinflußt — wenn auch natürlich nicht als notwendigerweise einzige Einflußgröße, wie in Kapitel 3 dargelegt ist. Wie in Kapitel 1 dargestellt wurde, riß die Erforschung möglicher Einflüsse von Persönlichkeitsmerkmalen auf das Wahlverhalten etwa gegen Ende der 60er Jahre fast vollständig ab, so daß mit der vorliegenden Arbeit ein weitgehendes Neuland betreten wird. Aufgrund dieser fehlenden Forschnn&stradition und des inhaltlich gänzlich neuen Ansatzes, muß das hier im Vordergrund stehende Persönlichkeitsmerkmal „Affinität zu einem Stabilen Kognitiven Orientierungssystem“ erst vorgestellt und als valide meßbare latente Variable nachgewiesen werden, was im Rahmen dieses Kapitels geschehen soll. Erst dann kann dem Zusammenhang dieses Merkmals mit dem Wahlverhalten in Kapitel 6 weiter nachgegangen werden.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1990

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  • Siegfried Schumann

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