Engagement im Ruhestand pp 181-211 | Cite as
Vergesellschaftung durch selbstorganisierte politische Interessenvertretung
Chapter
Zusammenfassung
Wir haben im vorangehenden Kapitel auf die klassische Unterscheidung von sozialem und politischem Ehrenamt im Rahmen großer Hilfsorganisationen hingewiesen. Im folgenden konzentrieren wir uns auf eine besondere Form des politischen Ehrenamts, nämlich auf Handlungsfelder und Organisationen, in denen Ältere die politischen Interessen älterer Menschen vertreten. Dabei geht es hier nicht um Mitarbeit in Parteien und Gewerkschaften, in Parlamenten, Gremien und Ausschüssen oder in Selbstverwaltungsorganen der Sozialversicherung, sondern um selbstorganisierte politische Interessenvertretung.
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Notes
- 1.Insgesamt sind in den Gemeinden die von den Sozialverwaltungen berufenen Seniorenbeiräte in der Mehrzahl. Es gibt bei den Beiräten keinen einheitlichen Wahlmodus — die Modi reichen von der Berufung durch die Sozialverwaltungen über die Delegation von Mitgliedern aus den örtlichen Institutionen, die in der Altenarbeit tätig sind, bis hin zur Urwahl der Mitglieder durch die Älteren — und kein einheitliches Betätigungsfeld, was ihre Vergleichbarkeit erschwert (vgl. Thürkow 1980, Salention 1986, Tews 1987).Google Scholar
- 2.Opaschowski/Neubauer (1984) führen vier individuelle Übergangsstrategien auf, von denen nur eine, nämlich die des „immer aktiv und beschäftigt sein“, auf Aktivitäten unserer Interviewpartner beim Übergang in den Ruhestand zutrifft. Augenfällig sind ebenfalls Parallelen zum „Ethos der Betriebsamkeit“(Ekerdt 1986), d.h. zu erwerbsar-beitsähnlichen Aufgaben- und Zielstellungen, welche die Aktivitäten in der ersten Zeit im Ruhestand überlagern. Für kurze Dauer herrscht hektische Betriebsamkeit und „Geschäftigkeit“, die mit der Zeit obligaten Tätigkeiten und Alltagsroutinen im Ruhestand weicht.Google Scholar
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© Leske + Budrich, Oplanden 1993