Advertisement

Zur allgemeinen Beziehung zwischen Psychologie und Psychotherapie

  • Hans-Jürgen Walter

Zusammenfassung

Charakteristisch für die Entwicklung der Psychotherapie war und ist wohl vielfach noch immer die definitorische Feststellung eines vergleichsweise progressiven Psychiaters (Weitbrecht, 1963, S. 422):

„Gegenstand der Psychotherapie ist zuvörderst das seelische Abnorme als Spielart von Fehlhaltung bzw. -entwicklung, nicht nur im Sinne des Versuchs einer Korrektur des Fehlgegangenen, sondern auch einer Verhütung drohender Entgleisungen bei bestehender Gefährdung.“

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. In dieser Hinsicht weiterführende Beiträge aus unterschiedlicher Perspektive und mit unterschiedlicher Weite der Perspektive (teilweise werden lediglich die Zusammenhänge zwischen zwei Ansätzen herausgearbeitet) liefern z.B. auch de Marè (1972,1977), de Marè und Kreeger (1974), Foulkes (1977), Ruitenbeek (1974), Dinkmey er und Muro (1971; Auszug in deutsch: 1975), Combs, Avila, Purkey (1975), Schaffer und Galinsky (1974), Nye (1975), Rapaport (1970, 1977), Schülein (1978), Köhler-Weisker (197S),Strotzka (1965, Hg. 1983), Farau/Cohn (1984), Wexler und Rice (Hrsg. 1976, darin z. B. Whitmont und Kaufmann), Yablonski (1978), Goldstein und Stein (1976), Speierer (1975), Barton (1974), Lazarus (Hrsg. 1976), Luchins (1964), Metzger (1970, 1971), Walter (1977, 1984), Pauls und Walter (1981), Galli (1983).Google Scholar
  2. Über die zum Teil ähnliche Situation in Österreich informieren Strotzka (1983) und das Institut für Wissenschaft und Kunst (iwk, 1980).Google Scholar
  3. Es sind nicht eben viele speziell psychotherapeutische oder psychiatrische Beiträge; ältere: z. B. Lewin (1933), Schulte (1924), Gottschaldt (1934); jüngere, über deren Wirkung sich aber auch noch wenig bemerken läßt: Luchins (1949, 1964), Bruns und Metzger (1967), Metzger (1970), Canestrari und Trombini (1975); zu jung, um über ihre Wirkung etwas sagen zu können, sind die bemerkenswerten Untersuchungen Tholeys (1980, 1981, 1985) über „Klarträume“.Google Scholar
  4. Dies gilt vor allem für Deutschland bzw. ganz Europa, weniger für Amerika (vgl. die Arbeiten von Heider, Festinger, Luchins, Cartwright und anderen; einen Überblick bietet Marrow, 1977). In Deutschland hat man eher versucht, Lewin „zu schlucken“ und vergessen zu machen, daß die eigenen Vorstellungen von ihm geprägt wurden (wesentliche Ausnahmen: Metzger und seine Schüler). Eine Änderung kündigt sich mit dem Beginn der Herausgabe einer „Kurt-Lewin-Werkausgabe“ an (seit 1981).Google Scholar
  5. In der neueren Entwicklung wird allerdings ein Wandel deutlich (vgl. Fürstenau, 1979, 1983;Lorenzer, 1970, 1973, 1914, Schülein, 1975).Google Scholar
  6. Auch für verhaltenstherapeutisch orientierte Psychologen übrigens (vgl. Skinner, 1973; Lazarus und Fay, 1977), die, obwohl ihr Ansatz im Sinne ihres Verständnisses von „lernen“ eigentlich von Anfang an ein erGoogle Scholar
  7. Fortsetzung der Fußnote von S. 223Google Scholar
  8. zieherischer war, sich doch unkritisch auf den medizinischen Krankheitsbegriff eingelassen hatten, indem sie die aus dessen Tradition erwachsenden Beschreibungen von Symptomen psychischer Störungen zum Ausgangspunkt ihrer therapeutischen Theorie- und Methodenentwicklung wählten.Google Scholar

Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1985

Authors and Affiliations

  • Hans-Jürgen Walter

There are no affiliations available

Personalised recommendations