1.0 Entwicklung der Fragestellung: Konflikte in der Bundeswehr

  • Michael Rieger
Part of the Studien zur Sozialwissenschaft book series (SZS, volume 159)

Zusammenfassung

Häufig werden Berichte über die Bundeswehr in den Medien begleitet von Bildern der in disziplinierter Phalanx marschierenden Soldaten oder aber politische Repräsentanten des Staates schreiten im Rahmen des Begrüßungsprotokolls mit ihren Gästen eine wohlgeordnete Formation Uniformierter ab. In dieser marschiert keiner aus der sprichwörtlichen Reihe, noch sind für den Außenstehenden individuelle Regungen in der lebenden Militärkulisse erkennbar. Die Gesichter der Soldaten scheinen zu Masken erstarrt. Alle gehorchen einem Kommando, warten auf die „nach besten Kräften vollständig, gewissenhaft und unverzüglich“ (Gehorsam: § 11 SG) auszuführenden Befehle ihres militärischen Führers.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. 3.
    Eindrucksvoll sind die Zahlen in den Untersuchungen von BRAND/BUSSER/RUCHT (1986), JUNGK (1983), REUBAND (1986), ROLKE (1987), ROTH (1985) oder WASMUTH (1987 a und b). 4 Darmstädter Signal“ vom 24. September 1983.Google Scholar
  2. 5.
    Zu diesem Thema sind m. E. die Arbeiten von LOCK (1989), WELLMANN (1989), KÖLLNER (1990) oder RODE (1990) richtungsweisend.Google Scholar
  3. 6.
    Zur axiomatischen Kritik dieser Überlegungen im Rahmen sozialwissenschaftlicher Forschungsansätze vgl. CICOUREL (1974, S. 18ff.).Google Scholar
  4. 7.
    BÜHLs Stoßrichtung ist vor allem gegen historisch-materialistisch argumentierende Konflikttheorien gerichtet (zum Beispiel KRYSMANSKI 1971). Allerdings ist auch hier die Frage zu stellen, welche marxistische Konflikttheorie den beschriebenen Kritizismen in der zugrundegelegten „ Reinrassigkeit“ folgt?Google Scholar
  5. 8.
    Vgl. insbesondere den Ansatz von ADORNO/JAERISCH (1968).Google Scholar
  6. 9.
    So beispielsweise bei GREIFFENHAGEN et al. (1981, S. 230).Google Scholar
  7. 10.
    Vgl. hierzu auch OEVERMANN (1986, S. 19) und REICHERTZ (1986, S. 199f.). 11 KUBLER bezieht dieses Problem lediglich auf die quantitative Forschung: „Die Zirkularität des Erkenntnisprozesses ist daher bei der quantitativen Forschung ein stets drohendes, leider methodologisch viel zu wenig beachtetes Risiko“ (zit. n. HEINZE 1987, S. 155). Demgegenüber wird in dieser Arbeit die Auffassung vertreten, daß dieses Problem generell für jede Art von Forschung zutrifft, die Empirie nicht als ein die Theorie befruchtendes, sie provozierendes Element zuläßt.Google Scholar

Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1995

Authors and Affiliations

  • Michael Rieger

There are no affiliations available

Personalised recommendations