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Zusammenfassung

Alle Reformbestrebungen, die unter den Begriffen „Arbeitsschule“, „Selbsttätigkeit“, „Pädagogik vom Kinde aus“ das Gesicht der Schule umgestalten wollen, erblicken in der Schülerfrage das wichtigste pädagogische und methodische Hilfsmittel. Wenn in Umkehr des Sachverhaltes nur der Lehrer fragt und das Kind sein Wissen hersagt, hat die kindliche Spontaneität keinen Raum für selbsttätigen Wissenserwerb; das Kind kann nicht „vom Passivum ins Aktivum übersetzt werden“ (Gaudig); der Unterricht ruht auf den Antworten weniger „guter“ Schüler oder wird zum quälenden Zwiegespräch zwischen dem Lehrer und schwächeren. So ist die Schülerfrage zum Schlagwort geworden. Dabei bleibt häufig unbeachtet, daß sie einen komplexen Begriff darstellt: Er faßt mehrere Typen zusammen, die, unterschiedlich in Richtung, Wirkung, Schwierigkeit und Schwerpunkt vom Kinde verschieden angefaßt, vom Lehrer verschieden eingeführt und gesteuert werden wollen. lch will versuchen, diese Typen kurz zu umreißen, wie sie aus der Unterrichtspraxis gewachsen sind.

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Copyright information

© Leske Verlag + Budrich GmbH, Leverkusen 1986

Authors and Affiliations

  • Wolfgang Hilligen

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