Gewerkschaftliche Orientierung ohne Orientierung an den Gewerkschaften

  • Franz Grubauer
  • Monika Mannheim-Runkel
  • Wolfram Müller
  • Marion Schick

Zusammenfassung

Wer schon einmal mit gewerkschaftlicher Jugendarbeit zu tun hatte, kennt die Frage des zuständigen Gewerkschaftssekretärs an die Jugendvertreter, wie es denn um die gewerkschaftliche Orientierung der neu eingestellten Berufsanfanger stünde. Was aber bedeutet gewerkschaftliche Orientierung über die Bereitschaft zur Mitgliedschaft, über schnell gemachte Einschätzungen, ob „Trittbrettfahrer“ oder „Kollege mit Stallgeruch“ hinaus, als Bewußtseins-und Handlungsorientierung von Jugendlichen? Und was heißt das für den Hintergrund, daß der Rechenschaftsbericht der DGB-Bundesjugendkonferenz vom November 1985 für die vergangenen drei Jahre einen Verlust von 107.000 von insgesamt 1, 1 Millionen jugendlichen Mitgliedern konstatieren mußte1, und Ilse Brusis, Mitglied des DGB-Bundesvorstandes und zuständig für die Bereiche Jugend und Gewerkschaftliche Bildung, fordert: Gewerkschaftsjugend muß sich den veränderten Anforderungen der Jugend stellen.2

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Anmerkungen

  1. 1.
    Vgl. Frankfurter Rundschau vom 13.11.1985Google Scholar
  2. 2.
    Siehe Gewerkschaftliche Monatshefte 2/1986 mit dem Schwerpunktthema Jugend und GewerkschaftenGoogle Scholar
  3. 3.
    Wir möchten an dieser Stelle insbesondere auf die Theorie gesellschaftlich formbestimmter Subjektivität verweisen, die Prof. Dr. Martin Rudolf Vogel in den letzten Jahren entwickelt hat und von der wir auch zentrale Anregungen für unser Forschungsprojekt bezogen haben. „Gesellschaftliche Subjektivitätsformen, historische Voraussetzung und theoretische Konzepte“, Frankfurt/New York 1983Google Scholar
  4. 4.
    Vgl. Gewerkschaftliche Monatshefte 3/4/1981, mit dem Schwerpunktthema Gewerkschaftliche Jugendarbeit, in dem die Einzelgewerkschaften Rechenschaftsberichte über ihre Jugendarbeit darlegen.Google Scholar
  5. 5.
    Wertewandel der Arbeit, Herausforderung für die Wirtschaft. Die Entwicklung produktiv nutzen. Aufsatz von Prof. Dr. Ernst Zander, der Mitglied des Vorstandes der Reemtsma Zigarettenfabrik GmbH Hamburg, ist. Blick durch die Wirtschaft, Jg. 29, Nr. 201 ff.Google Scholar
  6. 6.
    Peter Glotz, Jugend und Gesellschaft — die Herausforderung der achtziger Jahre, in: Gewerkschaftliche Monatshefte 6/1980, S. 365 ff.Google Scholar
  7. 7.
    Theo Pirker, Arbeiterbewegung und Arbeiterkultur, in: Gewerkschaftliche Monatshefte 11/1985, S. 677Google Scholar

Copyright information

© Leske + Budrich, Opladen 1987

Authors and Affiliations

  • Franz Grubauer
  • Monika Mannheim-Runkel
  • Wolfram Müller
  • Marion Schick

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