Betrieb und Kinderbetreuung pp 225-234 | Cite as
Projekt Erziehungs- und Erwerbsarbeit, Wolfsburg
Zusammenfassung
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Die Arbeitsverteilung in den Bereichen Kinderbetreuung, Haushalt, Einkauf und Organisation ist nach wir vor geschlechtsspezifisch strukturiert und geht eindeutig zu Lasten der Frauen.
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Die physischen und psychischen Mehrfachbelastungen der Frauen, die aus der Vereinbarung von Erwerbs-, Erziehungs- und Hausarbeit entstehen, sind enorm. Eigene Freiräume finden kaum Platz im engen Zeitbudget.
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Die Selbstkritik am eigenen Rollenverhalten macht deutlich, daß es den Frauen schwer fällt, Arbeit z.B. an den Partner abzugeben.
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Kinderbetreuung ist nach wie vor Frauensache. Großmütter haben an der Kinderbetreuung einen zeitlich größeren Anteil als die Väter/Partner. Deren Einsatz beschränkt sich überwiegend auf das Wochenende.
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Kinderbetreuung für Kleinstkinder wird aus finanziellen Gründen, aber auch aus Informationsdefiziten heraus, weitgehend von der Betroffenen selbst und nicht durch die Inanspruchnahme externer Angebote (z.B. Tagesmutter) gewährleistet.
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Trotz hinreichender öffentlicher Betreuungsmöglichkeiten in Wolfsburg fehlen altersspezifische Kinderbetreuungsangebote, die auf die individuellen, oft flexiblen Bedarfe der Betroffenen ausgerichtet sind. Qualifizierte Informations- und Beratungsleistungen werden vermißt.
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