Duette vom Halensee

  • Manfred Sack

Zusammenfassung

Man hört den Satz oft, man kann ihn auch lesen, sobald von den Gebäuden die Rede ist, die sie gebaut haben: „Es hat Spaß gemacht.“ Es sagen ihn nun aber nicht nur die beiden Architekten, welche, den Erfolg endlich in Beton getürmt vor Augen, alle die Leiden vergessen und nur noch die Lüste bewahrt haben wollen, sondern es gebrauchen ihn da capo ja alle, die etwas damit zu tun gehabt haben. In einer kleinen Anmerkung zum Institut für Hygiene und medizinische Mikrobiologie, das sie der Freien Universität Berlin am Hindenburgdamm in Lichterfelde entworfen haben, beschwören sie ausdrücklich die „glücklichen Gründe“, die das Projekt in der langen, viel zu langen Entstehungszeit von zehn Jahren unbeschädigt gelassen hätten, und schreiben freudestrahlend, man sieht es fast: „Von Beginn an und in steigendem Maße wurde dem Entwurf trotz seiner Schwierigkeiten Sympathie entgegengebracht“, und zwar „von den Unternehmern“, doch „nicht zuletzt von den türkischen Beton-schalern“, denn ihnen habe es „Spaß gemacht..., ihre handwerkliche Kunst beweisen zu können“. Nicht genug: „Wenn manchmal, natürlich aus Kostengründen, hart gerungen werden mußte, so schaffte es Sympathie.“ Die hatte wiederum zur Folge, „daß Kompromisse zu guten Lösungen führten“. Und „der Kostenrahmen, man wird es kaum glauben, wurde eingehalten“. Man hat das Gefühl, die beiden Architekten erlaubten sich hier selber ein bißchen, darüber zu staunen.

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© Bertelsmann Fachzeitschriften GmbH/Friedr. Vieweg & Sohn Verlagsgesellschaft mbH, Berlin/Braunschweig 1981

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  • Manfred Sack

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