Die Gestaltungsprinzipien von Managementanreizsystemen
Zusammenfassung
Die bisherige Diskussion dieser Arbeit soll im folgenden Kapitel zu einem Katalog von Gestaltungsprinzipien für MAS verdichtet werden. Ziel ist es hierbei, prinzipielle Gestaltungsmöglichkeiten darzustellen, die eine Erhöhung der Effizienz von Managementanreizsystemen versprechen. Die hier zu diskutierenden Prinzipien wurden bereits in den vorangehenden Abschnitten formuliert. Sie sollen sicherstellen, daß ein Managementanreizsystem seine Funktionen erfüllen kann. Die Prinzipien sollen hier im Zusammenhang präsentiert und eingehender untersucht werden. Damit wird die Basis für die empirische Analyse des zweiten Teils dieser Arbeit geschaffen, in welchem untersucht werden soll, inwieweit sich praktizierte Anreizsysteme durch die hier zu beschreibenden Prinzipien charakterisieren lassen.
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Literatur
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- 684.Im folgenden soll dennoch weiter von einem “Vergleichsportfolio” gesprochen werden, obwohl gerade gezeigt wurde, daß auch Maße zur Relativierung benutzt werden können, die inhaltlich nicht mit dem Leistungsindikator des zu bewertenden Managers identisch sind. Diese sprachliche Regelung wird nur gewählt, um umständliche Formulierungen zu vermeiden.Google Scholar
- 685.Vgl. Lazear (1989). “Sabotage” muß hier nicht unbedingt wörtlich als Zerstörungshandlung genommen werden. Schon die Zurückhaltung von Informationen, die einem anderen Geschäftsbereich nützlich sein könnten, mag als Beispiel dienen.Google Scholar
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- 689.Diese Kosten werden von Milgrom ( 1988, S. 43) entsprechend als “influence costs” bezeichnet.Google Scholar
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- 699.Siehe hierzu die Ausführungen in Abschnitt 1.5.2.Google Scholar
- 700.Vgl. Abschnitt 1.4.1. zur Wirtschaftlichkeit von Anreizsystemen.Google Scholar
- 702.Zur Abgrenzung des relevanten Marktes siehe 1.2.1..Google Scholar
- 703.Im Sinne der Principal-Agent-Theorie kann die Marktvergütung als diejenige Vergütung angesehen werden, aufgrund derer der Manager seinen Reservationsnutzen bestimmt. Läßt sich durch die angebotene Vergütung dieser Reservationsnutzen nicht erreichen, dann tritt der betreffende Manager nicht in das Unternehmen ein. Vgl. Finkelstein/Hambrick (1988), S. 546 und zur formalen Darstellung z.B. Rees (1985).Google Scholar
- 704.Finkelstein/Hambrick (1988), S. 546.Google Scholar
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- 706.Kienbaum (1994), S. 10.Google Scholar
- 707.Kienbaum (1994), S. 16. Brancheneffekte werden jedoch durch andere Einflußfaktoren deutlich dominiert. Vgl. Kienbaum (1994), S. 15.Google Scholar
- 710.Das Anbieten des 2. Vertrages lohnt sich immer. Hiervon überzeugt man sich durch Berechnung des Erwartungswertes des Residualeinkommens unter Vertrag I, wenn die Managerpopulation nur aus guten Managern besteht. Denn in diesem Fall beträgt das erwartete Residualeinkommen aus Vertrag 1 -a+b/2b2/2. Dies ist geringer als das erwartete Residualeinkommen aus Vertrag 2.Google Scholar
- 714.Zur Behandlung von Verrechnungspreisen unter Berücksichtigung von Anreiz-und Fairneßeffekten siehe z.B. Eccles (1985).Google Scholar
- 715.Vgl. hierzu und im folgenden Schreyögg (1988), S. 155 ff.Google Scholar
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- 719.Zur dominierenden Bedeutung des Gewinnes zur Festlegung der variablen Entlohnung siehe z.B. Kienbaum (1994), S. 35.Google Scholar
- 720.Die dominierende Verwendung des Gewinnes als Beteiligungsbasis dürfte u.a. auch auf die gesetzliche Regelung des §86 AktG zurückzuführen sein. Zwar handelt es sich lediglich um eine Kannbestimmung, die nicht zwingend vorgeschrieben ist, jedoch dürfte diese Bestimmung durchaus zu der weiten Verbreitung beigetragen haben.Google Scholar
- 721.Kandel/Lazear (1992).Google Scholar
- 727.Siehe z.B. tazear/Rosen (1981).Google Scholar
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- 733.Dies kann z.B. für Firmenwagen der Fall sein. Siehe Wolf (1993).Google Scholar
- 734.Wagner/Grawert/Langemeyer (1992), S. 255.Google Scholar
- 735.Daher wird auch oft von “rank order tournaments” gesprochen, da es nur auf die Plazierung ankommt. Siehe z B Lazear/Rosen (1981).Google Scholar
- 736.Dabei kann der Prestigegewinn einer Beförderung einen erheblichen Anteil an deren Nutzen haben. Vgl. Main/O’Reilly/Wade (1993), S. 624. Der aus dem Prestigegewinn resultierende Anreizeffekt ist aus Sicht des Unternehmens zudem kostenlos.Google Scholar
- 737.Vgl. Rosen (1986), S. 714.Google Scholar
- 738.Der Grund für die Verwendung identischer Indikatoren wird unten noch zu erläutern sein.Google Scholar
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- 744.Für eine eingehendere Analyse siehe lazear/Rosen (1981), S. 850 ff.Google Scholar
- 745.Inhaltlich bedeutet dies, daß die Varianz der Leistungsmessung bei jedem Beteiligten steigt, da das Ergebnis der Leistungsbewertung von den Varianzen der Leistungsbewertungen aller abhängt. Vgl. Green/Stokey (1983), S. 363.Google Scholar
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- 769.So z.B. der Vorschlag von Bhattacharya/Guasch (1988), jeden Kandidaten an den “schlechtesten” Teilnehmern des Tournaments zu messen. Dies würde in einem Unternehmenskontext bedeuten, Personen mit völlig unterschiedlichen Aufgaben zu vergleichen.Google Scholar
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- 774.Schon eine einzige Berufung einer externen Führungskraft könnte bei begrenztem Zeithorizont der bereits im Unternehmen beschäftigten Führungskräfte dazu führen, daß deren subjektiv wahrgenommene Beförderungswahrscheinlichkeit auf Null sinkt. Der Beförderungsanreiz würde somit erlöschen.Google Scholar
- 775.Als Vergleich mag hier die Praxis von US-amerikanischen Partnerships dienen, bei der die Berufung eines Kandidaten in den Status eines Partners auch nicht unmittelbar von der Berufung anderer Kandidaten abhängt. Die Anzahl der Partner ist damit variabel.Google Scholar
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- 779.Dieser Gedanke geht auf die Equitytheorie zurück. Vgl. 1.3.1..Google Scholar