Neue Anforderungen an die Kreditwürdigkeitsprüfung und ihre Bedeutung für das Wertmanagement der Banken

  • Sigrid Kletzing
  • Heiko Schulze

Zusammenfassung

Das Bemühen um eine möglichst treffsichere Einschätzung der Kreditwürdigkeit ist so alt wie die Vergabe von Krediten. Der Zweck der Kreditwürdigkeitsprüfung „...besteht darin, zu ermitteln, ob der Kreditnehmer in der Lage sein wird, die Zins-und Tilgungszahlungen für den gewünschten Kredit zu den vorgesehenen Terminen in voller Höhe zu erbringen“241. Die Kreditwürdigkeit beruht dabei auf einer wirtschaftlichen Komponente, welche die Leistungsfähigkeit des Kreditnehmers bestimmt, sowie auf einer persönlichen Komponente, welche die Leistungsbereitschaft und indirekt auch die Leistungsfähigkeit bestimmt (so z.B. das Management eines Unternehmens). Über die konkreten Merkmale beider Komponenten und über Verfahren zu ihrer Bestimmung gibt es zahlreiche Abhandlungen und auch umfangreiche praktische Erfahrungen. Trotzdem gibt es in der Praxis der Kreditwürdigkeitsprüfung immer wieder Misserfolge und Rückschläge für das Kreditgeschäft, die darauf beruhen, dass jede Einschätzung einen Blick in die Zukunft darstellt und deshalb immer mit einer gewissen Unsicherheit behaftet ist. Deshalb gilt das Bemühen nach wie vor, eine möglichst treffsichere Aussage zu machen und gleichzeitig auch den Arbeitsaufwand dafür in vertretbarer Höhe zu halten. Schließlich stellt sich die Frage nach der Kreditwürdigkeit nicht nur vor einer Kreditvergabe, sondern auch im Prozess der laufenden Kreditüberwachung und ist für ein bestimmtes Kreditvolumen in § 18 KWG verankert.

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Copyright information

© Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2005

Authors and Affiliations

  • Sigrid Kletzing
  • Heiko Schulze

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