Mathematik in der Politischen Verwaltung

  • Hermann Schunck

Zusammenfassung

In modernen Industriestaaten mit erheblichen wohlfahrtsstaatlichen Komponenten entwickelt sich mit fast gesetzmäßiger Periodizität eine Finanzierungslücke öffentlicher Sozialsysteme. Die Ansprüche breiter Bevölkerungsschichten an Versorgung, Vorsorge und Übernahme privater wie allgemeiner Lebensrisiken durch die Gemeinschaft wachsen offenbar schneller als die Finanzierungsmöglichkeiten der Sozialsysteme und die Finanzierungsbereitschaft durch die Gemeinschaft. In den meisten ländern Westeuropas hat zudem die Parteiendemokratie Schwierigkeiten, mit dieser Lücke von Anspruch und Leistungsmöglichkeit umzugehen. Sind doch die Parteien in Wahlen periodisch auf Zustimmung eben der Leistungsempfänger angewiesen, deren Anspruchshaltung sie folgerichtig eher verstärken als dämpfen. Langfristig wird das beschriebene Problem im Übrigen durch die demographische Struktur unserer Gesellschaft dramatisch verschärft.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. W.-D. Narr, C. Offe: Wohlfahrtsstaat und Massenloyalität, Köln 1975Google Scholar
  2. D. E. Stokes: Pasteur’s Quadrant, Basic Science and Technological Innovation, Washington 1997Google Scholar
  3. K.-H. Hoffmann u. a. (Hrsg.): Mathematik, Schlüsseltechnologie für die Zukunft, Verbundprojekte zwischen Universität und Industrie, Berlin 1997Google Scholar
  4. W. Jäger, H.-J. Krebs: Mathematics — Key Technologies for the Future, Berlin 2003Google Scholar
  5. Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung: Globale Umweltveränderungen (Hrsg.), Welt im Wandel: Strategien zur Bewältigung globaler Umweltrisiken, Jahresgutachten 1998, Berlin 1999.Google Scholar
  6. R. Borndörfer, M. Grötschel, A. Löbel: Optimization of Transportation Systems, in: ACTA Forum Engelberg 1998Google Scholar
  7. G. Stein, H.-F. Wagner (Hrsg.): Das IKARUS-Projekt: Klimaschutz in Deutschland, Strategien für 2000–2020, Berlin Heidelberg 1999Google Scholar
  8. G. Orcutt, J. Merz, H. Quinke (Hrsg.): Microanalytical Simulationsmodels to Support Social and Financial Policy, Amsterdam 1986Google Scholar
  9. Kommission zur Verbesserung der informationellen Infrastruktur zwischen Wissenschaft und Politik (Hrsg.): Wege zu einer besseren informationeIlen Infrastruktur, Baden-Baden 2001Google Scholar

Copyright information

© Friedr. Vieweg & Sohn Verlag/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2003

Authors and Affiliations

  • Hermann Schunck

There are no affiliations available

Personalised recommendations