Zusammenfassung

Versucht man, Leben vereinfachend als die Daseinsform eines organischen Geschöpfes zu beschreiben, so kann diese Daseinsform bei jedem Lebewesen durch eine Reihe von Faktoren gekennzeichnet werden, die allem Leben eigen zu sein scheint. Zu nennen sind beispielsweise Wachstum und Entwicklung — verbunden mit der Fähigkeit zur Differenzierung und Integration der organischen Ereignisse und Prozesse -, Tendenz und Fähigkeit zur Selbsterhsltung, Interaktion mit der Außenwelt, Anpassung etc.1)

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Literatur

  1. 1).
    vgl. Lersch 1970, S. 18 ffGoogle Scholar
  2. 2).
    vgl. Heckhausen 1980, S. 147; Beim menschlichen Organismus ist das Verlangen nach Reizen durch Versuche belegt worden, indem Versuchspersonen zunächst von Reizen völlig abgeschirmt wurden, vgl. Bexton, Heron und Scott 1954, S. 70 ff; Heron, Doune und Scott 1956, S. 13 ff; Lilly 1956, S. 1 ff; Karsten 1929, S. 127 ff sowie Vroom 1967, S. 30 ffGoogle Scholar
  3. 3).
    vgl. zur physischen und/oder psychischen Energieabfuhr z.B. Hofstätter 1963, S. 86; Vroom 1967, S. 30 ff; Rosenstiel 1975, S. 121Google Scholar
  4. 1).
    vgl. Schwemmer 1983, S. 117Google Scholar
  5. 2).
    Es soll an dieser Stelle im Vorgriff auf weitere Ausführungen der hier häufig genannte Terminus des Informationsverarbeitunosprozesses vermieden werden.Google Scholar
  6. 3).
    Bereits die Reizerfassung und -interpretation ist ihrem Charakter nach reaktiv. Unter Reaktion wird im weiteren die auf den Vermittlungsprozeß folgende “Anschluß”-Reaktion verstanden.Google Scholar
  7. 1).
    Es sollen in dieser Arbeit Unterschiede in begrifflichen Fassungen von Psyche, Seele und Geist vernachlässigt werden, wie sie zwischen, aber auch innerhalb der verschiedensten Wissenschaftszweige immer wieder neu akzentuiert werden. Die Setzung begrifflicher Identität und der synonyme Gebrauch dieser Termini erscheint für die Zwecke der vorliegenden Arbeit legitim, da sich eine mangelnde Trennschärfe nicht negativ auswirkt; vgl. zur Gleichsetzuno dieser Begriffe beispielsweise auch Graumann 1974, S. 86.Google Scholar
  8. 2).
    vgl. Lersch 1970, S. 612 ff; er nennt sie auch “bewußtlosunbewußte” Vorgänge.Google Scholar
  9. 3).
    In diesem Zusammenhang wird in der Literatur ein Phänomen beschrieben, das u.a. auch als Leib-Seele-Problematik bezeichnet wird, welches sich auf das grundsätzliche Verhältnis zwischen physischer und psychischer Vorgänge bezieht; vgl. Hierzu Kap. 2.3.1.1.Google Scholar
  10. 1).
    vgl. zu unterschiedlichen Prozessen und Inhalten des Unbewußten bzw. des Unterbewußtseins Lersch 1970, S. 594 f und S. 604 ff.Google Scholar
  11. 2).
    Die Begriffe des Unbewußten und des Unterbewußten werden in dieser Arbeit synonym verwendet, unbeachtet einer vereinzelten Trennung in der Literatur.Google Scholar
  12. 1).
    Lersch 1970, S. 103 ff und S. 121 ffGoogle Scholar
  13. 3).
    Lersch 1970, S. 33; Lersch distanziert sich damit von Klages, der Leben und Erleben gleichsetzt.Google Scholar
  14. 4).
    ebenda, S. 28Google Scholar
  15. 1).
    Dorsch 1970, S. 115; ähnlich Hehlmann (1968, S. 132), der unter Erleben “das Haben von Bewußtseinsinhalten” versteht.Google Scholar
  16. 2).
    zit. bei Hehlmann 1968, S. 132Google Scholar
  17. 3).
    Hoffmeister 1955, S. 214Google Scholar
  18. 4).
    vgl. ebenda, S. 214Google Scholar
  19. 1).
    vgl. hierzu Abschnitt 2.2.2.1.1. Der Begriff der Konation ist eine, auf angelsächsische Anregungen — insbesondere McDougall — zurückgehende, Bezeichnung für Triebe, Antriebe oder Strebungen; vgl. Hehlmann 1962, S. 262. Im Antriebs-(Konations-)erlebnis selbst können die Antriebsenergien und die Antriebsursachen (Bedürfnisse) als homogener Bedeutungsgehalt oder auch getrennt erlebt werden. In der Literatur wurde in diesem Zusammenhang der “Kunstbegriff” bzw. das “hypothetische Konstrukt” (Heckhausen 1980, S. 28) der Motivation durch die Behavioristen eingeführt, zur Erklärung der Antriebsmechanismen des beobachtbaren Verhaltens (vgl. z.B. Heckhausen 1980, S. 23 ff; Lückert 1972, S. 116 ff; Rohracher 1971, S. 502 ff; Oerter 1973, S. 96 ff). Dabei wird in aller Regel unter dem Phänomen der Motivation der gesamte Prozeß vom Entstehen des Antriebsgrundes über die Aktivierung und Aufrechterhalten von Antriebsenergien bis hin zum (beobachtbaren) gerichteten Verhalten analysiert. Da eine derartige differenzierte, dynamische Betrachtung des Motivationsprozesses im Rahmen dieser Arbeit nicht möglich ist, sondern nur phänomenologische Aspekte menschlicher Antriebe herausgearbeitet werden sollen, erscheint es, um begriffliche Irritationen auszuschließen, vorteilhafter, auf die Verwendung des Motivationsbegriffes zu verzichten und und den der Konation oder des Antriebes zu gebrauchen. Auf das Motivationsphänomen wird in Abschnitt 2.2.2.1.1 noch einmal eingegangen.Google Scholar
  20. 2).
    vgl. hierzu Abschnitt 2.2.2.1.2. Die Begriffe des Gefühls und der Emotion sollen hier zunächst noch — vorbehaltlich einer Differenzierung im Abschnitt 2.2.2.1.2. — synonym verwendet werden.Google Scholar
  21. 3).
    vgl. hierzu Abschnitt 2.2.2.2. Unter Kognitionen werden eine ganze Reihe unterschiedlicher Prozesse subsummiert (vgl. Mandl und Huber 1983, S. 3 oder Spies und Hesse 1986, S. 76), die es dem Menschen ermöglichen, Einsicht in die Gegebenheiten (Forts S. 71) (FN 3), Forts, v. S. 70) und Geschehnisse seiner vergangenen, gegenwärtigen und künftigen Binnen- und Außenwelt zu nehmen. Am Grundmodell der Informationsverarbeitung angelehnt sind als wesentliche kognitive Prozesse zu nennen bei der Eingabe → Wahrnehmung der Verarbeitung → Vorstellung, Denken, Problemlösen der Ein/Ausspeicherung → Lernen, Behalten, Erinnern der Ausgabe → Sprechen. Daneben werden auch die Phänomene der Aufmerksamkeit und des Aufmerkens (Apperzeption) dem kognitionalen Bereich zugerechnet. Die Betrachtung kognitiver Vorgänge als Prozesse der Informationsverarbeitung ist insbesondere auf starke Einflüsse anderer Wissenschaftsdisziplinen (Informationstheorie, Kybernetik) zurückzuführen. In deren Folge wurden die Wirkungen antriebsbezogener Prozesse weitgehend, die der gefühlsbezogenen Prozesse völlig ausgeklammert.Google Scholar
  22. 1).
    vgl. Scherer 1981, S. 306; vgl. zur Dreiteilung des Seelischen bei Piaton beispielsweise Störig 1962, S. 186 fGoogle Scholar
  23. 2).
    vgl. Rehmke und Schneider 1983, S. 191Google Scholar
  24. 3).
    vgl. Traxel 1983, S. 13Google Scholar
  25. 4).
    vgl. ebenda, S. 13Google Scholar
  26. 5).
    vgl. zur phänomenologischen Trennung in Strebungen (Antriebe) und Wollen, Abschnitt 2.2.2.3.3.5.3.Google Scholar
  27. 6).
    vgl. Rehmke und Schneider 1983, S. 191Google Scholar
  28. 1).
    vgl. zu einem kurzen Überblick über historische Stellungnahmen zum menschlichen Wollen Kap. 2.2.2.3.3.5.3.Google Scholar
  29. 2).
    vgl. Wundt 1908, 1920Google Scholar
  30. 3).
    vgl. Arnold 1971, Sp. 778Google Scholar
  31. 4).
    Dember 1974, S. 161 ff 5 Oerter 1983, S. 282Google Scholar
  32. 6).
    vgl. Scherer 1981, S. 306Google Scholar
  33. 7).
    ebenda, S. 306Google Scholar
  34. 8).
    Oerter 1983, S. 282Google Scholar
  35. 1).
    vgl. z.B. Atkinson 1964; Heckhausen 1977, 1980, 1989; Weiner 1972, 1974, 1980Google Scholar
  36. 2).
    vgl. Kuhl 1983, S. 1Google Scholar
  37. 3).
    vgl. Scherer 1981, S. 305Google Scholar
  38. 1).
    vgl. Scherer 1981, S. 306Google Scholar
  39. 2).
    Izard (vgl. 1981, S. 19) unterstreicht in diesem Zusammenhang die wissenschaftliche Etablierung der Emotionsforschung.Google Scholar
  40. 3).
    Mowrer 1960, S. 308Google Scholar
  41. 4).
    vgl. Solomon 1980, S. 262Google Scholar
  42. 5).
    vgl. Frijda 1986, S. 473Google Scholar
  43. 1).
    vgl. Lersch 1970Google Scholar
  44. 1).
    vgl. Heckhausen 1980, S. 67Google Scholar
  45. 2).
    Hofstätter 1963, S. 115Google Scholar
  46. 3).
    vgl. beispielsweise Lersch 1970, S. 125 ff und S. 226 ffGoogle Scholar
  47. 1).
    Lersch 1970, S. 229Google Scholar
  48. 2).
    vgl. zum Problem der Integration seelischer Prozesse Kuhl 1983 a, S. 23Google Scholar
  49. 1).
    vgl. Heckhausen 1980, S. 90 ffGoogle Scholar
  50. 2).
    ebenda, S. 90Google Scholar
  51. 3).
    ebenda, S. 90; die wörtliche Übernahme des Lersch-Zitates durch Heckhausen ist durch Unterstreichung kenntlich gemacht.Google Scholar
  52. 1).
    Lersch 1951, S. 34; 1961, S. 41; 1970, S. 60Google Scholar
  53. 2).
    ebenda 1970, S. 60Google Scholar
  54. 3).
    vgl. ebenda, beispielsweise S. 22 ff, S. 28 ff, S. 42 ff, S. 251 ff, S. 347 ffGoogle Scholar
  55. 4).
    ebenda, S. 25Google Scholar
  56. 5).
    vgl. ebenda, S. 42 fGoogle Scholar
  57. 6).
    vgl. ebenda, S. 43 fGoogle Scholar
  58. 1).
    vgl. Lersch 1970, S. 460Google Scholar
  59. 2).
    ebenda, S. 206Google Scholar
  60. 3).
    ebenda, S. 212Google Scholar
  61. 4).
    ebenda, S. 37 fGoogle Scholar
  62. 1).
    Lersch 1970, S. 38Google Scholar
  63. 2).
    vgl. zur Stellung der Gefühlsregungen (Anmutungserlebnisse) in der Gesamtkonzeption von Lersch z.B. S. 28 ff, S. 495 ff; zu ihrer Beschreibung S. 215 – 301Google Scholar
  64. 3).
    vgl. zu dieser Kritik an Heckhausen beispielsweise Kuhl 1983 a, S. 2Google Scholar
  65. 4).
    Eine terminologische Trennung von Gefühlen und Emotionen erfolgt in Kap. 2.2.2.1.2.Google Scholar
  66. 5).
    vgl. Izard 1979, S. 167 sowie 1981, S. 17; Tomkins 1962 und 1963Google Scholar
  67. 6).
    vgl. Lersch 1970, S. 347 – 494Google Scholar
  68. 7).
    vgl. ebenda, S. 386 f, S. 481 ffGoogle Scholar
  69. 8).
    vgl. weiterhin die Ausführungen zur Integration menschlichen Erlebens S. 28 ff und 497 ff und 530 ffGoogle Scholar
  70. 1).
    vgl. hierzu Lersch 1970, S. 28 ffGoogle Scholar
  71. 2).
    Der Beginn dieses schematisch dargestellten Kreislaufes muß nicht notwendigerweise bei der Bedürfniswahrnehmung liegen. Eine vom Tier bemerkte, attraktive Beute kann die “Frage” nach einem vorliegenden “Hungergefühl” aufwerfen und damit den beschriebenen Kreislauf in Gang setzen.Google Scholar
  72. 3).
    vgl. Lersch 1970, S. 32; vgl. im folgenden ab S. 28 ffGoogle Scholar
  73. 1).
    entnommen aus Lersch 1970, S. 31Google Scholar
  74. 2).
    Wenn Lersch von der Strebungsthematik ausgehend den Funktionskreis des Erlebens beschreibt, so ist einsichtig, daß der diesen Zyklus initiierende Auslöser auch in der Umwelt liegen kann. Aus der Umwelt kommende Reize werden im Spiegel einer aktualisierten Bedürfnislage bewertet, wodurch Folgeaktivitäten ausgelöst werden.Google Scholar
  75. 1).
    vgl. Lersch 1970, S. 99 ff. Er sieht seine Arbeit damit in der Fortführung der Erkenntnisse von psychoanalytischen, hirnphysiologischen und philosophischen Ansätzen (vgl. zum Weiteren ebenda, S. 99 ff). Die Trennung des Unbewußten vom Bewußten durch Freud (vgl. z.B. Freud 1941, S. 230 ff) führte zu einer Ausdifferenzierung des Seelischen in das Es, welches im Unterbewußten agiert und das Ich, welches nur einige wenige Regungen ins Bewußtsein hebt, die den allgemeinen Normen darüber entsprechen, was gut, schicklich und erlaubt ist. Beide Schichten werden überlagert vom Über-Ich, dem Insgesamt der Normen. Seitens der Hirnforschung wurde die Theorie entwickelt, daß unterschiedliche Hirnbereiche in unterschiedlichem Maße die seelischen Funktionen steuern. So wurde dem entwicklungsgeschichtlich älteren Teil des Gehirns — dem Stamm- oder Althirn -insbesondere eine Beteiligung an Antriebs- und Gefühlsprozessen zugeschrieben. Man sprach hier auch von der Konstituierung der Tiefenperson. Dem Großhirn (bzw. der Großhirnrinde = Cortex), auch Neuhirn genannt, wurde eine Steuerung kognitiver Prozesse zugeschrieben, weshalb man auch von der Kortikal- oder. Rindenperson (vgl. Kraus 1919, zitiert bei Arnold 1971, Sp. 352) sprach (vgl. zur Aufgabenverteilung des Gehirns auch Lausch 1974, S. 92 ff; Grünewald 1971, S. 116 ff oder Popper und Eccles 1984, S. 283 ff. Die philosophische Ontologie schließlich vertrat ebenfalls die These, daß stufenartige Schichtung ein kontinuierliches Gesetz der gesamten Wirklichkeit ist, wobei in aller Regel die einzelnen Stufen wesensmäßig voneinander abhebbar sind, aber gleichzeitig in wechselseitiger Abhängigkeit stehen (vgl. auch Hartmann 1933, S. 552).Google Scholar
  76. 2).
    vgl. Lersch 1970, S. 102 fGoogle Scholar
  77. 1).
    erheblich vereinfachte Darstellung der Abbildung 13 von Lersch 1970, S. 498Google Scholar
  78. 2).
    vgl. im folgenden ebenda, S. 103 ffGoogle Scholar
  79. 3).
    Damit verbundene Begleitprozesse körperlicher Zuständlichkeit, wie Gefühle der Mattigkeit und Freude, des Schmerzes bei Verletzungen, des Hungers und Durstes etc., treten hingegen in die Wachheit des Erlebens, vgl. ebenda, S. 118 fGoogle Scholar
  80. 1).
    Lersch 1970, S. 217Google Scholar
  81. 2).
    Es wird noch zu zeigen sein, daß sich die Strebungen und Gefühle des Menschen zwar einer bewußten Steuerung in hohem Maße entziehen, nichtsdestoweniger aber beim Überschreiten einer bestimmten Intensitätsschwelle im Bewußtsein erlebt werden können.Google Scholar
  82. 3).
    Lersch 1970, S. 104Google Scholar
  83. 4).
    vgl. ebenda, S. 495Google Scholar
  84. 5).
    ebenda, S. 495Google Scholar
  85. 1).
    vgl. Lersch 1970, S. 495 ffGoogle Scholar
  86. 2).
    ebenda, S. 495 f; Unterstreichungen statt Kursivschrift durch den VerfasserGoogle Scholar
  87. 3).
    ebenda, S. 496 fGoogle Scholar
  88. 1).
    Lersch 1970, S. 497Google Scholar
  89. 2).
    vgl. ebenda, S. 499Google Scholar
  90. 1).
    Vgl. zu den kognitiven Vorgängen bei Lersch (1970) insbesondere den 3. Abschnitt (S. 347 ff) über den Außenbereich des Erlebens und den 4. Abschnitt (S. 495 ff) über den personellen Oberbau.Google Scholar
  91. 2).
    vgl. insbesondere die Ausführungen zur integrativen Verflechtung der Erlebensprozesse (S. 498 ff und S. 530 ff)Google Scholar
  92. 3).
    vgl. beispielsweise die Ausführungen über das Streben nach wissender Teilhabe (S. 193 ff)Google Scholar
  93. 4).
    vgl. beispielsweise die Ausführungen über die Gefühlsregungen der wissenden Teilhabe (S. 271 f)Google Scholar
  94. 5).
    Wenn Lersch (S. 216) beispielsweise Anmutungsqualitäten (Gefühlserlebnisse) als Bewertungsqualitäten des im Spiegel der Strebungen Vorgefundenen illustriert, so bezieht er sich hierbei auf Bewertungen des in der Umwelt Bemerkten. Hierauf basiert auch seine Gesamtkonzeption, vgl. hierzu die Ausführungen auf S. 28 ff, 347 ff und 459 ff sowie die Abbildungen 1 und 13 auf den Seiten 31 und 498. Insbesondere bei der Beschreibung der “Welt” (als “Außenbereich des Erlebens”), auf die sich menschliches Streben erstreckt (S. 349), wird deutlich, daß er die Umwelt meint und hierdurch die Binnenwelt des Menschen abblendet. Damit wird im Aufbau der Konzeption vernachlässigt, daß sich die Strebungen des Menschen (ebenso wie die rückkoppelnden Anmutungserlebnisse) auch auf binnenweltliches Geschehen beziehen können, beispielsweise auf das Streben des Menschen, über die Lösung eines Problems nachzusinnen. Daß Lersch den binnenweltli chen Aspekt nicht in seinen konzeptionellen Aufbau einbindet, ist umso verwunderlicher,. (Forts. S. 94) (Forts. FN 5, S. 93) als er doch der Fähigkeit des Menschen zur erkennenden Anteilnahme an seinem Dasein erhebliches Augenmerk widmet. Darüber hinaus finden einige Bereiche der Antriebs- und Gefühlserlebnisse des endothymen Grundes in dieser Fähigkeit des Menschen ihre Begründung, bsw. die “Strebungen und Gefühlsregungen der wissenden Teilhabe” (S. 193 ff und S. 271 f), auf die in dieser Arbeit im Abschnitt 2.2.2.1. exemplarisch eingegangen wird. Da Lersch im 5. Abschnitt seines Buches auf die Interdependenzen zwischen den Prozessen des endothymen Grundes und den kognitiven Funktionen des Denkens und Wollens nur relativ knapp (S. 530 – 530) eingeht, darf dies als kleiner Nachteil einer ansonsten brillianten Konzeption angesehen werden. Die Komplexität seelischen Lebens fordert auch bei Lersch ihren Preis.Google Scholar
  95. 1).
    Es wurde bereits angedeutet, daß in dieser Arbeit von einem engen, inneren Zusammenhang zwischen den Antriebs- und Cefühls-/bzw. Emotionsprozessen ausgegangen wird. Vor dem Hintergrund tendentiell dauerhafter Gefühlszustände aktiviert das Erleben einer Mangelsituation den Drang des Menschen, die Bedürftigkeit zu überwinden. Da zumindest das minderbewußte Mangelerleben selbst wiederum durch emotionale Prozesse ausgelöst wird, die auch gleichzeitig die Richtung der Strebungen signalisieren, die zur Beseitigung des Mangels erforderlich sind, erscheint es als legitim, hier auch von endothymen Strebungen zu sprechen. Diese sollen zunächst in Gegensatz zu den kognitiven Strebungen gesetzt werden, deren Merkmal ist, daß die zugrunde liegende Mangelsituation und die Möglichkeiten zu ihrer Überwindung einsichtig erkannt werden.Google Scholar
  96. 2).
    Ähnlich, wie vorstehend Strebungen in den emotionalen Vorgängen begründet wurden, wird in dieser Arbeit auch der Zusammenhang belegt, daß die emotionalen/gefühlgsbezogenen Prozesse als unmittelbare Folge der menschlichen Strebungen angesehen werden müssen. Das, was emotional bewertet (und erfaßt) wird, erfolgt immer im Spiegel der jeweils vorliegenden Strebung(en). Entsprechend kann bei den emotionalen Bewertungsprozessen auch von endothymer Bewertung gesprochen werden, die zunächst in Gegensatz zur einsichtsvollen, kognitiven Bewertung gebracht wird.Google Scholar
  97. 1).
    Im weiteren ist insoweit eine wesentliche erneute Einschränkung der Arbeit dahingehend vorzunehmen, daß sich der Ansatz insbesondere auf die Erlebensprozesse konzentriert und die außenweltgerichteten Handlungsprozesse und ihre Wechselwirkungen mit den Erlebensprozessen nicht weiter verfolgt. Dies steht in Übereinstimmung mit einer früher gemachten Einschränkung, indem die Wirkungen unterschiedlichster Umweltreize auf die vielfältigen Erlebensprozesse ausgeklammert wurden. Handeln setzt immer eine spezifische Umwelt voraus, in die der Mensch mit spezifischen Fähigkeiten und Fertigkeiten — in einer bestimmten Erlebenssituation — eingreifen will (vgl. Lanterman 1983 a, S. 250). Ebenso wie es unmöglich war, situative Reizeinwirkungen der Umwelt in den Erlebensprozessen systematisch zu erfassen, ebenso unmöglich ist es im Rahmen dieser Arbeit, alternative Handlungssituationen zu entwerfen.Google Scholar
  98. 1).
    vgl. zu einzelnen Motivationstheorien beispielsweise Heckhausen 1980, S. 47 ff oder Todt 1977, S. 23 ff, Popp 1983, S. 142 ff; zu den Emotions-/Gefühlstheorien beispielsweise Kuhl 1983 a, S. 3 ff; Großart 1961, S. 13 ff; Popp 1983, S. 131 ff; Rapaport 1977, S. 45 ffGoogle Scholar
  99. 2).
    vgl. Tiburtius 1914, S. 15Google Scholar
  100. 3).
    vgl. z.B. Hartfiel 1976, S. 62; Tiburtius 1914, S. 8; Dorsch 1976, S. 71 oder Staehle 1980, S. 172; Mellerowicz (1976, S. 250) und Keßler (1976, S. 34) sehen in den Bedürfnissen “innere Ziele” des Menschen.Google Scholar
  101. 1).
    Dehlhees 1975, S. 17Google Scholar
  102. 2).
    vgl. ähnlich Staehle 1980, S. 172; Rosenstiel 1975, S. 2 48 oder Schwemrner 1983, S. 42Google Scholar
  103. 3).
    vgl. Bresch 1977 oder Mellerowicz 1976, S. 38Google Scholar
  104. 4).
    vgl. Rosenstiel 1975, S. 449 sowie Hartfiel 1976, S. 14Google Scholar
  105. 5).
    vgl. Hartfiel 1976, S. 62; Hehlmann (1968, S. 46) spricht in diesem Zusammenhang auch von einem “elementaren Antriebs-erlebnis”.Google Scholar
  106. 6).
    vgl. z.B. Herman 1870, S. 43; im Zusammenhang mit der Dynamik und Dranghaftigkeit des seelischen Lebens spricht Lersch (1970, S. 122), in Anlehnung an Klages, auch von den “Triebfedern” (Strebungen) des Menschen und grenzt sie damit formal von den Trieben ab, die er dem Tierreich zuordnet. Diese Trennung nimmt er deshalb vor, weil Tieren im Gegensatz zum Menschen die Einsicht über die Antriebsgründe und angestrebten Ziele zu fehlen scheint.Google Scholar
  107. 7).
    vgl. Tiburtius 1914, S. 9Google Scholar
  108. 8).
    Ehlert 1973, S. 148Google Scholar
  109. 1).
    vgl. Lersch 1970, S. 124Google Scholar
  110. 2).
    vgl. ebenda, S. 124Google Scholar
  111. 3).
    ebenda, S. 124Google Scholar
  112. 4).
    vgl. z.B. Crauman 1969, S. 1 f; Neudecker 1975, S. 29; Berthel 1973, S. 387; Hehlmann 1968, S. 334 f; Colas 1976, S.55 f; Grochla 1972, S. 53, Schmidt 1978, S. 455. Eine ungenaue Begriffsfassung begünstigt in diesem Zusammenhang auch die Charakterisierung der Motive als Antriebselemente vgl. z.B. Linkert 1972, S. 101; Hehlman 1968, S. 334 f; Rohracher 1971, S. 495 ff. Hier ergibt sich ein Konflikt zu den Reizen, welche die Transformation motivationaler Verhaltensbereitschaft in das menschliche Wollen einlenken und ebenfalls als Antriebselemente gekennzeichnet werden können.Google Scholar
  113. 1).
    So ist beispielsweise bei Graumann (1969, S. 1) kaum ein Unterschied zwischen Bedürfnis und Motiv erkennbar, wenn er im Motiv die Begründung des Verhaltens sieht. “Das Motiv meint immer in und um uns, was uns dazubringt, treibt, bewegt, uns so und nicht anders zu verhalten.” Allerdings ist auch bei Graumann bereits hier andeutungsweise ablesbar, daß das Motiv Ursache eines ganz bestimmten Verhaltens (“so und nicht anders…-verhalten”) ist.Google Scholar
  114. 2).
    vgl. Corell 1976, S. 9Google Scholar
  115. 3).
    Aristoteles 1962, S. 39 4) Bradter 1976, S. 54Google Scholar
  116. 5).
    vgl. Delhees 1975, S. 12Google Scholar
  117. 6).
    vgl. ebenda, S. 9Google Scholar
  118. 1).
    vgl. Schwemmer 1983, S. 102. Es muß allerdings Schwemmer widersprochen werden, wenn er an anderer Stelle (S. 45) ausführt, daß Motive immer “auf ein Ziel in der Umwelt gerichtet sind, mit dem ein zugrunde liegendes Bedürfnis potentiell befriedigt werden kann. Im Gegensatz zu den Bedürfnissen werden die Motive von der Umwelt geprägt”. Ein Teil menschlicher Bedürfnisse — man beachte die Bedürfnisse der 5. Stufe der Maslow’schen Pyramide (vgl. 1954, S. 35 ff) — ist auch durch mentale (beispielsweise Denk-)Akte zu befriedigen. In diesen Fällen resultieren viele Motive menschlichen Denkens ausschließlich aus seiner Binnenwelt.Google Scholar
  119. 2).
    vgl. Rohracher 1951, S. 7Google Scholar
  120. 3).
    vgl. Lückert 1972, S. 101Google Scholar
  121. 4).
    vgl. ebenda, S. 121. Lersch verwendet in Analogie zum Motivgewebe auch die Bezeichnung “Konzert der Strebungen” (vgl. 1970, S. 208)Google Scholar
  122. 5).
    vgl. Popp 1983, S. 148Google Scholar
  123. 6).
    vgl. Lückert 1973, S. 130 fGoogle Scholar
  124. 7).
    vgl. ebenda, S. 123 ffGoogle Scholar
  125. 1).
    Rosenstiel, 1975, S. 453Google Scholar
  126. 2).
    Helwig 1957, S. 166; vgl. hierzu auch Rosenstiel 1972, S. 21 sowie Nick 1974, S. 3Google Scholar
  127. 3).
    vgl. hierzu Oerter 1973, S. 96; Rohracher 1971, S. 502; Hehlmann 1968, S. 334 f; Hebb 1975, S. 212Google Scholar
  128. 4).
    vgl. Neuberger 1978, S. 203 sowie Thomae 1965, S. 3 ffGoogle Scholar
  129. 5).
    vgl. Atkinson 1958, S. 324; siehe auch Wasna 1973, S. 10Google Scholar
  130. 6).
    Häusler 1967, S. 19 ff und Rosenstiel 1975, S. 344 beschränken die Aktivierung des Motivbündels auf äußere Reize. Ebenso möglich ist es jedoch, daß der Mensch aus innerem Anstoß heraus (beispielsweise Streben nach Verbesserung der eigenen Orientierung) seine Motive so aktualisiert, daß sie für ihn verhaltenswirksam werden.Google Scholar
  131. 7).
    nach Rosenstiel 1975, S. 272Google Scholar
  132. 1).
    vgl. beispielsweise Neuberger 1978, S. 203; Rohacher 1971, S. 7; Delhees 1975, S. 97Google Scholar
  133. 2).
    vgl. hinsichtlich der Antriebsursachen die inhaltsbezogenen, hinsichtlich der Antriebsprozesse die prozeßbezogenen Motivationstheorien in Abschnitt 1.2.2.2.2.Google Scholar
  134. 3).
    Entsprechend wird in der Literatur Motivation — neben der Kennzeichnung als erlebbarer Bestandteil des menschlichen Seelengeschehens oder deren Charakterisierung als Beweggrundkomplex (vgl. beispielsweise Rosenstiel 1975, S. 453 und Helwig 1957, S. 166) — auch als stimulanter Prozeß beschrieben. Dieser wird insbesondere von der Umwelt des Subjektes eingeleitet, um das Individuum — mittels der Beweggrundaktivierung — zu bestimmten Verhaltensweisen zu veranlassen (vgl. beispielsweise Häusler 1967, S. 19 ff und Rosenstiel 1975, S. 344). Diese Auffassung, auch treffend beschrieben als “soziale Verursachung menschlicher Verhaltensweisen” (Flügge 1971, S. 30) hat insbesondere in die Führungs- und Managementliteratur Einzug gehalten.Google Scholar
  135. 4).
    Bühler 1962, S. 61Google Scholar
  136. 1).
    vgl. beispielsweise die Ausführungen zum “Funktionskreis des Erlebens” in Abschnitt 2.2.1. dieser ArbeitGoogle Scholar
  137. 2).
    vgl. im folgenden Lersch 1970, S. 130 f. Lersch grenzt (S.126 ff) von den anthropologischen Ansätzen die monothematischen, die polythematischen und die athematischen Ansätze ab. Die monistischen Ansätze gehen davon aus, daß es nur eine einzige dominante Triebfeder menschlichen Verhaltens gibt (beispielsweise die Selbsterhaltung oder der Egoismus). Eng verwandt mit der monistischen Egoismustheorie ist die hedonistische Ansicht, daß alles Streben des Menschen auf die Gewinnung von Lust bzw. die Vermeidung von Unlust zielt, deren moderne Variante durch Freud formuliert wurde, der in der libido den “triebdynamischen Generalfaktor” (ebd., S. 127) sah. Ebenfalls den monothematischen Ansätzen zuzurechnen sind alle die Theorien, welche das Machtstreben ins Zentrum ihrer Überlegungen stellten (Macciavelli, Hobbes, Pareto, Adler). Polythematische Erklärungs-ansätze lassen unterschiedliche Beweggründe zu. Lersch (S. 128 f) vermißt an ihnen jedoch eine sinnvolle Beweggrundgliederung und beklagt eine mangelnde Darstellung von Beziehungszusammenhängen. (Forts. S. 106) (Forts. FN 2) v. S. 105) Bei der athematischen Auffassung werden zwar grundsätzlich mehrere unterschiedliche Triebfedern des menschlichen Daseins angenommen, systematische Zusammenhänge und Abhängigkeiten jedoch verneint, weil diese durch die Wirklichkeit der situativen Welt permanent beeinflußt und verändert würden (ebenda, S. 129)Google Scholar
  138. 1).
    ebenda, S. 130, Unterstreichungen durch den VerfasserGoogle Scholar
  139. 2).
    vgl. im folgenden S. 131 ffGoogle Scholar
  140. 3).
    ebenda, S. 131 f. Aus Dostojewskys “Raskolhikow.” zitiert Lersch (S. 132) eine sehr ansprechende Stelle, “die genau das zum Ausdruck bringt, was unter Lebensdrang zu verstehen ist. Wo habe ich, dachte Raskolnikow… wo habe ich es gelesen, wie ein zum Tode Verurteilter, eine Stunde vor seinem Tode spricht oder denkt, daß, wenn er irgendwo auf einer Höhe, auf einem Felsen und auf einem schmalen Streifen, wo er bloß seine beiden Füße hinsetzen könnte, leben sollte — umgeben von Abgründen, vom Ozean, von ewiger Finsternis, ewiger Einsamkeit und ewigem Sturm — und so, auf diesem ellenbreiten Streifen stehend, sein ganzes Leben, tausend Jahre, eine Ewigkeit verbringen müßte -, daß es besser sei, so zu leben, als sofort zu sterben! Nur leben, leben! Wie ganz gleich! — bloß leben… Wie wahr!”Google Scholar
  141. 1).
    vgl. Lersch 1970, S. 135 ffGoogle Scholar
  142. 2).
    ebenda, S. 132 fGoogle Scholar
  143. 3).
    ebenda, S. 133Google Scholar
  144. 4).
    vgl. ebenda, S. 147 ffGoogle Scholar
  145. 1).
    vgl. Lersch 1970, S. 133 und 175 fGoogle Scholar
  146. 2).
    vgl. ebenda, S. 133Google Scholar
  147. 3).
    ebenda, S. 133Google Scholar
  148. 4).
    vgl. ebenda, S. 175 ffGoogle Scholar
  149. 1).
    vgl. Lersch 1970, S. 206Google Scholar
  150. 2).
    vgl. im folgenden zunächst ebenda, S. 215 ffGoogle Scholar
  151. 3).
    ebenda, S. 216Google Scholar
  152. 1).
    vgl. Lersch 1970, S. 219Google Scholar
  153. 2).
    Lersch 1970, S. 216. Schon Klages weist 1936 (S. 152) darauf hin, daß jedes Gefühl zwei Seiten hat, “eine der ‘Artung’, die Stimmung und eine der Antriebsbeschaffenheit”. Ähnlich wie Lersch betont auch Grossart (1961, S. 8) “daß jedes Gefühl ein unmittelbares Innewerden und damit ein Offenbarwerden von Strebungszuständ-lichkeiten ist”. Auch er unterstreicht (S. 111): “den qualitativ verschiedenen Strebungen entsprechen notwendig und genau so qualitativ verschiedene Gefühle, den Strebungsschichten laufen adäquate Gefühlskreise parallel”. Wenn Grossart (vgl. S. 8) in den Strebungen den ontologischen (seinsgeschichtlichen) Ausgangspunkt menschlicher Gefühle sieht, so unterstreicht er dies dadurch (S. 109), daß für ihn Gefühle “nur ein Moment an der Strebung” sind. In Gefühlen (bzw. deren Erleben und Beobachten), die nur im Zusammenhang mit den zugrunde liegenden Strebungen des Menschen erklärbar sind, sieht Grossart (S. 102) entsprechend “einen Haupt-, vielleicht sogar den Königsweg zur Tiefe und Mitte des seelischen Seins”. Zum Zusammenhang zwischen Strebungen und Gefühlen vgl. auch Szymanski 1930, S. 182; Rapaport 1977, S. 207Google Scholar
  154. 3).
    Lersch 1970, S. 224Google Scholar
  155. 4).
    vgl. z.B. Hofstätter 1963, S. 118Google Scholar
  156. 1).
    vgl. Lersch 1970, S. 216 f und S. 301 ffGoogle Scholar
  157. 2).
    vgl. ebenda, S. 302. Daß die individuelle Ausprägung menschlicher Gefühle sowohl anlagebedingt (z.B. angeborene Empfindlichkeit der Auslöseschwellen) wie entwicklungsabhängig ist, wird in der Literatur weitgehend anerkannt, vgl. z.B. Izard 1981, S. 23; Reykowski 1973, S. 77 und S. 97 ff sowie Ewert 1965, S. 254. Die beiden letztgenannten weisen in diesem Zusammenhang auch auf die Möglichkeit emotionaler Konditionierung hin.Google Scholar
  158. 3).
    Izard (vgl. 1981, S. 22) differenziert ähnlich in Emotionszustand und -eigenschaft; Euler/Mandl (vgl. 1983, S. 6) beschreiben, in Anlehnung an Ewert, zwischen den (aktuellen) Gefühlsregungen und den (mehr dauerhaften) Stimmungen sogenannte “Erlebnistönungen”, die als Reaktion auf Kognitionen solange andauern, wie ein spezifischer kognitiver Inhalt im menschlichen Bewußtsein bemerkt wird.Google Scholar
  159. 4).
    vgl. Lersch 1970, S. 216Google Scholar
  160. 5).
    eine andere Gliederung menschlicher Gefühle gibt beispielsweise Rohracher (1971, S. 450 ff). Er unterscheidet:Google Scholar
  161. 5a).
    Empfindungsbedingte Gefühle wie Wärme, Wohlgeschmack u.a.Google Scholar
  162. 5b).
    Triebbedingte Gefühle wie Lust, Unlust, Angst, Neid, Eifersucht etc.Google Scholar
  163. 5c).
    Persönlichkeitsbedingte Gefühle wie religiöse, ethische oder ästhetische Gefühle, Sympathie- und Mitgefühle, Takt- und Anstandsgefühle u.a.Google Scholar
  164. 1).
    Lersch 1976, S. 229. Scherer (vgl. 1988, S. 269) unterstreicht die enge Anbindung emotionaler an motivationaler Prozesse, indem er die emotionalen Bewertungen als Reaktionen auf die überdauernden Verhaltensdispositionen (Motive) begründet. Vgl. zum Zusammenhang zwischen Emotionssystem und Motivationssystem auch die weiteren Ausführungen in diesem Kapitel.Google Scholar
  165. 2).
    vgl. Lersch 1976, S. 230 ffGoogle Scholar
  166. 1).
    vgl. Lersch 1976, S. 240 ffGoogle Scholar
  167. 2).
    vgl. ebenda, S. 253 ffGoogle Scholar
  168. 1).
    vgl. Lersch 1970, S. 285 ffGoogle Scholar
  169. 1).
    vgl. Lersch 1970, S. 301 ffGoogle Scholar
  170. 2).
    vgl. ebenda, S. 321 ffGoogle Scholar
  171. 3).
    vgl. ebenda, S. 339 ffGoogle Scholar
  172. 1).
    vgl. im weiteren Lersch 1970, S. 271 fGoogle Scholar
  173. 2).
    ebenda, S. 271Google Scholar
  174. 3).
    ebenda, S. 271Google Scholar
  175. 4).
    ebenda, S. 272Google Scholar
  176. 5).
    ebenda, S. 272; Unterstreichung statt kursiv durch den VerfasserGoogle Scholar
  177. 6).
    ebenda, S. 272; Unterstreichung durch den VerfasserGoogle Scholar
  178. 1).
    Lersch 1970, S. 272Google Scholar
  179. 1).
    vgl. Wundt 1910, S. 298Google Scholar
  180. 2).
    vgl. Z.B. Hehlmann 1962, S. 155; Reykowski 1973, S. 15 ff; Morf (1970, S. 48 f); Remplein (1966, S. 151); Hofstätter (1977, S. 130) und Rohracher (1970, S. 43) betonen insbesondere die Bedeutung von Lust/Unlust; Hofstätter (1977, S. 130) sieht darüber hinaus die Erregung/Beruhigung als wesentlich an. Aus tiefenpsychologischer Fragestellung her erscheint Morf (1970, S. 47) die Dimension Spannung/Lösung von besonderem Interesse.Google Scholar
  181. 3).
    Wenn in der Literatur von Wahrnehmung gesprochen wird, wird in aller Regel das Erfassen von Gegebenheiten der Umwelt des Individuums angesprochen. Einige Autoren subsummieren unter Wahrnehmung neben diesen auch das Bemerken von Geschehnissen in/aus der binnenweltbezogenen (seelischen und körperlichen) Sphäre des Menschen, vgl.z.B. Reykowski 1973, S. 73. Dem wird sich in dieser Arbeit angeschlossen.Google Scholar
  182. 4).
    vgl. Dorsch 1976, S. 149Google Scholar
  183. 5).
    vgl. Traxel 1983, S. 14Google Scholar
  184. 6).
    vgl. z.B. Rohracher 1971, S. 449 fGoogle Scholar
  185. 7).
    vgl. ebenda, S. 450Google Scholar
  186. 1).
    vgl. hierzu beispielsweise die Ausführungen von Mandl und Huber 1983, S. 1 ff; Izard 1981, S. 17 f; Kuhl 1983 a, S. 3 f, Rapaport 1977, S. 33 ffGoogle Scholar
  187. 2).
    Während z.B. Hofstätter (1977, S. 128 ff) eine synonyme Verwendung beider Termini als angemessen betrachtet, beschreibt Reykowski(1973, S. 40, in Anlehnung an Smi rnow) Gefühle als den Teilbereich der Emotionen, welche der Befriedigung höherer psychischer und sozialer Bedürfnisse dient, im Cegensatz zu den biologischen Bedürfnissen. Euler und Mandl (1983, S. 5 f) verweisen in Anlehnung an Kleingemma und Kleimgemma auf 11 unterschiedliche Ansätze zum Emotionsbegriff.Google Scholar
  188. 3).
    vgl. hierzu insbesondere Zajonc 1980, S. 156 f und S. 159; ebenso Lanterman 1983 b, S. 276; Rohracher 1971, S. 450 fGoogle Scholar
  189. 4).
    Die Literatur zur Emotionspsychologie explodiert in den letzten Jahren aufgrund der vorliegenden Forschungsergebnisse und deren theoretischer Interpretation. Vgl. zur Theorie emotionaler Prozesse bsw. die Theorieübersichten und -beitrage bei: Schneider und Scherer 1988, S. 271 ff; Plutchik 1980; Mandler 1989, S. 4 f; Ochsenberg 1980. (Forts. S. 121) Zur biologisch/physiologischen Begründung emotionaler Prozesse bsw. Bösel 1986; Frijda 1986, S. 124 ff und S. 379 ff; Markowitsch 1988; Plutchik 1986; Omura 1986; Rolls 1986; Simonow 1985, S. 195 ff. Daß Diskussionen über die Rolle von Emotionen dabei z.Zt. selbst recht emotional ablaufen, zeigt der jüngste Ideenstreit zwischen Bischof (1989, S. 222 ff), Dörner (1987, S. 206 ff) und Scherer (1989, S. 209 ff).Google Scholar
  190. 1).
    Lantermann (vgl. 1983 b, S. 279) nennt als Bedingungen des Gewahrwerdens von Gefühlen beispielsweise die Unterbrechung einer begonnenen Handlungssequenz; die Anwesenheit anderer Personen und/oder Umweltaspekte, die auf das Selbstkonzept des Akteurs einwirken; die Selbstreflexion. Reykowski (vgl. 1973, S. 73 f) nennt als weitere Bedingungen die Überschreitung eines bestimmten Intensitäts- oder Organisationsgrades der Emotion. Er betont, daß sich mehrer Emotionen überlagern und damit gegenseitig beeinflussen oder verzerren können. James (vgl. 1909, S. 376) weist darüber hinaus bereits recht früh darauf hin, daß die Bewußtwerdung einer Emotion eng mit der Wahrnehmung ihrer körperlichen Begleiterscheinungen (erhöhte Atem- oder Herzfrequenz, Schweißausbruch etc.) einhergehen kann.Google Scholar
  191. 2).
    vgl. Lantermann 1983 b, S. 278; Scherer 1981, S. 311; Mandler 1975 und Frijda 1986, S. 465. Ähnlich ist für Grossart (1961, S. 109), der den Zusammenhang zwischen Strebung und Gefühl unterstreicht, ein Gefühl “einmal das Bewußtseinszeichen für die Art der Zuständ-lichkeit einer Strebung… Es ist aber zugleich auch… das Anzeichen für die Art der Strebung selbst.”Google Scholar
  192. 3).
    Krech und andere 1985 c, S. 70 fGoogle Scholar
  193. 4).
    vgl. Zajonc 1980, S. 169Google Scholar
  194. 5).
    vgl. Frijda 1986, S. 465 mit Bezug auf Prebram 1970Google Scholar
  195. 6).
    vgl. Mandler 1982, S. 389Google Scholar
  196. 7).
    Dennoch hat schon James (vgl. 1909, S. 383 f) auf das Phänomen aufmerksam gemacht, daß die bewußte Beachtung eigener Emotionen diesen Zustand zerstören oder beeinträchtigen kann. Damit aber sind emotionale Prozesse mittels kognitiver Vorgänge auch beeinflußbar, (Forts, d. FN 7) u. 8) v.S. 121) vgl. hierzu ebenso Izard 1981, S. 172 sowie Rötzer und Zimmer 1983, S. 306 ffGoogle Scholar
  197. 8).
    Vgl. z.B. Mandler 1975; Plutchik 1980, Izard 1977, Leventhal 1980, S. 139 ff oder Kühl 1983 a S. 9Google Scholar
  198. 1).
    Izard 1981, S. 35; ähnlich Martin 1971, S. 697 ff; Hehlman 1968, S. 167 ff oder Hofstätter 1963, S. 114 ff; vgl. zu einer Übersicht zahlreicher vorliegender Begriffsdefinitionen von Emotionen Klein-ginna und Kleinginna (1981, S. 345 ff).Google Scholar
  199. 2).
    vgl. Zajonc 1980, S. 151 ff sowie Engelkamp 1983, S. 264. In dem schnelleren emotionalen Bewertungsprozeß sieht Warburton (vgl. 1988, S. 211) in seinem seriellen Modell einen priorisierten Verlauf, der den kognitiven Prozessen der Wahrnehmung, des Denkens und des Sprechens eine gewünschte Richtung verleiht.Google Scholar
  200. 3).
    vgl. Zajonc 1980, S. 141 ff; Mandl und Huber 1983, S. 41 sowie Scherer 1981, S. 313Google Scholar
  201. 4).
    vgl. Traxel 1983, S. 17Google Scholar
  202. 5).
    Es kann hier im einzelnen nicht auf diese wissenschaftlichen Kriegs- (Forts. S. 123) Positionen und Theorieansätze eingagangen werden. Vgl. bsw. zu der These, daß Emotionen die Folge von (handlungsbezogenen, kognitiven oder situativen) Ereignissen sind: Mandl 1983, S. 72 ff; Mandl und Huber 1983, S. 24 ff; Lazarus 1966, S. 43 f. Weiner 1974, 1980, Lanter-man 1983 b, S. 275; Crossart 1961, S. 23; Lazaraus, Kanner und Folk-man 1980, S. 189 ff oder Lazarus, Averill und Oplan 1973, S. 168. Vgl. zur These, daß Emotionen regulierend Ereignissen (z.B. Denken, Handeln) vorauseilen bsw. Mandl und Huber 1983, S. V und S. 20 ff; Stäudel 19835, S. 260; Reykowski 1973, S. 42 f; Lanterman 1983 b, S.275fGoogle Scholar
  203. 1).
    vgl. Kuhl 1983 a, S. 19 ff; 1983 b, S. 228 ff; Izard 1981, S. 26; Clark und Fiske 1982 sowie Stäudel 1983, S. 260. Vgl. zur feedforward- und feedback-Hypothese auch Aguilar 1985, S. 275 f. Die Stellung der Gefühle/Emotionen in ihrer dynamischen Doppelfunktion als Reaktion auf Vergangenes/Gegenwärtiges und Vorbereitung auf Künftiges ist von Lersch in seiner Konzeption deutlich hervorgehoben worden, vgl. bsw. die Abbildungen über den Funktionskreis des Erlebens (1970, S. 31 oder Abbildung 8 dieser Arbeit) oder den Gesamtzusammenhang des Erlebens (S. 498). Lersch unterscheidet in seiner Arbeit vom Ansatz her jedoch nicht explizite zwischen den Emotionen (als Gesamtkonzept) und den Gefühlen (als erlebbarer Teilbereich). Er verwendet stets gefühlsbezogene Termini und bezieht sich auf den Prozeß des Erlebens. Dennoch weist er an vielen Stellen darauf hin, daß die Gefühlsprozesse teilweise unterhalb des Bemerkbaren unausweichlich ablaufen (beispielsweise S. 104, 121, 495), und daß diese ihre post- und prä-aktiven Wirkungen auch dann entfalten, wenn sie dem Menschen unbewußt bleiben.Google Scholar
  204. 2).
    Das folgende — hier auf den bewußten Denkart bezogene — Beispiel macht dies deutlich. Treten Emotionen auf, wenn Störungen im Denkoder (Handlungs-)ablauf eintreten, bzw. wenn die erstrebte Zielerreichung in Frage steht, so wird mittels der Emotionen der Denk-/ Handlungsablauf zunächst unterbrochen. Der Mensch wird befähigt, seine Aufmerksamkeit auf die Unterbrechungsursache zu richten und auf Abhilfe zu sinnen (vgl. Scherer 1981, S. 309).Google Scholar
  205. 3).
    Lanterman 1983 b, S. 276Google Scholar
  206. 1).
    vgl. zur Filterfunktion (auch bezeichnet als Selektionsfunktion oder Selektionsmechanismus) von Emotionen bsw. Lanterman 1983 b, S. 276; Mandl und Huber 1983, S. 20 ff; vgl. hierzu insbesondere Abschnitt 2.2.3.; Frijda 1985, S. 256Google Scholar
  207. 2).
    Mandl und Huber 1983, S. 20Google Scholar
  208. 3).
    vgl. Scherer 1981, S. 311. Scherer unterstreicht (vgl. S. 313) die Bedeutung eines Bewertungssystems, welches prüft, welche Reize und Reaktionen für das Dasein des Subjekts in seiner Umwelt eine positive oder negative Bedeutung haben. Ihm ist eine zentrale Bedeutung auch für die Anpassung des Individuums an Umweltgegebenheiten zuzurechnen. Da sich derartige Bewertungsmechanismen bei nahezu allen Tierarten finden, geht Scherer von der Hypothese aus, daß es sich hierbei um präkognitive Rudimente der Entwicklungsgeschichte handeln könnte. Da sich mit der Zeit jedoch der kognitive Apparat des Menschen erheblich entwickelt hat, so ist anzunehmen, daß auch das Emotionssystem heute erheblich komplexer ausdifferenziert ist, um die Anpassungsflexibilität aufrecht zu erhalten (vgl. zum Vorstehenden S. 311 ff). Gerade hierin mag wohl auch eine (die?) wesentliche Begründung der integrativen Verflechtung zwischen emotionalen und kognitiven Prozesse zu sehen sein.Google Scholar
  209. 1).
    vgl. zum handlungsregulierenden Charakter von Emotionen bsw. Brandstädter 1983, S. 252 ff; Dörner 1985, S. 160 ff; Leventhal 1982, S. 121 ff; Toda 1985, S. 264 f; Frijda 1986, S. 460 f. Lazarus, Kanner und Folkman (1980, S. 206) weisen darauf hin, daß die positiven emotionalen Signale zwar auch denk- und hand-lungsorientierend sind, im allgemeinen aber nicht so zwingend hand-lungsinitiierend sind wie einzelne negative Emotionen, die Notfalloder Fluchtreaktionen auslösen können. Ähnlich unterstreicht Leventhal (vgl. 1982, S. 150), wie tief die Emotionen in Handlungsprozesse eingreifen: Über etwas verärgert sind wir in der Lage, in den Angriff überzugehen; sind wir ängstlich, können wir fliehen. Umgekehrt kann ich mir zwar einen Angriff (kognitiv) wünschen, bin ich aber erschöpft, so erhalte ich die (emotionale) Information, daß ich mich mit dem Status Quo z.Zt. abfinden muß, bis meine Ressourcen ein derartiges Vorgehen wieder erlauben.Google Scholar
  210. 2).
    vgl. Scherer 1981, S. 311Google Scholar
  211. 3).
    vgl. Lazarus, Coyne und Folkman 1984, S. 221 ff; Scherer 1981, S. 309, Plutchik 1984, S. 217. Die Frage, ob emotionale Prozesse notwendigerweise kognitive Elemente beinhalten müssen, ist in der Literatur heiß umstritten, seit Zajonc (1980, S. 151 ff) die Behauptung aufgestellt hat: “preferences need no inferences”, wobei er zu dem Schluß kam, daß sich emotionale Prozesse auch in völliger Abwesenheit einer kognitiven Beteiligung vollziehen können; vgl. zur Diskussion hierüber die Beiträge von Zajonc (1984 a, S. 239 ff und 1984 b, S. 259 ff) und Lazarus (1984 a, S. 247 ff) in dem Reader von Scherer und Ekman (1984) sowie Hoffman 1986, S. 274 f. Vor allem Lazarus (vgl. auch 1982, S. 1023) vertritt dabei die Gegenposition mit der Hypothese, daß kognitive Bewertungen immer in emotionalen Prozessen involviert sind. (Forts, d. FN 3) v. S. 125) Vgl. zum Zusammenhang/zur Abgrenzung von kognitiven und emotionalen Prozessen auch Dörner 1985, S. 172 f oder Frijda 1986, S. 468Google Scholar
  212. 1).
    vgl. zum Zusammenhang zwischen Emotions- und Motivationssystem bsw. Tomkins 1984, S. 163 ff; Lazarus, Coyne und Folkman 1984, S. 230 ff; Reykowski 1973, S. 42; Aguilar 1985, S. 275 ff; Dörner 1985, S. 158 ff; Frijda 1985, S. 249 ff; 1986, S. 460 f; Weiner 1986, S. 26 ff sowie Scherer 1981, S. 309 und 1984, S. 345 ff; vgl. zur neurophysiologischen Begründung Pribram 1984, S. 26 f und 32 ff sowie Buck 1976, S. 61 ff. Thomae (vgl. 1965, S. 15) weist eindringlich darauf hin, daß Emotion und Motivation, Fühlen und Wollen oder Gefühle und Strebungen untrennbar miteinander verbunden sind; vgl. zu letztgenanntem Begriffspaar auch die Ausführungen zu Beginn dieses Abschnitts. Mit deutlicher Akzentuierung bezeichnet Izard (1981, S. 17) ebenso Tomkins (1984, S. 163 ff und 1962 sowie Mowrer 1960, S. 308) in diesem Zusammenhang Emotionen auch als das “primäre Motivationssystem des Menschen”. In Übereinstimmung mit Mowrer und Tomkins geht Izard (ebd., S. 19) davon aus, “daß der jeweils vorhandene Motivationszustand, der das Verhalten von Augenblick zu Augenblick modifiziert, kontrolliert und steuert, hergestellt wird vom erlebten Affekt oder, wie Mowrer es ausdrückt, vom subjektiven Feld”. In diesem Sinne führt auch Schmalt (1983, S. 249) aus: “Grundlegendes Problem der Motivationspsychologie ist die Analyse der Zielgerichtetheit des Verhaltens: Die Person besetzt ganz bestimmte Person-Umwelt-Konstellationen mit positiven oder negativen Wertvorstellungen (Valenzen), die ihr persönlich als wichtig und angenehm oder unangenehm erscheinen und zugleich eine bedeutungsvolle Veränderung ihrer gegenwärtigen Lage darstellen. Auf diese Zielzustände hin richtet sie ihr Verhalten aus, entwirft Handlungspläne und reagiert mit Lust- oder Unlustgefühl, je nachdem, ob das Ziel erreicht wurde oder nicht”. Nach seiner Ansicht (vgl. ebenda, S. 249) können die positiven und negativen Affekte der Lust/Unlust als die “großen Lehrmeister der Menschen” gelten, welche die Richtungen für Verhaltensweisen aufzeigen, die wiederholt oder vernachlässigt werden sollen. Während die Emotionen den Rahmen setzen, innerhalb dessen die Verhaltensregulation zu erfolgen hat, weisen die Motivationen der Verhaltensregulation die konkreten Ziele (vgl. Dbrner 1985, S. 168). Entsprechend unterstreicht Weiner (1986, S. 286) “motivation cannot be understood without a detailed analysis of emotion”. In diesem Zusammenhang hebt Young (vgl. 1961, S. 166) hervor, daß emotionale Prozesse menschliches Verhalten instruierten und steuern nach den Grundsätzen der Nutzenmaximierung und Negativminimierung (vgl. zur Verhaltensökonomie von Emotionen auch Schönpflug 1985, S. 297 ff). Die Stärke der Antriebsregulation hängt dabei von der Intensität der emotionalen Vorgänge ab (vgl. Young 1961, S. 172). Vielleicht haben die unterschiedlichen Forschungsstrategien in der Vergangenheit dazu geführt, daß die Gemeinsamkeiten von Emotions- und JViotivationssystem wenig beachtet wurden. Während sich die Motivationsforschung insbesondere dem Verhal’tensaspekt widmete, standen in der Emotionsforschung die Beziehungen zu kognitiven Aspekten im Vordergrund (vgl. Aguilar 1985, S. 284).Google Scholar
  213. 1).
    vgl. Lanterman 1983 b, S. 276Google Scholar
  214. 2).
    vgl. Scherer 1981, S. 309; ähnlich 1984, S. 297Google Scholar
  215. 1).
    Lersch 1970, S. 350Google Scholar
  216. 1).
    vgl. Rohracher 1971, S. 151; Als mögliche Gliederung menschlicher Sinne unterteilt beispielsweise Morf (1970, S. 28 ff) in Fernsinne (visueller und akustischer Sinn) und Berührungssinne (Tast-, Temperatur-, Geschmacks- und Geruchssinn); desweiteren den Gleichgewichtssinn. Lersch (1970, S. 355 f) nennt daneben noch den kinästhetischen Sinn (Sinn für Bewegungsempfindungen), Rohracher (1971, S. 250 ff) den Muskelsinn. Fernsinne werden häufig als höhere, Berührungssinne als niedere Sinne bezeichnet (vgl. im weiteren ebenda, S. 353 ff). Diese Trennung wird zum einen damit begründet, daß bei den Berührungssinnen der Reiz der Umwelt meist zu einer unmittelbaren Einflußnahme auf die körperliche Zuständlichkeit führt und insbesondere die Gefühlssphäre aktiviert. Hingegen ermöglichen es die höheren Sinne, in stärkerem Maße die Gegenständlichkeit des in der Umwelt Identifizierten zu erfassen und zum Subjekt in Abstand zu rücken. Das gesprochene und gelesene Wort -vermittelt und empfangen durch die höheren Sinne — stellt darüber hinaus eine (die ?) wesentliche Komponente der Geistesbildung dar. Die erheblich größere Differenziertheit der durch Auge und Ohren vermittelten Sinnesqualitäten korrespondiert mit einer wesentlich komplexeren Arbeitsweise dieser Organe. Die Funktionsweise der Sinnesorgane findet sich in nahezu jedem psychologischen/neurologischen Standardwerk (vgl. z.B. Rohracher 1971, S. 151 ff; Krech 1985 b; Toman 1973 a, S. 69 ff und Klix 1971 a, S. 199 ff). Auf ihre Darstellung wird verzichtet.Google Scholar
  217. 2).
    vgl. Abel 1977, S. 56Google Scholar
  218. 3).
    vgl. im folgenden z.B. Rohracher 1971, S. 104 ff; Lersch 1970, S. 350 ff; Popper und Eccles 1984, S. 309 ff; Grünewald 1971, S. 77 ff. James 1909, S. 8 ff odor Markowitsch 1988Google Scholar
  219. 4).
    zitiert bei Graumann 1974, S. 87Google Scholar
  220. 1).
    vgl. James 1909, S. 12; Lersch 1970, S. 351 ff oder Rohracher 1971, S. 104, Luthaus 1973, S. 337, Nathan 1969, S. 260, Hebb 1968, S. 269 oder Izard 1981, S. 166Google Scholar
  221. 2).
    Lersch 1970, S. 372; er verweist auf Ehrenfels (1890), der das Cestaltprinzip für die Psychologie erschlossen hat. Die Bedeutung der Erkenntnisse der Gestaltpsychologie im Wahrnehmungsprozeß wird heute in der Literatur weitgehend anerkannt, vgl. hierzu beispielsweise auch Katzenberger 1967, S. 10 sowie Morf 1970, S. 41Google Scholar
  222. 1).
    Rohracher 1971, S. 201Google Scholar
  223. 2).
    Figur nach Rubin, entnommen aus Lersch 1970, S. 374Google Scholar
  224. 3).
    Abbildung nach Boring, entnommen aus Katzenberger 1967, S. 21Google Scholar
  225. 1).
    vgl. Katzenberger 1967, S. 21Google Scholar
  226. 2).
    vgl. Lersch 1970, S. 373. Die Gültigkeit des Gestaltprinzips wird heute nicht nur bei den Sinneswahrnehmungen, sondern auch bei anderen psychischen Prozessen (z.B. Vorstellungsbildung, einsichtiges Lernen etc.) angenommen; vgl. Rohracher 1971, S. 199 ffGoogle Scholar
  227. 3).
    vgl. Lersch 1970, S. 373Google Scholar
  228. 4).
    vgl. Morf 1970, S. 41; Rock 1977, S. 68 und Metzger 1974, S. 700Google Scholar
  229. 5).
    vgl. Metzger 1974, S. 761 und Morf 1970, S. 41Google Scholar
  230. 6).
    vgl. Metzger 1974, S. 708Google Scholar
  231. 7).
    vgl. Rausch 1974, S. 904 ffGoogle Scholar
  232. 8).
    vgl. hierzu Abschnitt 2.3.2.1. dieser ArbeitGoogle Scholar
  233. 9).
    Stern 1935, S. 152Google Scholar
  234. 1).
    vgl. Lersch 1970, S. 380Google Scholar
  235. 2).
    Daß antriebsbezogene (motivationale) Vorgänge die Wahrnehmung beeinflussen, ist insbesondere von den Vertretern des sogenannten “New Look” in der Wahrnehmungspsychologie hervorgehoben worden; vgl. Kuhl 1983 b, S. 230Google Scholar
  236. 3).
    Katz 1951, S. 22 fGoogle Scholar
  237. 1).
    vgl. hierzu auch Abschnitt 2.2.2.1.1.; zur Wirksamkeit der externen Aufgabe im Denkprozeß vgl. Abschnitt 2.2.2.3.3.5.2.Google Scholar
  238. 2).
    vgl. Lersch 1970, S. 386 fGoogle Scholar
  239. 3).
    vgl. Donat 1970, S. 95 ff; ähnlich Hofstätter 1977, S. 57 fGoogle Scholar
  240. 4).
    Die unterschiedliche Reizbarkeit von Sinnesorganen (vgl. auch Lersch 1970, S. 387 ff) kann erblich oder erfahrungs-/entwick-iungsbedingt unterschiedlich ausgebildet sein. Entsprechend werden andere Reizbilder ins Bewußtseinszentrum durchgeschaltet. So mögen schwerhörige Personen das Geläute naher Kirchenglocken als leises Klingeln empfinden, während ein sehr “feinnerviges” Gehör hierin ein unerträgliches Dröhnen vernimmt. Entsprechend können Gefühls- (z.B. Entspannung/Aggression) und Antriebswirkungen (z.B. Verweilen/Flucht) dieser Wahrnehmung zu völlig verschiedenen Konsequenzen im Erleben und Verhalten des Menschen führen.Google Scholar
  241. 1).
    Sikora 1976, S. 135; es ist anzumerken, daß zwar die kognitive und konative Komponente sehr deutlich zum Ausdruck kommt, jedoch emotionale Aspekte, welche ebenfalls wesentlich die unmittelbare Qualität der Wahrnehmung bestimmen (können), allenfalls in den Einstellungen, Vorerfahrungen und Wertvorstellun-gen impliziert zum Ausdruck kommen (können).Google Scholar
  242. 2).
    Ähnlich unterscheidet Luthans (1973, S. 339 ff) externe Einflußfaktoren, die sich auf den Wahrnehmungsgegenstand beziehen (z.B. Reizintensität, Größe und Kontrast des Reizobjektes etc.), interne Einflußfaktoren (Erwartungen, affektive Orientierung, Vertrautheit des Reizes etc.) sowie situative Einflußfaktoren (Rollen-, Gruppenkontext, Tätigkeit, Streß etc.).Google Scholar
  243. 1).
    vgl. z.B. Hofstätter 1963, S. 79 f; Koch 1964, S. 67 f oder Reykowski 1973, S. 70 ff. Lersch (vgl. 1970, S. 118 f) führt die unterschiedliche Merkbarkeit kognitiver und endothymer Prozesse vor allem darauf zurück, daß die endothymen Vorgänge — im Gegensatz zu den gehirnphysiologischen-kognitiven Prozessen — in hohem Maße mit leiblichen Zuständlichkeiten verknüpft sind (Herzklopfen, Schwitzen, Nervosität etc.).Google Scholar
  244. 1).
    vgl. Abschnitt 2.3.2.1.Google Scholar
  245. 2).
    Goethe zu Eckermann am 24.Febr. 1824; zitiert bei Koch 1964, S. 68Google Scholar
  246. 3).
    Ebbinghaus 1902, S. 67Google Scholar
  247. 1).
    Comte 1864/1918, S. 30 f. Ähnlich weist Hehlmann (vgl. 1968, S. 62) darauf hin, daß der Vergleich des erlebenden Individuums mit einem Zuschauer, der aus dem abfließenden Erlebnisstrom mal diesen und mal jenen Aspekt heraushebt, abzulehnen ist, da das, was das Individuum selbst denkt oder willentlich herbeiführt, selbst Teil des Erlebnisstromes ist. Entsprechend darf die Doppelstellung Beobachter/ Gestalter nie übersehen werden.Google Scholar
  248. 1).
    vgl. im folgenden Lersch 1970, S. 398 ffGoogle Scholar
  249. 1).
    Eine Ausnahme stellen die von Urbantschitsch zuerst festgestellten “subjektiven Anschauungsbilder” (nach E.R. Jaensch “eidetische Phänomene”) dar, in denen die erlebten Vorstellungsinhalte annähernd die Deutlichkeit von sinnlich Gegebenem erreichen. Sie sind verwandt den sogenannten Halluzinationen (Trugwahrnehmungen), bei denen sich die gegenwärtige Welt in höchster Klarheit dem Subjekt zu offenbaren scheint, ohne daß jedoch entsprechende Sinnreize als Grundlage vorliegen (vgl. Lersch 1970, S. 399).Google Scholar
  250. 3).
    An dieser Stelle sollen die “Transformationsfehler”, die im Prozeß der Übertragung von vorliegenden und identifizierten Außenweltreizen zu Wahrnehmungsinhalten möglich sind, vernachlässigt werden.Google Scholar
  251. 3).
    worauf insbesondere Jaspers hinweist (vgl. Lersch 1970, S. 398)Google Scholar
  252. 4).
    Lersch 1970, S. 437Google Scholar
  253. 5).
    vgl. ebenda, S. 402; vgl. zum Zusammenhang zwischen Vorstellungen und Wahrnehmungen auch Krech 1985 b, S. 108; Morf 1970, S. 42Google Scholar
  254. 6).
    vgl. Lersch 1970, S. 454Google Scholar
  255. 7).
    vgl. ebenda, S. 401;Staehle 1985, S. 219 scwie Izard 1981, S. 168Google Scholar
  256. 1).
    Dennoch ist in vielen Fällen hier ein Zusammenhang derart gegeben, daß in Phantasievorstellungen Gegenstände der wirklichen Welt (z.B. Schimmel und Eistüte) zu realitätsfernen Bildinhalten (z.B. Einhorn) kombiniert werden.Google Scholar
  257. 2).
    vgl. im folgenden zum menschlichen Gedächtnis insbesondere Lersch 1970, S. 46 ff sowie S. 402 ffGoogle Scholar
  258. 1).
    vgl. Lersch 1970, S. 71 fGoogle Scholar
  259. 2).
    ebenda, S. 72Google Scholar
  260. 3).
    ebenda, S. 402Google Scholar
  261. 4).
    In diesem engeren Sinn wird von Hehlmann (vgl. 1962, S. 161) unter Gedächtnis die Fähigkeit bezeichnet, Bewußtseinsinhalte über kurze oder lange Zeiträume zu bewahren und bei Bedarf willkürlich oder unwillkürlich abzurufen.Google Scholar
  262. 5).
    vgl. Lersch 1970, S. 46 und S. 402Google Scholar
  263. 1).
    vgl. zu den unterschiedlichen Strukturen im menschlichen Gedächtnis wie Gegenwarts-, Kurzfrist- und Langfristgedächtnis beispielsweise Krech u.a. 1985 a, S. 58 ff; Katzenberger 1967, S. 49 ff sowie Popper und Eccles 1984, S. 453 ff. vgl. zu den Prozessen des Einspeicherns, Speicherns und Aus-speicherns beispielsweise Hehlmann 1962, S. 161 ff; Hörmann 1964, S. 225 ff; Most 1970, S. 68 ff; Rohracher 1971, S. 277 ff; Katzenberger 1967, S. 46 ff und S. 86 ff und Lersch 1970, S. 402 ff. vgl. zu informationstheoretischen Gedächtnisbetrachtungen beispielsweise Feigenbaum 1970, S. 451 ff; Quillian 1967, S. 410 ff sowie Newell und Simon 1972, S. 792 ffGoogle Scholar
  264. 2).
    vgl. Lersch 1970, S. 46 und 402. Lersch beschränkt seine Ausführungen über das Erfahrungsgedächtnis auf den Bereich des Erlebten, also auf seelische Prozesse, die auf dem organischen Leben auf ruhen. An einer Stelle läßt Lersch erkennen, daß er bereit ist, auch vorpsychische Einflüsse im Gedächtnisbereich anzuerkennen, wenn er (S. 47) Bergson (1912, S. 12) zitiert: “Denn was in der Tat sind wir und was ist unser Charakter, wenn nicht die Verdichtung jener Geschichte, die wir seit unserer Geburt, ja — die wir angeborene Anlagen mitbringen — vor unserer Geburt gelebt haben.” Geht man von der schichtentheoretischen Konzeption Lerschs aus, die aufbauend auf dem Bereich des organischen Lebens weitere unterschiedliche Schichten des Erlebens gliedert, wäre es konsequent gewesen, dem Erinnerungsund Erfahrungsgedächtnis noch eine Art “Erbgutgedächtnis” vorzuschalten, auf dem aufbauend sich das seelische Erleben erst entwickelt und sich — entsprechend der unterschiedlichen Anlagen -auch die Erfahrungen unterschiedlich herausdifferenzieren. Daß Lersch einen solchen Schritt nicht vollzieht, erscheint umso verwunderlicher, zumal er (S. 50) mit McDougall (1947, S. 35) äußert, daß wir guten Grund haben anzunehmen, “daß ebenso wie die Entwicklung der körperlichen Strukturen und ihrer Funktionen in den Hauptzügen durch Vererbung bestimmt wird,… dasselbe auch bei der Entwicklung der seelischen Organisation und ihrer Funktionen der Fall ist.”Google Scholar
  265. 1).
    Lersch 1970, S. 47Google Scholar
  266. 2).
    vgl. hierzu insbesondere die Ausführungen in Abschnitt 2.2.3. dieser ArbeitGoogle Scholar
  267. 3).
    Lersch 1970, S. 47Google Scholar
  268. 4).
    vgl. ebenda, S. 48Google Scholar
  269. 1).
    Bei ehemals schwach ausgeprägten Eindrücken ist es jedoch hier durchaus möglich, daß infolge endothymer Aufschaukelungspro-zesse Vorstellungen heute intensiver erlebt werden als das Ursprungserlebnis selbst.Google Scholar
  270. 2).
    vgl. hierzu Abschnitt 2.3.2.1.Google Scholar
  271. 1).
    Watzlawick 1976, S. 72Google Scholar
  272. 1).
    vgl. Clauß 1981, S. 173; Dorsch 1976, S. 163; Izard 1981, S. 29; Brockhaus 1968, S. 669 oder Meyers 1973, S. 121Google Scholar
  273. 2).
    Hehlmann 1968, S. 88 mit Bezug auf Wenzl ohne QuellenangabeGoogle Scholar
  274. 3).
    Lersch (1970, S. 431) bezeichnet aus diesem Grunde Denkvorgänge in Anlehnung an die griechische Terminologie als noëtische Akte oder Vorgänge (noėtón: durch Denken zu gewinnen) Die Erkenntnis beruht nach Platon und Sokrates auf Begriffen, die begründetes Wissen isolieren. Platon sieht darüber hinaus die Notwendigkeit geordneter Begriffssysteme. Erkenntnis wird nur auf dem Wege des Denkens gewonnen. Während Sokrates die Wahrnehmungs-/Anschauungswelt als mögliche Quelle der Erkenntnis sah, aus der das begriffliche Allgemeine “dialektisch zu entbinden” wäre, vertritt Platon den Standpunkt, daß Erkenntnisgewinnung als geistiger Akt von der Wahrnehmungswelt unabhängig wäre (vgl. Rehmke und Schneider 1983, S. 34).Google Scholar
  275. 4).
    vgl. z.B. Dorsch 1976, S. 303Google Scholar
  276. 5).
    vgl. Easton 1961; zitiert bei Craumann 1965, S. 15; siehe ebenso Ruoff 1981, S. 126Google Scholar
  277. 6).
    vgl. Craumann 1965, S. 15 ffGoogle Scholar
  278. 1).
    vgl. Graumann 1965, S. 19, im folgenden auch S. 19 ffGoogle Scholar
  279. 2).
    James 1909, S. 243Google Scholar
  280. 3).
    vernachlässigt man hier die physiologische Objekthaftigkeit psychischer Vorgänge.Google Scholar
  281. 1).
    vgl. zur Frage der Gleichheit oder Unterschiedlichkeit zwischen Denken und Erkennen beispielsweise Rehmke und Schneider 1983, S. 42 ffGoogle Scholar
  282. 2).
    Craumann 1965, S. 20Google Scholar
  283. 3).
    vgl. ebenda, S. 20Google Scholar
  284. 4).
    ebenda, S. 20Google Scholar
  285. 5).
    Freud (1941, S. 233). Lersch (1970, S. 447) charakterisiert eine sinngemäße, realitätsorientierte Funktion des Denkens auch als “intellektuell-instrumentelles Denken”. Freud (1941, S. 233 f) sieht denn auch im Realitätsbezug eine wesentliche (physiologische) Begründung des Denkprozesses: “Die (unter dem Druck der Realität) notwendig gewordene Aufhaltung der motorischen Abfuhr (des Handelns) wurde durch den Denkprozeß besorgt… Das Denken wurde mit Eigenschaften ausgestattet, welche dem seelischen Apparat das Ertragen der erhöhten Reizspannung während des Aufschubs der Abfuhr ermöglichen. Es ist im wesentlichen ein Probehandeln…”. Wo also eigene Erfahrungen zur (quasi automatisierten) Realitätsbewältigung fehlen, ermöglicht es die Denkfunktion, dennoch, eine (für das jeweilige Individuum) sinnvolle Erfolgsstrategie bereitzustellen. Dieses dem Realitätsprinzip unterworfene Denken steht nach Freud (vgl. ebenda) im Gegensatz zum phantasierenden Denken, welches sich (noch) nicht an dem orientiert, was ist oder was sein soll. Er weist letzteres dem Lustprinzip zu.Google Scholar
  286. 1).
    vgl. Hehlmann 1968, S. 88 mit Verweis auf James, ohne Quellenangabe.Google Scholar
  287. 2).
    vgl. Hofstätter 1963, S. 86Google Scholar
  288. 3).
    vgl. zu den “Strebungen der wissenden Teilhabe” Abschnitt 2.2.2.1.1.Google Scholar
  289. 4).
    vgl. Abschnitt 2.1.Google Scholar
  290. 5).
    Andererseits können durch neu gewonnene Erkenntnisse alte Ordnungsstrukturen und erlebte Sicherheiten über den Haufen geworfen werden, wodurch in der Regel neues Orientierungsstreben (oder Resignation) ausgelöst wird.Google Scholar
  291. 1).
    Bei der hier beschriebenen Kunstbetrachtung ist insbesondere die verbreitete, in westlichen Ländern typische Art des Kunstgenusses angesprochen. Ein völlig anderer Weg der Verinnerli-chung von Kunstgegenständen ist in fernöstlichen Ländern Tradition, wo, gerade in der Malerei, von einer differenzierenden Erfassung des Kunstobjektes weggegangen wird. Es wird hier versucht, das Wesen des Motivs dadurch zu erfassen, indem man sich, ohne Einschaltung akzentuierender Denkakte, in das Sujet hineinversenkt, die Trennung zwischen Subjekt und Objekt also aufgibt. In dem Maße, in dem es das Objekt nun “schafft”, Erlebnisse beim Betrachter auszulösen, wird kunstvolles Schaffen anerkannt — oder nicht, vgl. Hammitzsch 1980, S. 113Google Scholar
  292. 2).
    Die folgenden Ausführungen erfolgen in enger Anlehnung an Lersch 1970, S. 432 ffGoogle Scholar
  293. 3).
    Lersch 1970, S. 433Google Scholar
  294. 4).
    ebenda, S. 434Google Scholar
  295. 1).
    Lersch 1970, S. 433 unter Berufung auf A. Wenzl, ohne QuellenangabeGoogle Scholar
  296. 2).
    ebenda, S. 433Google Scholar
  297. 3).
    vgl. ebenda, S. 433Google Scholar
  298. 4).
    vgl. ebenda, S. 434 und 596Google Scholar
  299. 5).
    vgl. ebenda, S. 434. Die Ordnungsleistung des Denkens wird von nahezu allen Autoren, die sich mit dem Denkprozeß beschäftigen, als Charakteristik und Ziel des Denkens vermerkt, vgl. stellvertretend Arnold 1971, S. 358; Dorsch 1970, S. 79; Hehlmann 1968, S. 88Google Scholar
  300. 6).
    vgl. Lersch 1970, S. 433 ff sowie S. 596Google Scholar
  301. 1).
    vgl. Lersch 1970, S. 434Google Scholar
  302. 2).
    In diesem Zusammenhang entwirft Popper ein sehr interessantes Modell von 3 Welten (Welt 1 = Universum der physikalischen Gegenstände und Zustände; Welt 2 = Welt der psychischen Zustände; Welt 3 = Inhalte des Denkens und Erzeugnisse des menschlichen Geistes), die sich gegenseitig beeinflussen (vgl. Popper und Eccles 1984, S. 61 ff)Google Scholar
  303. 3).
    vgl. Lersch 1970, S. 597 fGoogle Scholar
  304. 4).
    Die Stellungnahme des Individuums zum Festgestellten kann kognitiv, aber auch endothym (emotional, konational) erfolgen. Auf die endothyme Stellungnahme und ihre Wechselwirkungen mit der kognitiven wird hier nicht eingegangen. Dies wird in Abschnitt 2.2.3. nachgeholt.Google Scholar
  305. 1).
    vgl. Graumann 1965, S. 21Google Scholar
  306. 2).
    Andere Formen der Äußerung sind möglich, z.B. über Mimik, Gestik, Bewegung oder sprachungebundene Lautgebung. Um sicherzustellen, daß die hierdurch übermittelten symbolhaften Bedeutungsinhalte genau den Denkinhalt charakterisieren und weiterleiten, müßte, ebenso wie bei Sprach- und Schriftabbildung, eine Übereinkunft über die verwendbaren Darstellungssymbole qetroffen werden. Beispiele solcher Sprachäquivalente sind die Zeichen der Taubstummensprache sowie international gültige Schiffahrts- und Luftverkehrszeichen. Die Übereinstimmung in der Wahl zugelassener Abbildungssymbole zwischen Absender und Empfänger einer Mitteilung ist Grundbedingung jeder Art von Kommunikation; vgl. z.B. Watzlawick 1976, S. 145 ff sowie Szyperski 1981, S. 11Google Scholar
  307. 3).
    vgl. Lersch 1970, S. 434 ffGoogle Scholar
  308. 4).
    ebenda, S. 434 fGoogle Scholar
  309. 1).
    vgl. Abschnitt 2.2.2.2.2.1.Google Scholar
  310. 2).
    vgl. zum Prozeß der Begriffsbildung durch Abstraktion und Generalisierung beispielsweise Oeser 1976 c, S. 38 ff; Graumann 1965, S. 19 und S. 36 ff; Klix 1971, S. 515 ff; Kirsch 1971 a, S. 106; Kainz 1964, S. 573 ff; Kaminski 1964, S. 438; Humphrey 1951, S. 265 sowie Vinacke 1952, S. 104. Bei Lersch (1970, S. 436 ff) wird auch bei der Erörterung der Begriffsbildung der Nachteil deutlich, daß er früher Wahrnehmungen und Vorstellungen ausschließlich auf Phänomenerfassung der Außenwelt bezog. Da er in den Wahrnehmungs- und Vorstellungsinhalten phänomenologisch die “Vorstufen” des begrifflich zu Fixierenden ansieht (vgl. S. 437 ff), würden in dieser Konzeption unanschauliche Gegebenheiten der Binnenwelt des Individuums (bsw. Gefühlserlebnisse) der Begriffsbildung und auch später dem Urteilen und Schließen nicht zugänglich sein.Google Scholar
  311. 3).
    Oleron 1965, S. 192Google Scholar
  312. 4).
    Koch 1964, S. 66 in Anlehnung an Külpe und AchGoogle Scholar
  313. 1).
    Wittgenstein weist jedoch auf die Schwierigkeit hin, daß Begriffe nicht immer geeignet scheinen, Bedeutungsinhalte eines Phänomens (z.B. das Spiel, der Schmerz oder die Freiheit) differenziert zu beschreiben. Für ihn werden damit Wörter und Begriffe als Grundlage philosophischer Betrachtungen völlig zweifelhaft (vgl. Mechsner 1989, S. 42 f)Google Scholar
  314. 2).
    vgl. Lersch 1970, S. 442 ff; Graumann 1965, S. 20Google Scholar
  315. 3).
    Es wird auf eine beschreibende Darstellung dieser einzelnen Vorgänge verzichtet. Einerseits reicht ihre Nennung aus, um das zugrunde liegende Phänomen zu beschreiben, andererseits werden die genannten Begriffe von unterschiedlichen Autoren unterschiedlich abgegrenzt. Ihre Erörterung würde für die Zwecke der Arbeit nicht zu einer wesentlich verbesserten Einsicht in den Denkprozeß führen. Vgl. zu den Begriffen beispielsweise Jaspers 1947, S. 279; Grau 1929, S. 79; Külpe 1965, S. 162 ff und Lersch 1970, S. 442 ffGoogle Scholar
  316. 1).
    vgl. Jaspers 1947, S. 279Google Scholar
  317. 2).
    Arnold 1971, Sp. 361, ähnlich Rubinstein 1965, S. 76 fGoogle Scholar
  318. 3).
    vgl. Kainz 1964, S. 599 fGoogle Scholar
  319. 1).
    vgl. Hofstätter 1963, S. 89Google Scholar
  320. 2).
    vgl. Rehmke und Schneider 1983, S. 46Google Scholar
  321. 3).
    vgl. Aristoteles, De Memoria II, S. 453 a, zitiert bei Koch 1964, S. 62Google Scholar
  322. 4).
    vgl. Humbold 1836, S. 114; im Gegensatz zur deutschen Sprache, die Begriffe mehr aus “tiefer geschöpfter Subjektivität” (ebenda) entnimmt.Google Scholar
  323. 5).
    vgl. Wundt 1911, S. 50Google Scholar
  324. 1).
    vgl. Graumann 1965, S. 23Google Scholar
  325. 2).
    vgl. hierzu den FolgeabschnittGoogle Scholar
  326. 3).
    vgl. Mayer und Orth 1901; Marbe 1901; Watt 1905; Ach 1905; Messer 1906; Bühler 1907, 1908; Külpe 1912, 1914, 1922Google Scholar
  327. 4).
    Binet 1903, zitiert bei Koch 1964, S. 62Google Scholar
  328. 5).
    Interessanterweise schlägt zur selben Zeit, als in Würzburg das anschauungslose Denken entdeckt wird, in München (1903) die Geburtsstunde der abstrakten (anschauungslosen) Malerei; vgl. Koch 1964, S. 62.Google Scholar
  329. 1).
    vgl. Marbe 1901, S. 11 fGoogle Scholar
  330. 2).
    vgl. ebenda, S. 176Google Scholar
  331. 3).
    vgl. ebenda, S. 184Google Scholar
  332. 4).
    vgl. Bühler 1965, S. 67Google Scholar
  333. 5).
    vgl. Ach 1910, S. IGoogle Scholar
  334. 6).
    vgl. Koch 1964, S. 63Google Scholar
  335. 1).
    vgl. Külpe 1922, S. 309 fGoogle Scholar
  336. 2).
    Koch 1964, S. 64 mit Verweis auf Dürr 1906, ohne QuellenangabeGoogle Scholar
  337. 3).
    vgl. Bühler 1907, S. 297 ff; 1908, S. 1 ffGoogle Scholar
  338. 4).
    vgl. Messer 1906, S. 1 ffGoogle Scholar
  339. 5).
    Bühler 1965, S. 67Google Scholar
  340. 6).
    ebenda, S. 73Google Scholar
  341. 7).
    Bühler 1965, S. 67Google Scholar
  342. 8).
    ebenda, S. 69Google Scholar
  343. 9).
    ebenda, S. 73Google Scholar
  344. 10).
    vgl. z.B. Rehmke und Schneider 1983, S. 43Google Scholar
  345. 11).
    Lersch 1970, S. 438Google Scholar
  346. 12).
    vgl. Titchener 1909; Pratt 1928; Gibson und McGarvey 1937 sowie Humphrey 1951Google Scholar
  347. 13).
    vgl. hierzu Koch 1964, S. 64 f sowie Graumann 1965, S. 29Google Scholar
  348. 1).
    Titchener 1909, S. 180 fGoogle Scholar
  349. 2).
    Graumann 1965, S. 29Google Scholar
  350. 3).
    Bühler 1907/1965, S. 72Google Scholar
  351. 1).
    vgl. Kainz 1964, S. 600Google Scholar
  352. 2).
    vgl. ebenda, S. 604Google Scholar
  353. 3).
    vgl. ebenda, S. 604Google Scholar
  354. 1).
    Mit Einschränkungen wären hier das wortlose und das reine Denken von Kainz zuzuordnen.Google Scholar
  355. 2).
    vgl. Kuhl 1983 b, S. 236 ffGoogle Scholar
  356. 1).
    vgl. hierzu beispielsweise Bechterew 1913, S. 242 f, der den Prozeß des Denkens in physiologischen “Assoziationsreflexen” begründet sah, die im Grunde nichts anderes waren als die Wiederbelebung einer einmal gelegten Spur. Ähnlich sieht Pawlow (1953, S. 456) in den Denkvorgängen nervale, bedingte Reflexe.Google Scholar
  357. 2).
    Craumann 1965, S. 27Google Scholar
  358. 1).
    Wundt 1950, S. 73Google Scholar
  359. 2).
    Külpe 1893, S. 464Google Scholar
  360. 3).
    vgl. Binet 1903, S. 154Google Scholar
  361. 4).
    Messer 1917, S. 22 fGoogle Scholar
  362. 5).
    vgl. Watt 1905, S. 307Google Scholar
  363. 6).
    Lersch 1970, S. 446; Unterstreichung statt Kursivdruck im Original durch den Verfasser.Google Scholar
  364. 7).
    vgl. Watt 1905, S. 429Google Scholar
  365. 1).
    vgl. Graumann 1965, S. 30 f. Craumann geht sogar soweit, das Aufgabenlösen als den wesentlichen Inhalt des Denkens zu beschreiben (vgl. S. 30) und gipfelt darin, daß er in Anlehnung an Külpe schreibt (S. 35): “Daß eine Orientierungsleistung unter keiner ausdrücklichen Aufgabe steht, heißt lediglich, daß sie unter einer unbestimmten Aufgabe steht”. Unter dem dynamischen Aspekt ist damit jegliches Fortschreiten menschlichen Erlebens oder Verhaltens von einer Situation zur nächsten als ein Erfüllen alter und bsw. Bildung neuer Aufgaben erklärbar. Diese Sichtweise ist nach Ansicht des Verfassers nur zulässig, wenn als “aufgabenbildende Instanz” nicht nur die nach Erkenntnis strebende kognitive (Teil-)Persönlichkeit des Menschen fungiert (die Probleme lösen will). Es müssen dann auch die Antriebe und Emotionen des Menschen als Quelle von Aufgabenbildung und auch -erfüllung einbezogen werden. Graumanns Ausführungen beschränken sich jedoch fast ausschließlich auf die kognitiven Aspekte.Google Scholar
  366. 2).
    vgl. auch die Ausführungen zum Gestaltprinzip, Abschn. 2.2.2.2.1.Google Scholar
  367. 3).
    Wertheimer 1922, S. 57Google Scholar
  368. 1).
    vgl. hiernzu und im folgenden Graumann 1965, S. 31Google Scholar
  369. 2).
    Metzger 1963, S. 193f; auf die Umstrukturierung der vorhandenen Denkinhalte für neue Zwecke und Aufgaben hat schon Selz (1913, S. 237 ff) hingewiesen; vgl. ebenso Lersch 1970, S. 446Google Scholar
  370. 3).
    Graumann 1965, S. 31 in Anlehnung an Lewin; im genannten Zitat deutet Graumann die Wirksamkeit endothymer Prozesse implizite an, ohne daß er sie jedoch im weiteren anspricht.Google Scholar
  371. 4).
    vgl. Selz 1916, S. 367 ffGoogle Scholar
  372. 5).
    Bühler 1926, S. 152Google Scholar
  373. 1).
    vgl. Duncker 1963, S. 5 fGoogle Scholar
  374. 2).
    vgl. Köhler 1963, S. 26Google Scholar
  375. 3).
    vgl. ebenda, S. 26Google Scholar
  376. 4).
    Graumann 1965, S. 32Google Scholar
  377. 5).
    vgl. Duncker 1963, S. 13Google Scholar
  378. 6).
    vgl. Craumann 1965, S. 34. Oléron (vgl. 1965, S. 195) verweist auf die Trennung der Einstellung in der englisch-sprachigen Literatur, die zwischen andauernden und beständigen Reaktionsbereitschaften (attitudes), z.B. soziale Einstellung, und zwischen den speziell aufgabenbezogenen Reaktionsbereitschaften (sets) unterscheidet.Google Scholar
  379. 1).
    vgl. Graumann 1965, S. 34 ff und Oléron 1965, S. 194 f. Schon Pear weist 1922 (S. 136) auf die logische und affektive Relevanz seiegierender Kräfte hin. Die Einstellung ist also sowohl kognitiv wie auch endothym fundamentiert. Es wird hierauf in Abschnitt 2.2.3. noch einzugehen sein.Google Scholar
  380. 2).
    vgl. Oléron 1965, S. 199 ff; vgl. zur determinierenden Tendenz der ersten Problemsicht im Denkprozeß auch Tversky und Kahneman 1974, S. 1124 ffGoogle Scholar
  381. 1).
    vgl. Graumann 1965, S. 33; Oléron 1965, S. 194 sowie Isen u.a. 1982, 5. 243Google Scholar
  382. 2).
    vgl. Duncker 1963, S. 102 ffGoogle Scholar
  383. 1).
    vgl. die Abschnitte2.2.3. und 2.3.2.4.Google Scholar
  384. 1).
    Rohracher 1932, S. 1 fGoogle Scholar
  385. 2).
    vgl. Wundt 1908, 1920Google Scholar
  386. 3).
    vgl. Arnold 1971, Sp. 778Google Scholar
  387. 4).
    vgl. Aristoteles, deutsche Übersetzung der De Anima 1937, S. 85Google Scholar
  388. 5).
    vgl. Eisler 1930, S. 553Google Scholar
  389. 6).
    vgl. Rohner 1964, S. 52Google Scholar
  390. 7).
    Leibniz 1915, S. 165; Unterstreichung durch den VerfasserGoogle Scholar
  391. 1).
    Locke 1959, S. 320. Die Unterscheidung, die den Willen als die Fähigkeit, das Wollen als Prozeßvollzug sieht, ist in der Literatur verbreitet, aber nicht durchgängig. Hehlmann (vgl. 1968, S. 655) sieht im Wollen beispielsweise die “Fähigkeit der persönlichen Selbstbestimmung”.Google Scholar
  392. 2).
    vgl. Hehlmann 1968, S. 655Google Scholar
  393. 3).
    vgl. Lersch 1970, S. 483Google Scholar
  394. 4).
    ebenda, S. 484; ähnlich beschreibt Lückert (vgl. 1972, S. 51) den Willen im Vergleich zum Trieb, der an vorgegebene Verhaltensmuster gebunden ist, als “handlungsoffen”.Google Scholar
  395. 5).
    vgl. Lersch 1970, S. 485Google Scholar
  396. 1).
    Jaspers 1922, S. 361Google Scholar
  397. 2).
    vgl. Dorsch 1970, S. 459Google Scholar
  398. 3).
    Hehlmann 1968, S. 656Google Scholar
  399. 4).
    Wie bereits früher angedeutet, faßt Lersch das Denken und Wollen des Menschen unter dem schichtentheoretischen Aspekt im “personellen Oberbau” des Menschen zusammen, welcher den Lebensgrund und endothymen Grund überlagert. Wesen des personellen Oberbaus ist es, die Daseinsthematik des Menschen (die aus dem Lebensgrund und endothymen Grund resultiert) bewußt zu erfassen, zu interpretieren, und das Verhalten des Menschen in eine bestimmte Richtung zu steuern (vgl. hierzu die Ausführungen von Lersch 1970, S. 495 ff, S. 530 ff).Google Scholar
  400. 5).
    vgl. Kirsch 1971 a, S. 134 ffGoogle Scholar
  401. 6).
    vgl. Lersch 1970, S. 489 fGoogle Scholar
  402. 7).
    Hier werden die Gefahren evident, die entstehen, wenn in der Vergangenheit erprobte “Entscheidungsprogramme” auf Situationen angewendet werden, die sich von der ursprünglichen Sachlage objektiv entfernt haben, im subjektiven Bild jedoch ähnlich erscheinen.Google Scholar
  403. 8).
    vgl. Lersch 1970, S. 482; siehe hierzu auch die Ausführungen zum schlichten Erleben in Abschnitt 2.3.2.4.1.Google Scholar
  404. 1).
    vgl. hierzu und im folgenden Lersch 1970, S. 492 ffGoogle Scholar
  405. 2).
    ebenda, S. 493 f; Unterstreichungen durch den VerfasserGoogle Scholar
  406. 1).
    Als Arbeitsdefinition soll hier zunächst — unbeachtet einer späteren Konkretisierung — unter Information ein Mittel verstanden werden, welches erkennende Orientierung ermöglicht.Google Scholar
  407. 2).
    vgl. Newell, Shaw und Simon 1958, S. 151 ffGoogle Scholar
  408. 3).
    vgl. zur Darstellung menschlicher Informationsverarbeitungsmodelle neben Newell, Shaw und Simon ebenfalls Kirsch 1971 a, S. 76 ff; Dörner, Reither und Schöpel 1972/73, S. 119 ff; Dörner 1977; Feigenbaum und Feldmann 1963; Abel 1977; Frese 1970, S. 283 ff sowie Herrmann 1964, S. 641 ffGoogle Scholar
  409. 1).
    vgl. z.B. Kirsch 1971 a, S. 76 ff; Newell und Simon 1972, S. 20 oder Klix 1971, S. 352Google Scholar
  410. 2).
    Vertiefende Literaturhinweise: zu Aufbau und Funktionsweise der Rezeptoren vgl. z.B. Meyer-Eppler 1969, S. 225 ff; Toman 1973 a und Klix 1971, S. 199 ff. Zur Verarbeitunqseinheit vgl. z.B. Miller 1956, S. 81 ff; Newell und Simon 1972, S. 29 ff. Zum Speichermodell vgl. z.B. Feigenbaum 1970, S. 451 ff; Quillian 1967, S.410 ff; Newell und Simon 1972, S. 792 ff. Zu den Effektoren vgl. Newell und Simon 1972, S. 798 f. Zu den zugrunde liegenden physiologischen (elektro-physikalischen und bio-chemischen) Prozessen innerhalb des Zentralnervensystems vgl. z.B. Rahman 1976, S. 240 f; Hadorn und Wehner 1978, S. 326 f; Lausch 1974, S. 142 ff; Grunewald 1971, S. 9 ff; Toman 1973 a, S. 40 ff; Popper und Eccles 1984, S. 283 ff; Steinbuch und Weber 1974, S. 428 ffGoogle Scholar
  411. 1).
    vgl. hierzu und im folgenden: Ausubel 1968, S. 3 ff; Berg 1973, S. 29 ff; Kirsch 1971 a, S. 24 ff; Kupsch 1973, S. 215 ffGoogle Scholar
  412. 2).
    vgl. zur kritischen Auseinandersetzung mit dem IV-Ansatz und < seinen Anwendungsmöglichkeiten beispielsweise Agyris 1966, S. 84 ff; oder 1971, S. 275 ff; Fryda 1967, S. 59 ff; Kirsch 1973, S. 561 ff oder Sarason 1961, S. 147 ffGoogle Scholar
  413. 3).
    vgl. Reber 1973, S. 380 ffGoogle Scholar
  414. 1).
    Miller, Galanter und Pribram (vgl. 1973, S. 27) fassen dabei unter dem Image sowohl gelerntes als auch selbst erfahrenes Wissen zusammen. Kirsch (1970, S. 77 f) versteht unter dem Image oder dem begrifflichen Gedächtnisinhalt Informationen mit Datencharakter.Google Scholar
  415. 2).
    vgl. Miller, Galanter und Pribram 1973, S. 12; Kirsch 1971 a, S. 134Google Scholar
  416. 3).
    vgl. Kirsch 1971 a, S. 106Google Scholar
  417. 4).
    vgl. Feigenbaum 1970, S. 460 ff; Lindsay und Norman 1972, S. 375 ff; Anderson und Bower 1973, S. 51 ff; Kupsch 1973, S. 220 ff; Quillian 1967, S. 410 ffGoogle Scholar
  418. 1).
    vgl. zur engeren Begriffsauffassung beispielsweise Maltzmann 1965, S. 96 oder Hofstätter 1963, S. 86 ff.Google Scholar
  419. 2).
    Zedier 1734, Sp. 556Google Scholar
  420. 1).
    vgl. beispielsweise Knoll (1979, S. 59), der unter dem Denken “das verstandesgemäße Erfassen von Eindrücken und Zusammenhängen, das zu Schlußfolgerungen und Urteilen führt” subsummiert (ähnliches Dorsch 1970, S. 79). Lersch (vgl. 1970, S. 434 ff sowie ähnlich James 1907, S. 237 ff) spricht dementsprechend explizite von “denkendem Erfassen”, was bei ihm vor allem der Erfassung des außenweltlich Gegebenem dient. Aus seinen Ausführungen kann abgeleitet werden, daß er auf dem Wege der Stellungnahme auch den Verarbeitungsvorgang, zum Teil auch die Prozesse des Speicherns und Ausgebens vom Denkakt dominiert sieht (vgl. Lersch 1970, S. 431 ff; S. 502 ff sowie S. 595 ff).Google Scholar
  421. 2).
    vgl. Humphrey 1951, S. 266. In diesem Zusammenhang weist auch Graumann (vgl. 1965, S. 27) darauf hin, daß prinzipielle Unterschiede zwischen dem Denk- und beispielsweise dem Lernvorgang nicht angenommen werden können.Google Scholar
  422. 3).
    Hebb 1967, S. 308Google Scholar
  423. 1).
    Die enge Ankopplung der Sprache an das (verarbeitende) Denken und umgekehrt ist in der Literatur immer wieder betont worden. Dabei sind heute nach Kainz (vgl. 1964, S. 564 ff) drei Standpunkte bedeutsam. Unter dem Identitätsstandpunkt wird angenommen, daß Denken und Sprache nicht unterschiedliche Funktionen, sondern eine einzige psychische Aktivität beinhalten. Denken ist danach ein äußerlich nicht vernehmbares Sprechen; Sprechen hingegen lautgewordenes Denken. Der dualistische Standpunkt beschreibt Denken und Sprechen als zwei wesensverschiedene psychische Funktionen. Die Sprache dient lediglich dem Ausdruck des Gedachten. Denken vollzieht sich in Abkopplung vom Sprechmechanismus. Der leistungssymbiotische Standpunkt geht davon aus, daß zwar Sprache und Denken durchaus unterschiedliche psychische Funktionen beinhalten, aber prozeßstrukturell und genetisch aneinander gekoppelt sind. Denken und Sprache sind in der Entwicklung des Menschen eng miteinander verflochten. Der Identitätsstandpunkt, der auf Piaton (vgl. Hofstätter 1963. S. 91 ff oder Aristoteles (vgl. Rehmke und Schneider 1983, S. 49) zurückgeführt wird, ist in der Literatur stark kritisiert worden. Einwände gegen diese These sind insbesondere aus der Tatsache herleitbar, daß zentrale Störungen (auch der Verlust) von Sprachfähigkeit (Aphasie) wie sie beispielsweise in der Folge von Schlaganfällen eintreten, nicht notwendigerweise mit dem Verlust der Denkfähigkeit verbunden sind. Ähnliche Argumente gelten für Menschen, die von Geburt an stumm sind. In diesem Zusammenhang wird von Graumann (vgl. 1965, S. 25 ff) und Hofstätter (vgl. 1963, S. 88 f) darauf hingewiesen, daß motorische Reflex-Theorien des Denkens (vgl. hierzu beispielsweise Bechterew 1919, S. 264 f oder Watson 1959, S. 225 ff) verworfen wurden, die im Denkvorgang nichts anderes als konditionierte Assoziationsreflexe (vgl. zum bedingten Reflex: Pawlow 1953, S. 456) sahen, in denen erlernte “Sprechmuskelbewegungen” (von Kehlkopf, Gesichtsmuskeln) auch ein inneres Sprechen oder Mit-sich-selbst-Reden (Denken) induzierten. Um solche Theorien zu verifizieren, hätte es des Nachweises bedurft (vgl. Graumann 1965, S. 26), daß gemessene kinästhetische Prozesse den Denkprozeß nicht nur begleiten, sondern ihm auch ursächlich vorausgehen. Dieser Nachweis konnte nicht erbracht werden. Wenn in der Literatur auf die Verbindung von Sprache und Denken hingewiesen wird, wird Sprache meist nicht als Sprechvorgang gemeint, sondern eher allgemein auf die Verwendung von Begriffen bezogen (vgl. in diesem Zusammenhang zu monistischen und komplexen Theorien der Sprachentwicklung auch Kroppenberg 1981, S. 58 ff). Das Aneiqnen oder Kommunizie-nicht an Sprechakte gekoppelt sein. Begriffe können ebensogut visuell (z.B. bei Taubstummen) oder über Tastsinne (Blindenschrift) (Forts. S. 190) (Forts. FN 1, S. 189) vermittelt werden und dann Eingang in Denkakte finden. Eine abschließende Klärung über den Zusammenhang zwischen Sprechen, Begriffsaneignung und Denken scheint heute noch nicht möglich zu sein. Eccles verweist auf die unglaubliche Komplexität neuraler Abläufe beim Sprechen (und Denken), in deren Folge eine Vielzahl von Cehirnsegmenten aktiviert werden, da es nicht “das”, sondern mehrere Sprech- bzw. Sprachzentren gibt, da es nicht “das”, sondern mehrere Cehirnsegmente gibt, in denen “Denkaufgaben” erledigt werden (vgl. z.B. Popper und Eccles 1977, S. 360 ff, 428 ff sowie Lausch 1974, S. 63). Ihre Interdependenzen sind noch weitgehend unerforscht.Google Scholar
  424. 1).
    vgl. Zajonc 1980, S. 169 oder Mandel und Huber 1983, S. 49Google Scholar
  425. 2).
    Sorrentino und Higgins (1986, S. VII sowie 1986 a, S. 8) stellen der “kalten” kognitionalen die “heißen” motivationalen Prozesse zur Seite, deren Integration für sie zu einem “Warm Look” dieses verflochtenen Phänomens wird. Die Auswahl der Beiträge dieses von beiden herausgegebenen aktuellen “Handbuches der Motivation und Kognition” macht deutlich, daß emotionale Prozesse mit den im Titel erwähnten motivationalen und kognitionalen Vorgängen untrennbar verbunden sind. Die Berücksichtigung der Emotionen schon im Titel wäre der inhaltlichen Ausrichtung dieser Arbeit durchaus angemessen gewesen.Google Scholar
  426. 3).
    vgl. Abschnitt 1.2.2.3.Google Scholar
  427. 1).
    vgl. Abschnitt 2.2.1.Google Scholar
  428. 1).
    Entnommen aus Lersch 1970, S. 498Google Scholar
  429. 1).
    vgl. zum Vorstehenden Lersch 1970, S. 495 ff, ebenso S. 28 ff sowie Abschnitt 2.2.1. dieser Arbeit.Google Scholar
  430. 2).
    vgl. Lersch 1970, S. 121 ff und 215 ffGoogle Scholar
  431. 1).
    vgl. Lersch 1970; vgl. beispielsweise zur Verflechtung von Lebensgrund und endothymen Grund, S. 32 ff und S. 107 ff; zur Verflechtung endothymer Erlebnisse, S. 28 ff, S. 121 ff, S. 215 ff und S. 301 ff; zur Verflechtung der Stufen des Weltinnewerdens und der Weltorientierung, S. 453 ff; zur Verflechtung der Stufen des wirkenden Verhaltens, S. 481 ff; zum Zusammenhang zwischen Denken und Wollen, S. 483 ff und S. 506 f; zur Verflechtung von horizontalen und vertikalen Erlebnisvollzügen, S. 495 ff.Google Scholar
  432. 2).
    Lersch 1970, S. 530 fGoogle Scholar
  433. 1).
    vgl. im folgenden Lersch 1970, S. 505 fGoogle Scholar
  434. 2).
    vgl. Lersch 1970, S. 264 f — hier bei der Beschreibung der Gefühlsregung “Verliebtheit” — mit Verweis auf das Gleichnis von der Kristallbildung bei Stendhal 1925Google Scholar
  435. 3).
    vgl. im folgenden wieder Lersch 1970, S. 505 fGoogle Scholar
  436. 1).
    Lersch 1970, S. 506 mit Verweis auf SchopenhauerGoogle Scholar
  437. 2).
    vgl. ebenda, S. 506 fGoogle Scholar
  438. 1).
    Kuhl 1986, S. 404. In diesem Sinne bezeichnen Lindsey und Norman (1977) die Psychologie auch als Wissenschaft von der menschlichen Informationsverarbeitung.Google Scholar
  439. 2).
    Die euphorische Nutzung informationsorientierter — der Nachrichtentechnik entlehnter — Erklärungsansätze muß in der frühen Phase ihrer Verwendung als Verstärkung des Kognitivismus angesehen werden, obwohl gerade neuere Ansätze zeigen, daß diese Modelle zur Intearation weiterer Variablen geradezu einladen. Vgl. zur Darstellung kognitioraler, emotionaler und konationaler Prozesse mittels informationsorientierter Ansätze bsw. Kühl 1983 a und 1983 b, Jackendoff 1987, S. 15 ff; Frijda 1986, S. 453 ff; Markowitsch 1988; Oatley 1988, S. 345 ff; Ortony 1988, S. 321 ff; Pfeifer 1988, S. 287 ffGoogle Scholar
  440. 3).
    vgl. Kühl 1983 a, S. 1Google Scholar
  441. 4).
    vgl. beispielsweise die kognitiven Motivationskonzepte von Tolman 1925; Lewin 1935; Rotter 1954; Atkinson 1964; Heckhausen 1977 und 1980 oder Weiner 1972, 1974 und 1980Google Scholar
  442. 5).
    vgl. Krieger 1977, S. 144; vgl. hierzu auch die Ausführungen zu den verhaltensorientierten Organisationsansätzen in Abschnitt 1.2.2.2.2. dieser ArbeitGoogle Scholar
  443. 1).
    vgl. De Charms 1968, S. 12. Für De Charms wird denn auch die personale Verursachung (personal causation) zum Bestandteil wissenschaftlicher Theorie, obwohl damit der Boden objektivi-stisch-meßbarer Wissenschaftlichkeit bei Verhaltenserklärungen (zwangsläufig) verlassen werden muß (vgl. ebenda, S. 355).Google Scholar
  444. 2).
    Scherer 1981, S. 306Google Scholar
  445. 3).
    vgl. Kühl 1983 a, S. 2Google Scholar
  446. 4).
    Suzuki 1984a, S. 83Google Scholar
  447. 5).
    vgl. Scherer 1981, S. 306; vgl. hierzu auch Abschnitt 2.2.Google Scholar
  448. 6).
    vgl. Erdman 1930, S. 20 oder Lausch 1974, S. 28Google Scholar
  449. 1).
    Lausch (vgl. 1974, S. 26 ff) gibt in einem lustig-interessanten Beitrag über die “Suche nach dem Sitz der Seele” einigen Aufschluß, wie sich das Verständnis über die menschliche Seele und ihren Sitz im Körper im Laufe der Geschichte verändert hat.Google Scholar
  450. 2).
    vgl. Mandl und Huber 1983, S. 2Google Scholar
  451. 3).
    vgl. Lanterman 1983 b, S. 275Google Scholar
  452. 4).
    vgl. Lausch 1974, S. 28Google Scholar
  453. 1).
    Weiner 1986, S. 284; Unterstreichung durch den VerfasserGoogle Scholar
  454. 2).
    ebenda, S. 284Google Scholar
  455. 3).
    Kühl 1986, S. 406; ähnlich Sorrentino und Higgins 1986 a, S. 14; vgl. zum folgenden Kühl 1986, S. 406Google Scholar
  456. 4).
    vgl. Bower 1981Google Scholar
  457. 5).
    vgl. Norman 1980Google Scholar
  458. 6).
    vgl. Mandler 1983Google Scholar
  459. 7).
    vql. Plutchik 1980Google Scholar
  460. 8).
    vgl. Dawson und Schell 1982; Izard 1984; Routtenberg 1978; Sperry 1964 und Tucker 1981. Die meisten der Ansätze gründen auf die neurophysiologische Trennung der beiden Hirnhemisphären und gehen von unterschiedlichen emotionalen und kognitionalen Zugriffspfaden aus (vgl. Warburton 1988, S. 212). Le Doux (vgl. 1984, S. 357 ff) warnt davor, emotionale Prozesse in der Terminologie kognitiver Prozesse zu beschreiben.Google Scholar
  461. 9).
    vgl. Izard 1977; Lazarus 1982 und 1984; Zajonc 1980 und 1984; Engelkamp 1983, S. 266Google Scholar
  462. 10).
    vgl. Anderson 1983; Ovsiankina 1928 und Zeigarnik 1927Google Scholar
  463. 11).
    vgl. Zajonc 1980 und 1984Google Scholar
  464. 12).
    Reykowski 1973, S. 173Google Scholar
  465. 1).
    vgl. Kuhl 1986, S. 406Google Scholar
  466. 2).
    Mandl und Huber (vgl. 1983, S. 41) verwenden den gleichen Terminus zur Beschreibung der Interaktion von Kognitions-und EmotionssystemGoogle Scholar
  467. 3).
    vgl. Sorrentino und Higgins 1986 a, S. 8Google Scholar
  468. 4).
    vgl. Izard 1981, S. 174Google Scholar
  469. 1).
    Lanterman 1983 b, S. 277Google Scholar
  470. 2).
    vgl. Hebb 1949, S. 240Google Scholar
  471. 3).
    Lanterman 1983 b, S. 276Google Scholar
  472. 4).
    vgl. Kuhl 1985, S. 407 f; vgl. zur konzeptionellen Verflechtung der K-E-K-Prozesse ebenso Lazarus, Coyne und Folkman 1984, S. 221 ff; Hoffman 1986, S. 244 ff; Sorrentino und Higgins 1986 a, S. 3 ff; Kuhl 1983 a, S. 1 ff und 1983 b, S. 228 ff; Frijda 1985, S. 249 ff; Dörner 1985, S. 157 ff; Spies und Hesse 1986, S. 75 ff. Daß es sich bei der K-E-K-Interaktion nicht nur um ein dem Menschen vorbehaltenes Phänomen zu handeln scheint, zeigt Marler (vgl. 1984, S. 345), wenn er die Gültigkeit dieser Verflechtungsbeziehungen auch für das Tierreich annimmt.Google Scholar
  473. 5).
    entnommen aus Kuhl 1986, S. 408; vgl. zur Erläuterung im folgenden ebenda, S. 407 fGoogle Scholar
  474. 1).
    Kuhl (vgl. 1986, S. 408 f) bezieht ähnlich wie Lersch die “Welt” des Menschen auf seine Außenwelt (“environment”). Die Betrachtung ist auch hier um das Binnenweltgeschehen zu erweitern.Google Scholar
  475. 2).
    vgl. im folgenden ebenfalls Kuhl 1986, S. 408Google Scholar
  476. 3).
    auf die enge inhaltliche Verbindung zwischen dem Emotionsund dem Motivationssystem wurde bereits in Kapitel 2.2.2.1.2. hingewiesen.Google Scholar
  477. 4).
    In Abschnitt 2.2.2.1.2. wurde in diesem Zusammenhang die Unterscheidung zwischen Emotionen und Gefühlen getroffen.Google Scholar
  478. 1).
    Da in den meisten Veröffentlichungen der Emotionsliteratur keine Trennung zwischen den Einflüssen von (eher langfristigen) Stimmungen und (kurzfristigen) aktuellen Gefühlsregungen auf kognitive Prozesse gemacht wird — da diese Trennung in empirischen Untersuchungen auch terminologisch recht schwierig ist -wird auch in dieser Arbeit eine derartige Trennung nicht vorgenommen. Vgl. zur expliziten Berücksichtigung von Stimmungen als Einflußvariable kognitiver Prozesse bsw. Schwarz 1988, S. 149 ff oder Wieland-Eckelmann 1986, S. 113Google Scholar
  479. 2).
    vgl. Kuhl 1983 a, S. 23 sowie 1983 b, S. 231Google Scholar
  480. 3).
    Popper und Eccles 1984, S. 335Google Scholar
  481. 4).
    vgl. Bastik 1982, S. 54Google Scholar
  482. 1).
    Berlyne 1968, S. 640Google Scholar
  483. 2).
    ebenda, S. 640. Berlyne bezog seine Ausführungen jedoch nicht auf das Zustandekommen menschlicher Orientierung, sondern auf behavioristische ErklärungsmodelleGoogle Scholar
  484. 3).
    vgl. Mc Dougall 1928, S. 22Google Scholar
  485. 1).
    Hoffman 1986, S. 260. Hoffman verwendet den Terminus “affect” statt “emotion”.Google Scholar
  486. 2).
    vgl. Bruner und Goodman 1947, S. 33 ff; siehe ebenso Bruner und Postman 1947, S. 206 ff sowie Bruner 1957, S. 123 ff. vgl. zum Zusammenhang zwischen Emotions- und Konations-(Motivations-)system Abschnitt 2.2.2.1.2. dieser Arbeit.Google Scholar
  487. 3).
    Es besteht in der Literatur das Problem, daß häufig zwischen dem endothymen Streben und dem Wollen nicht — wie in dieser Arbeit geschehen — unterschieden wird. Aus diesem Grunde wird in diesem und den nächsten Abschnitten das Wollen zusammen mit den endothymen Strebungen zu den Konationen des Menschen zusammengefaßt. Sofern es die Quellen jedoch zulassen, wird eine Trennung zwischen beiden vorgenommen; vgl. hierzu Abschnitt 2.2.3.3.5.Google Scholar
  488. 4).
    vgl. Abschnitt 2.2.2.2.1.Google Scholar
  489. 5).
    Lersch 1970, S. 379Google Scholar
  490. 1).
    “Der Nachweis einer direkten Beeinflussung von Wahrnehmungsprozessen durch emotionale und motivational Faktoren legt die Annahme nahe, daß solche Faktoren in erster Linie über erwartungsgesteuerte Wahrnehmungsvorgänge wirksam werden (top-down-processing)”; siehe Kuhl 1983 b, S. 231, ebenso 1983 a, S.20Google Scholar
  491. 2).
    vgl. z.B. Donat 1970, S. 95 ff; Izard 1981, S. 168; Kuhl 1983 a, S. 20 und 1983 b, S. 231 ff; Bruner und Goodman 1947, S. 3 ff; Demier 1960 sowie Young 1961, S. 303. Eine Literaturübersicht über vorliegende Ergebnisse des Zusammenhanges zwischen Strebungsthematik und Wahrnehmung findet sich schon bei Blake und Ramsey 1951. Bereits Leibniz (vgl. 1874, S. 6 oder 1907, S. 15) wies darauf hin, daß uns die “Appetenz” von einer Wahrnehmung zur anderen führe, wobei er Lockes Begriff vom “Unbehagen” benutzte (vgl. Leibniz 1921, S. 289), um die Antriebsspannung zu bezeichnen, die auch unsere Gedächtnis- und Denkfunktionen in Gang setzt.Google Scholar
  492. 3).
    vgl. Lersch 1970, S. 379. Da die aktuelle Bedürfnissituation beim Menschen stets ein Konglomerat vieler Einzelkomponenten ist, die dem Individuum nicht vollständig bewußt sind, muß davon ausgegangen werden, daß neben den kognitiv-bewußten auch vorbe-wußte Suchprozesse und -bilder existieren, die den Strebungen des endothymen Grundes entstammen (vgl. ebenda, S. 379).Google Scholar
  493. 4).
    Zahlreiche wahrnehmungspsychologische Untersuchungen haben gezeigt, “daß die Art und Weise, wie eine konkrete Reizvorlage wahrgenommen wird, stark davon beeinflußt wird, welche gespeicherten Erwartungen, die auf früheren Erfahrungen mit ähnlichen Reizbedingungen basieren, in der konkreten Situation aktiviert werden.” (Kuhl 1983 b, S. 231); vgl. auch Hochberg 1970 a, S. 99 ff sowie 1970 b, S. 74 ff; Rayner 1975, S. 65 ff oder Izard 1981, S. 168.Google Scholar
  494. 1).
    So erbrachten Untersuchungen das Ergebnis, daß bei mehrdeutigen Bildvorlagen die herausgefilterten Wahrnehmungsinhalte eng mit der aktuellen Bedürfnislage korrespondieren. Hungrige “sahen” aus diesen Vorlagen beispielsweise mehr Eßbares heraus als gesättigte Versuchspersonen; vgl. z.B. Levine, Chein und Murphy 1942, S. 283 ff; Mc Clelland und Atkinson 1948, S. 205 ff und Weinert 1965, S. 494. Im Zusammenhang hiermit wird in der Literatur häufig von den “Interessen” des Menschen gesprochen, welchen an der Profilierung der Wahrnehmungsinhalte entscheidender Einfluß beigemessen wird. Nicht eindeutig ist dabei allerdings, ob die Interessen den Strebungen (vgl. z.B. Lersch 1970, S. 193 f) oder den Emotionen (vgl. z.B. Izard 1981, S. 168) zugerechnet werden; vgl. zu einer Übersicht über die unterschiedlichsten Ansätze zur Interessentheorie Schiefele und Prenzel 1983, S. 217 ff.Google Scholar
  495. 2).
    Murphy 19 47, S. 338 f; Unterstreichung durch den VerfasserGoogle Scholar
  496. 3).
    vgl. Katzenberger 1967, S. 25Google Scholar
  497. 4).
    vgl. Ach 1910 und 1935Google Scholar
  498. 5).
    vgl. Kuhl 1983 b, S. 232Google Scholar
  499. 1).
    vgl. Spinoza 1907, S. 60Google Scholar
  500. 2).
    vgl. beispielsweise Bruner und Goodman 1947, S. 3 ff; Popper und Eccles 1984, S. 334 ff; Reykowski 1973, S. 158 ff; Nauta 1971, S. 167 ff; Izard 1981, S. 26, S. 168 f; Kuhl 1983 b, S. 230 ff; Öhman 1988, S. 138 f; Bastik 1982, S. 87 ff; Warburton 1988, S. 197 f. Vgl. hierzu auch die Ausführungen über die prä- und postaktive Filterfunktion von Emotionen in Abschnitt 2.2.2.1.2. dieser Arbeit.Google Scholar
  501. 3).
    vgl. Izard 1981, S. 168, die den Zusammenhang zwischen Kona-tionen und Emotionen im Wahrnehmungsprozeß unterstreicht.Google Scholar
  502. 4).
    vgl. auch die Ausführungen über die Filterfunktion von Emotionen im Abschnitt 2.2.2.1.2. sowie die Ausführungen über den Wahrnehmungsprozeß im Abschnitt 2.2.2.2.1. dieser Arbeit.Google Scholar
  503. 5).
    vgl. Young 1961, S. 303Google Scholar
  504. 6).
    vgl. Tomkins 1984, S. 172Google Scholar
  505. 1).
    vgl. beispielsweise Mandl und Huber 1983, S. 20 oder Eagle 1983, S. 119; vgl. ebenso die Ausführungen zur Stimmungskongruenz in den anderen Phasen des IV-ModellsGoogle Scholar
  506. 2).
    vgl. Mandl und Huber 1983, S. 20Google Scholar
  507. 3).
    vgl. Donat 1970, S. 97 fGoogle Scholar
  508. 4).
    vgl. Izard 1981, S. 26; Kuhl 1983 b, S. 231Google Scholar
  509. 5).
    vgl. ebenda, S. 26. Hierzu hat vor allem Easterbrook 1959, S. 183 ff zahlreiche Untersuchunaen zusammengefaßt.Google Scholar
  510. 6).
    vgl. Mueller 1979, S. 288 ffGoogle Scholar
  511. 1).
    vgl. Hoffman 1986, S. 261Google Scholar
  512. 2).
    vgl. Reykowski 1973, S. 162 fGoogle Scholar
  513. 3).
    vgl. Engelkamp 1983, S. 264 fGoogle Scholar
  514. 4).
    vgl. Donat 1970, S. 98 fGoogle Scholar
  515. 5).
    Donat (vgl. ebenda) verweist in diesem Zusammenhang auf eine Untersuchung von Rohracher, in der dieser feststellte, daß die negative Erwartungseinstellung stärker ins Gewicht fällt als die positive oder die neutrale.Google Scholar
  516. 6).
    Im Zusammenhang mit den Selektionsmechanismen des Halo-Effektes ist zu ergänzen, daß Heinisch und Heller (vgl. 1985, S. 210 ff) die Erlernbarkeit derartiger Akzentuierungsmechanismen betonen und diese weniger auf Erbgut zurückführen. Entsprechend liegt der Schluß nahe, daß derartige Verzerrungen des Wahrnehmungsprozesses durch das Wissen um dieses Phänomen geeignet sind,die automatisierte Wirkungsweise derartiger Selektionsmechanismen zu durchbrechen.Google Scholar
  517. 1).
    vgl. Fazio 1986, S. 208 fGoogle Scholar
  518. 2).
    Varendonck 1921, S. 197Google Scholar
  519. 3).
    vgl. Hoffman 1986, S. 265Google Scholar
  520. 4).
    vgl. Izard 1981, S. 172 und 1983 sowie Popper und Eccles 1984, S. 335Google Scholar
  521. 5).
    vgl. Kuhl 1983 b, S. 232Google Scholar
  522. 1).
    Es kann an dieser Stelle nicht auf Prozesse des Unterbewußtseins eingegangen werden, die es erlauben, daß sich (beispielsweise kognitive) Reize an unserer Wahrnehmung “vorbeischleichen” und sofort oder später beispielsweise in Denkprozessen oder Erinnerungsprozessen wirksam werden; vgl. hierzu beispielsweise Lersch 1970, S. 604 ffGoogle Scholar
  523. 2).
    vgl. Kant 1781, S. 556 fGoogle Scholar
  524. 3).
    vgl. Rehmke und Schneider 1983, S. 191Google Scholar
  525. 1).
    Ammermann 1977, S. 5Google Scholar
  526. 1).
    vgl. zur Leistunqsmotivation beispielsweise Heckhausen 1965, S. 605, 1980, S. 385 ff und 1989, S. 231 ff; Wasna 1973, S. 8; Oerter 1973, S. 154 sowie Mc Clelland, Atkinson, Clark und Lowell 1953Google Scholar
  527. 2).
    vgl. Ammermann 1977, S. 13Google Scholar
  528. 3).
    vgl. beispielsweise Stäudel 1982, S. 393 oder 1983 b, S. 255 ffGoogle Scholar
  529. 4).
    Rotter, Seeman und Liverant 1962, S. 475Google Scholar
  530. 5).
    vgl. Dörner, Kreuzig, Reither und Stäudel 1983, ebenso Stäudel 1983 b, S. 255 ff oder 1982, S. 393. Im Versuch Lohhausen mußten 48 Versuchspersonen über längere Zeit die Geschicke einer computersimulierten Kleinstadt “Lohhausen” (mit Uhrenindustrie, Schulen, Verwaltungseinrichtungen etc.) als Bürgermeister lenken.Google Scholar
  531. 6).
    vgl. zur Kompetenz als Element des Problemlösungsprozesses Dörner, Reither und Stäudel 1983, S. 67 ffGoogle Scholar
  532. 1).
    vgl. Stäudel 1982, S. 393Google Scholar
  533. 2).
    vgl. Ammermann 1977, S. 88, jedoch ohne Bezug zu “Lohhausen”.Google Scholar
  534. 3).
    Angst wird i.d.R. als empfundene Bedrohung auf das Subjekt bezogen, wehrend sich Furcht (vor etwas) i.d.R. auf ein Objekt bezieht; vgl. Fröhlich 1965, S. 516Google Scholar
  535. 4).
    vgl. hierzu auch die Ausführungen bei den emotionalen Wirkungen auf den DenkprozeßGoogle Scholar
  536. 5).
    Entnommen aus Oerter 1973, S. 155Google Scholar
  537. 1).
    vgl. Kuhl 1983 b, S. 234 sowie Atkinson und Cartwright 1964, S. 575 ff. Diese Aussagen decken sich damit, daß Ängstliche im Wahlverhalten im Gegensatz zu Erfolgsmotivierten Aufgaben und Lösungen mit mittlerer Schwierigkeit bevorzugen (vgl. Fröhlich, 1965, S. 546)Google Scholar
  538. 2).
    vgl. Kuhl 1983 b, S. 234 sowie Mc Clelland 1973, S. 69 ffGoogle Scholar
  539. 3).
    vgl. Weiner 1966, S. 339 ff sowie Weiner und Schneider 1971, S. 258 ffGoogle Scholar
  540. 1).
    vgl. Abschnitt 2.2.2.2.3.4.3., vgl. zur Willensbezogenheit des Denkens Ach 1905, 1910 und 1935; Klages 1929, Lewin 1920; Meumann 1908, Lindworksy 1923; Rohracher 1932.Google Scholar
  541. 2).
    Wundt 1950, S. 73Google Scholar
  542. 3).
    vgl. hierzu vor allem die Abschnitte 2.2.2.1.2. und 2.2.3.2.Google Scholar
  543. 4).
    vgl. Isen u.a. 1982, S. 246Google Scholar
  544. 5).
    vgl. Kuhl 1983 b, S. 232; bsw. zur Auswirkung der Angst in Denkprozessen Sarason 1986, S. 19 ffGoogle Scholar
  545. 6).
    vgl. Isen 1982, S. 243; ebenso Tversky und Kahneman 1973, S. 207 ff und 1974, S. 1124 ffGoogle Scholar
  546. 1).
    vgl. hierzu Abschnitt 2.2.2.1.1.; vgl. ebenso Abschnitt 2.2.2.2. 3.4.2. zur Wirksamkeit der Aufgabe im DenkprozeßGoogle Scholar
  547. 1).
    Mandl und Huber 1983, S. 17; Ergänzungen in Klammern durch den Verfasser. Vgl. ähnlich Piaget 1981; Hoffman 1986, S. 260; Scherer 1981, S. 31 oder Lanterman 1983 a, S. 264. Hoffman (1986, S. 260) weist in diesem Zusammenhang darauf hin, daß es in der Literatur derzeit durchaus noch umstritten ist, ob emotionale Prozesse lediglich den Verlauf (Genauigkeit, Richtung, Geschwindigkeit etc.) kognitiver Prozesse (hier: Denkoperationen) beeinflussen oder ob sie auch in der Lage sind, kognitive Strukturen zu verändern. Für ihn beantwortet sich diese Frage jeweils daher, wie “Struktur” im einzelnen definiert wird.Google Scholar
  548. 2).
    So konnte unterdessen belegt werden (vgl. Isen u.a. 1982, S. 246 ff; ebenso Spies und Hesse 1986, S. 80), daß positive Gefühle die gedankliche Bearbeitung von Problemlösungen signifikant beschleunigen können. Es konnte nachgewiesen werden, daß positiv gestimmte Menschen aber auch die Problemkomplexität reduzieren, als irrelevant Erachtetes eher ausklammern und nach schnellen, einfachen und erfolgversprechenden Lösungen suchen — mit der Gefahr, relevante Aspekte einer korrekten Lösung zu übersehen. Als mögliche Ursache wird vermutet, daß diese Strategien gewählt werden, um auch im Problemlösungsprozeß die positiv vorhandenen Gefühle möglichst lange aufrecht zu erhalten. Eine konfliktträchtige und zeitraubende Problemlösung würde dem zuwiderlaufen. Um oberflächliches Arbeiten zu vermeiden, ist dem Problemloser im Einzelfall die Bedeutung der jeweiligen Aufgabenstellung zu verdeutlichen. Um Fehler zu vermeiden (welche die positiven Gefühle gefährden würden), setzt nunmehr eine sorgfältigere Analyse ein. Da Gefühlsregungen und Stimmungen des Menschen durchaus beein-flußbar sind, macht es offenbar Sinn, den Menschen im Vorfeld der Problemlösung oder während derselben zu beeinflussen. So wurde bsw. in mehreren Versuchen (vgl. Greene und Noice 1988, S. 895 ff; Isen und Daubman 1984, S. 1206 ff, Isen u.a. 1985, S. 1 ff; Isen u.a. 1987, S. 1122 ff) festgestellt, daß Personen in einer durch Lob und Geschenke herbeigeführten positiven Stimmung schnellere und bessere Problemlösungen erzielt werden konnten als in Kontrollgruppen, in denen auf positive Stimulanz verzichtet wurde.Google Scholar
  549. 3).
    vgl. Izard 1981, S. 26 fGoogle Scholar
  550. 1).
    Müller-Freienfels 1913, S. 429Google Scholar
  551. 2).
    vgl. hierzu auch Abschnitt 2.2.2.1.2.Google Scholar
  552. 3).
    vgl. Kapitel 2.2.3.3.3. So ist anzunehmen, daß der im Vorabschnitt genannte “Halo-Effekt” im Denkprozeß ebenso wirksam ist. Ein weiteres wichtiges Beispiel bietet das Phänomen der kognitiven Dissonanz (vgl. Festinger 1957, 1978). Entscheidungen werden vom Individuum auch emotional abgesegnet. Das Individuum würde nachträglich von Selbstzweifeln, Schamgefühlen etc. ergriffen, wenn sich herausstellen würde, daß die Entscheidung falsch war. Also werden aile Informationen ausgefiltert, welche die getroffene Entscheidung in Frage stellen könnten. Eine derartige Wirkungsweise setzt die Annahme voraus — die vor allem in der Psychoanalyse und in diversen Lerntheorien zu finden ist -, daß der Mensch (im Normalfall) bestrebt ist, negative innere Befindlichkeiten möglichst zu vermeiden und positive innere Zuständigkeiten zu fördern (vgl. Hoffman 1986, S. 262 und 270; ebenso Isen und andere 1978 sowie Cillijan und Bower 1984). Dies schließt nicht aus, daß im Krankheitsfall (z.B. bei Depression) gegensätzliche Tendenzen dominant sein können.Google Scholar
  553. 1).
    vgl. Lanterman 1983 b, S. 277. So zeigen zahlreiche Studien (vgl. eine Zusammenfassung bei Matlin und Stang 1978), daß positiv bewertete Stimuli in Denkprozessen (aber auch in Wahrnehmungs-, Gedächtnis- und Kommunikationsprozessen) leichter generiert werden als negativ bewertete Reize (Pollyanna Hypothese). Diese These konnte für mehrere Sprachen (z.B. Englisch, Spanisch, Deutsch, Französisch, Russisch) bestätigt werden. Die Bewertung des Materials, welches im Denkprozeß verarbeitet wird, scheint dabei auch von der jeweiligen emotionalen Tönung des Individuums abhängig zu sein (“mood-biased judgement hypothesis”). Sie unterstellt, daß negative Stimmungen /Emotionen pessimistische und negative Bewertungen von Ereignissen begünstigen, während positive Stimmungen/Emotionen positive und optimistische Bewertungen von Ereignissen unterstützen (vgl. Isen u.a. 1982, S. 243 ff; vgl Mayer 1986, S. 301; Mandler 1989, S. 47 f). Bower (vgl. 1981, S. 129 ff) untersuchte dies für den Fall der Interpretation mehrdeutiger Objekte/Situationen. Die assoziativen Denkprozesse wurden hier, entsprechend der aktuell wirksamen Emotionen, auf eine ganz bestimmte Interpretation hin festgelegt. Fiske (1982, S. 55 ff) unterstreicht, daß emotionale Prozesse nicht nur die Verarbeitungsrichtung einzelner Informationen in der mentalen Sphäre beeinflußt wird, sondern daß emotionale Vorgänge auch komplette (meist sozio-kulturell erworbene) Denkschemata verändern können, die wiederum dem Denkprozeß zugrunde liegen.Google Scholar
  554. 2).
    vgl. Lanterman 1983 b, S. 277 fGoogle Scholar
  555. 3).
    vgl. zur Einstellung im Denken Graumann 1965, S. 34 ff oder Oléron 1965, S. 191 ff; vgl. ebenso Abschnitt 2.2.2.2.3.4.2. dieser Arbeit. Vgl. zur Emotionalität der Einstellung Rapaport 1977, S. 126Google Scholar
  556. 4).
    vgl. Oléron 1965, S. 194. Das Phänomen der kognitiven Dissonanz (vgl. Festinger 1957 und 1978) ermöglicht hier eine Fülle von Beispielen und macht deutlich, wie eng das kognitive Urteil mit der emotionalen Bewertung zusammenhängt.Google Scholar
  557. 5).
    vgl. beispielsweise Langenfelder 1975, S. 41 f; Mandl und Huber 1982, S. 20 ff; Dörner, Reither und Stäudel 1982, S. 61 ff sowie Reykowski 1973, S. 178 f.Google Scholar
  558. 1).
    vgl. Craumann 1965, S. 33; vgl. hierzu auch Kap. 2.2.2.2.3.4.2.Google Scholar
  559. 2).
    Lanterman 1983 b, S. 278Google Scholar
  560. 3).
    vgl. ebenda, S. 278Google Scholar
  561. 4).
    Simon, Newell und Shan (vgl. 1979, S. 144 ff) beschreiben als Merkmale kreativen Denkens vor allem die Durchführung von Assoziationsprozessen, die Integration von deren Abläufen und Ergebnissen und die Rekombination bereits vorhandener Elemente.Google Scholar
  562. 5).
    vgl. Dörner 1985, S. 178 fGoogle Scholar
  563. 1).
    vgl. Stäudel 1983 b, S. 255 ffGoogle Scholar
  564. 2).
    vgl. ebenda, S. 259Google Scholar
  565. 3).
    Durch Versuche konnte belegt werden, daß im Problemlösungsprozeß Menschen, die über ihr eigenes Denken nachdenken (Selbstreflexion) Verbesserungen der Problemlösegüte erreichen konnten (vgl. Dörner, Stäudel und Reither 1983, S. 80 oder Dörner 1985, S. 174 ff). Selbstreflexionen unterliegen jedoch in hohem Maße emotionalen Prozessen. So konnte festgestellt werden, daß die Bereitschaft zum Überdenken eigener Vorgehensweisen vor allem bei mittlerer emotionaler Belastung vorhanden ist, bei hoher jedoch fast völlig zum Erliegen kommt. Dies ist umso beachtenswerter, als doch gerade hohe emotionale Belastungen im Problemlösungsprozeß dann vorkommen, wenn ungelöste Probleme vorliegen und in dieser Situation ein kritisches Überdenken der eigenen Vorgehensweise aus sachlichen Gründen am ehesten erforderlich wäre. Statt dessen erfolgen in dieser Situation gehäuft Selbstbewertungen, etwa im Sinne von Schuldzuweisungen für die jeweils problemlösetechnische Sackgasse. Als mögliche Erklärung bietet sich hier vor allem die Hypothese an, daß sich das Individuum gegen eine negative Eigenbewertung sträubt und deshalb einen Prozeß, der mit hoher Wahrscheinlichkeit zu diesem Ergebnis führen würde, deshalb (unbe-wußt) erst gar nicht einleitet; vgl. zum Vorstehenden ebenda, S. 80 ff; ähnlich Reither 1983, S. 399 4) vgl. Stäudel 1983 a, S. 246 ff und Reither 1981, S. 125 ff. Im Zusammenhang hiermit finden sich in der Literatur zahlreiche Ausführungen über die Auswirkungen von Leistungsangst (vgl. hierzu auch weiter oben). Dabei werden vor allem zwei Idealtypen beschrieben und in ihrem Verhalten voneinander abgegrenzt: Die hochängstliche und die niedrigängstliche Person (vgl. im folgenden Schwarzer 1983, S. 140 ff sowie Wine 1980, S. 358 ff). Während der Niedrigängstliche seine Aufmerksamkeit weitgehend auf Sachprobleme des Lösungsprozesses richtet, beschäftigt sich der Hochängstliche häufig mit sich selbst, seiner Unsicherheit, der Möglichkeit des Versagens etc. Entsprechend ist Letzterer in hohem Maße von sozialen Bewertungen abhängig, die darüber entscheiden, ob seine Selbstwertbefürchtungen zutreffen oder nicht. Erfährt der Hochängstliche Kritik an seiner Problemlösung, so bezieht er diese weniger auf das Problem als auf sich, während der Niedrigängstliche die Kritik zum Anlaß nimmt, die Qualität seiner Problemlösung zu überdenken und ge-(Forts.S. 230) (Forts. FN 4 von S. 229) gegebenenfalls zu verbessern. Bei Mißerfolg leisten Hochängstliche weniger als Niedrigängstliche, bei Erfolg leisten Hochängstliche mehr als Niedrigängstliche. Entsprechend scheinen hochängstliche Personen in ihrem Wahlverhalten Lösungen mit mittlerem Schwierigkeitsgrad zu bevorzugen; vgl. Fröhlich 1965, S. 546Google Scholar
  566. 1).
    vgl. Heckhausen 1982, S. 247 ffGoogle Scholar
  567. 2).
    vgl. Stäudel 1982, S. 393Google Scholar
  568. 3).
    vgl. Dörner 1985, S. 176Google Scholar
  569. 4).
    vgl. ebenda, S. 176Google Scholar
  570. 5).
    vgl. Stäudel 1983 b, S. 260Google Scholar
  571. 6).
    vgl. Stäudel 1982, S. 393Google Scholar
  572. 1).
    vgl. Mc Leod 1989 a, S. 26Google Scholar
  573. 2).
    vgl. Mc Leod 1989 a, S. 25Google Scholar
  574. 3).
    vgl. zur Auswirkung von Emotionen in mathematischen Problemlösungsprozessen bsw. Mc Donald 1989, S. 220 ff; Ma-rshall 1989, S. 49 ff; Mc Leod 1989 und 1989 a, S. 20 ff sowie Mandler 1989 a, S. 237 ffGoogle Scholar
  575. 4).
    Die hier für den Denkprozeß formulierten Aussagen gelten im übertragenen Sinne schlechthinn für alle kognitiven Prozesse.Google Scholar
  576. 1).
    vgl. Mandl und Huber 1985, S. 10; ähnlich Hoffmann 1986, S. 260; Barratt 1985, S. 137 ff; Reykowski 1973, S. 147 f; Reither 1983, S. 399; Lindsley 1951, oder Duffy 1962; Kahneman 1973. Lanterman (vgl. 1983, S. 277 f) weist darauf hin, daß es gerade starke emotionale Erregungen erschweren, einen einmal eingeschlagenen Weg, wenn dieser falsch ist, zu korrigieren, selbst wenn entsprechende Rückmeldungen eigentlich zur Verhaltenskorrektur auffordern. Kuhl (vgl. 1983 b, S. 245 f) führt dies einmal darauf zurück, daß Emotionen einerseits hier einen motivationssenkenden Effekt beinhalten können, daß aber andererseits diese auch durchaus zu kognitiven Funktionsstörungen führen können.Google Scholar
  577. 2).
    Pylyshyn 1985, S. 133; vgl. ebenso Mayer 1986, S. 302 fGoogle Scholar
  578. 3).
    vgl. Reykowski 1973, S. 174 f. Die Problematik dieser Abgrenzung ist evident. Wenn man unterstellt, daß Emotionen auch im Unterbewußten Steuerungsfunktionen übernehmen, wird insbesondere die Aussageschärfe der Ziffern 1 bis 3 eingeschränkt.Google Scholar
  579. 4).
    vgl. ebenda, S. 176 fGoogle Scholar
  580. 1).
    vgl. Kuhl 1983 b, S. 228 ffGoogle Scholar
  581. 2).
    vgl. ebenda, S. 235 ffGoogle Scholar
  582. 3).
    vgl. ebenda, S. 228 und S. 237 ffGoogle Scholar
  583. 4).
    vgl. Isen 1982, S. 248 ff; Bastlk (1982, S. 85) beschreibt drei Gefühle als Ergebnis intuitiver Prozesse, die dann wiederum Eingang in die folgenden Denkprozesse finden: Richtigkeit der Intuition, Vertrauen in das Ergebnis, warmes Gefühl richtig zu liegen, bevor diese Wertung als rationales (kognitives) Ergebnis vorliegt. Auch nach seiner Auffassung durchflechten emotionale Prozesse alle Phasen des intuitiven Verarbeitungsmodus (vgl. S. 133 ff).Google Scholar
  584. 1).
    vgl. Bower und Cohen (1982), S. 304 fGoogle Scholar
  585. 2).
    Daneben sind Gedächtnisprozesse auch an den Vorgängen der Eingabe und Ausgabe im IV-Modell beteiligt. Im Wahrnehmungsprozeß liefert das Gedächtnis fortwährend erfahrungsbezogene k-e-k- “Vergleichsbilder” zur Interpretation der eingehenden Reize. Im ausgebenden Sprachpro-zeß liefert das Gedächtnis beispielsweise Erfahrungsschablonen, welche Sprachmelodie in welcher Situation zur Sprachäußerung Anwendung finden soll. So wird beispielsweise der Jäger auf der Pirsch, wenn (Forts. S. 235) Forts, d. FN 2 v. S. 234 überhaupt, nur im Flüsterton mit seinen Begleitern sprechen, während er nach dem Erlegen einer Beute seinen Hund mittels scharfer Kommandos zum Beutetier zitiert.Google Scholar
  586. 1).
    vgl. Dörner 1979Google Scholar
  587. 2).
    vgl. Weisberg 1980Google Scholar
  588. 3).
    vgl. Kuhl 1983 b, S. 233Google Scholar
  589. 4).
    vgl. hierzu beispielsweise Hörmann 1964, S. 225 ff; Katzenberger 1967, S. 86 ff; Hehlmann 1962, S. 161; Popp 1983, S. 62 ffGoogle Scholar
  590. 5).
    Stern 1930, S. 362Google Scholar
  591. 1).
    vgl. Hobbes 1670, S. 1Google Scholar
  592. 2).
    vgl. Hofstätter 1977, S. 216Google Scholar
  593. 3).
    vgl. beispielsweise Eyfert 1964, S. 89 ff; Sinz 1976, S. 121 ff; Corell 1970, S. 10 ff und S. 27 ff; Bredenkamp & Bredenkamp 1977, S. 83 f; Vogt 1971, S. 45 f sowie Hofstätter 1977, S. 216Google Scholar
  594. 4).
    vgl. Thorndike 1911, 1913Google Scholar
  595. 5).
    vgl. Hull 1943, 1951Google Scholar
  596. 6).
    vgl. Skinner 1938, 1948, 1971/1973Google Scholar
  597. 7).
    vgl. Pawlow 1927/1972Google Scholar
  598. 8).
    vgl. Watson 1930Google Scholar
  599. 9).
    vgl. Abschnitt 2.2.3.3.2.Google Scholar
  600. 1).
    vgl. Mc Geoch 1939, S. 347; Szymanski 1930, S. 191 ff; Gordon 1937, S. 124; Izard 1981, S. 186; Rappaport (vgl. 1977, S. 124) sieht in den Interessen und den Einstellungen wesentliche seiegierende Faktoren, die sich auf das Behalten/Vergessen bzw. auf die Erinnerungstätigkeit auswirken.Google Scholar
  601. 2).
    vgl. Abschnitt 2.2.3.3.1.Google Scholar
  602. 3).
    vgl. zur Abgrenzung endothymer Konationen vom Phänomen des Wollens Abschnitt 2.2.2.2.3.4.3.Google Scholar
  603. 4).
    vgl. Zeigarnik 1927, S. 1 ffGoogle Scholar
  604. 1).
    vgl. Bacon 1870, S. 26Google Scholar
  605. 2).
    vgl. Descartes 1870, S. 36Google Scholar
  606. 3).
    vgl. Spinoza 1909, Teil III, Satz 45 f; ähnlich sieht auch Locke 1902, S. 329 ff und 1902 a, S. 542 f in den Gefühlen einen Bestimmungsfaktor der Assoziationstätigkeit.Google Scholar
  607. 4).
    vgl. Hoffman 1986, S. 261 fGoogle Scholar
  608. 5).
    Rapaport 1977, S. 29. Rapaport sieht jedoch nicht in den Gefühlen selbst, sondern in ihrem Ursprung — der Triebspannungden alles überragenden Einfluß auf die Gedächtnisphänomene (vql. S. 207). Entsprechend folgert er (vgl. S. 209) beispielsweise bei den Erinnerungen, daß diese auf einzelnen Triebstrebungen beruhen, die sich ihrer bedienen, um sich im Bewußtsein deutlich zu machen — ähnlich wie sich im Traum, auf primitivem Wahrnehmungsniveau, Erinnerungen organisieren, in denen sich die Triebkomponente repräsentiert.Google Scholar
  609. 1).
    vgl. Eagle 1983, S. 122; vgl. zur Rolle von Emotionen als seiegierender Faktor in allen Phasen der Cedächtnistätigkeit Rapaport 1977, S. 157 ffGoogle Scholar
  610. 2).
    Es werden in der Literatur unterschiedliche Standpunkte vertreten darüber, ob stärkere Wirkungen von “positiven” oder von “negativen” Emotionen auf die Cedächtnistätigkeit ausgehen; vgl. zu einer Übersicht Hoffman 1986, S. 262; vgl. zum Einfluß emotionaler Prozesse auf die Cedächtnistätigkeit auch bsw. Bastick 1982, S. 114 ff; Mayer 1986, S. 298 ffGoogle Scholar
  611. 3).
    vgl. Bower, Monteiro und Gilligan 1978, S. 573 ffGoogle Scholar
  612. 4).
    Kuhl 1983 b, S. 230; Warburton (1988, S. 196) spricht in diesem Zusammenhang von “affective colour”.Google Scholar
  613. 5).
    Kincaid und Cooper 1972, S. 214 ff sowie Eagle 1983, S. 120Google Scholar
  614. 6).
    vgl. zu derartigen Netzwerkmodellen des Gedächtnisses beispielsweise Anderson 1976Google Scholar
  615. 7).
    vgl. Kintsch 1970, S. 333 ff sowie Anderson und Bower 1972, S. 97 ffGoogle Scholar
  616. 8).
    vgl. Eysenck 1976, S. 389 ff; Eagle 1983, 5. 90 sowie Mandl und Huber 1983, S. 21; Kebeck 1982, S. 42; Mayer 1986, S. 298. Lersch (1970, S. 403) spricht hier bezüglich des Wiederauffindens von Gedächtnismaterials auch von “Erinnerunqsoptimismus”.Google Scholar
  617. 1).
    vgl. Eagle 1983, S. 119; Bower 1981, S. 129 ff; Bower, Monteiro und Gilligan 1978, S. 573 ff. Dabei zeigten Lloyd und Lishman (vgl. 1975, S. 173 ff) bereits in früheren Untersuchungen, daß dieses Phänomen nicht nur in der künstlich hergestellten Laborsituation auftrat.Google Scholar
  618. 2).
    vgl. Kuhl 1983 b, S. 233. Auch aus kognitivistischer Sichtweise wird die Wirksamkeit von “Erinnerungshilfen” durchaus anerkannt. Häufig werden emotionale Vorgänge “kognitiviert” und hinter kognitiven Variablen bsw. einer “interessenabhängigen Erinnerung” verklausiliert (vgl. hierzu beispielsweise Lippmann 1911, S. 2 oder 6).Google Scholar
  619. 3).
    vgl. Bower, Monteiro und Gilligan 1978, S. 573 ff sowie Bower 1981, S. 323 ff. In diesem Zusammenhang erscheinen nunmehr die häufig von Examenskandidaten vorgebrachten Behauptungen, man habe das Gefragte gestern oder eben noch gewußt, doch nicht mehr so fadenscheinig. Denn weicht — was häufig der Fall ist — die emotionale Situation in der Lernphase von der streß- und häufig angsterregenden Situation der Prüfungsphase ab, so wirken die differentiellen Emotionen leistungs-beeinträchtigend, dies insbesondere bei schwer erinnerbarem Material, welches bei der Einspeicherung in besonderem Maße auf Speicherhilfen und bei der Reproduktion auf Erinnerungshilfen angewiesen ist; vgl. Kuhl 1983 b, S. 233.Google Scholar
  620. 4).
    vgl. Bower 1981, S. 129 und S. 323 ff; Bower, Monteiro und Gilligan 1978, S. 573 ff; Eagle 1983, S. 119; Mandl und Huber 1983, S. 20 ff; Rapaport 1977, S. 126; Wegman 1988, S. 246 ff; Derryberry 1988, S. 23 ff; Isen und Shalker 1982; Isen u.a. 1982, S. 243. Die Wirksamkeit des Stimmungskongruenzeffektes wird in der Literatur in (Forts, d. FN u. FN 5 u. 6 Seite 241) (Forts, d. FN 4, 5 und 6 von S. 240) unterschiedlichem Maße bestätigt/bezweifelt. Vgl. zu einer Übersicht bei Hofman 1986, S. 262.Google Scholar
  621. 5).
    Mayer (1986, S. 298 ff) weist darauf hin, daß es in der Literatur neben zahlreichen Bestätigungen zu den einzelnen Thesen zur Emotionsabhängigkeit des Gedächtnisses auch eine Reihe von Untersuchungen zu den einzelnen Thesen gibt, welche diese nicht bestätigen können oder nur unter Laborbedingungen oder bei psychiatrischen Patienten bestätigen; vgl. hierzu ähnlich Schwarz 1988, S. 149Google Scholar
  622. 6).
    vgl. Eagle 1983, S. 119 f sowie Isen und Daubman 1984, S. 1206 fGoogle Scholar
  623. 1).
    vgl. Bower, Clark, Lesgold und Winzenz 1969, S. 323 ff sowie Tulving 1962, S. 344 ffGoogle Scholar
  624. 2).
    vgl. Kuhl 1983 b, S. 230. Es scheint, wie experimentelle Untersuchungen zeigen, wahrscheinlich zu sein, daß im Gedächtnis unterschiedliche Teileinheiten (z.B. Erfahrungs- und Erinnerungsgedächtnis) nach unterschiedlichen Prinzipien organisiert sind, wovon eines durch Emotionen dominiert wird (vgl. Eagle 1983, S. 96 und S. 119 f). Dabei ist es jedoch durchaus möglich, daß nach unterschiedlichen Kriterien gleichzeitig gespeichert und erinnert wird, z.B. nach abstrakten, analytischen oder begrifflichen sowie nach emotionalen Kriterien (vgl. ebenda, S. 121 f).Google Scholar
  625. 3).
    Kuhl 1983 b, S. 230; vgl. auch Loftus und Patterson 1975, S. 105 ff sowie Watkins und Watkins 1975, S. 442 ffGoogle Scholar
  626. 4).
    vgl. Schwarz 1988, S. 149Google Scholar
  627. 5).
    vgl. Bodenhausen und Wyer 1987, S. 6 ffGoogle Scholar
  628. 6).
    vgl. Rohracher 1971, S. 301 sowie Bower, Monteiro und Gilligan 1978, S. 573 ffGoogle Scholar
  629. 1).
    vgl. Reykowski 1973, S. 166 ff. Eine Erklärung hierfür könnte Warbustons (1988, S. 210 f) Hypothese sein, daß negative Emotionen die Kapazität des Arbeitsgedächtnisses reduzieren.Google Scholar
  630. 2).
    vgl. Sullivan 1927, S. 1 ff oder Rapaport 1977, S. 128Google Scholar
  631. 3).
    vgl. Cordes 1901, S. 30 ff; Wreschner 1907/1909; Menzerath 1908, S. 1 ff; Mayer und Orth 1901, S. 1 ff sowie Ziehen 1906Google Scholar
  632. 4).
    vgl. Moebius 1986, S. 30Google Scholar
  633. 5).
    vgl. Rubin 1985, zitiert bei Moebius 1986, S. 30Google Scholar
  634. 6).
    Moebius 1986, S. 30Google Scholar
  635. 7).
    ebenda, S. 31Google Scholar
  636. 8).
    vgl. Abschnitt 2.2.3.3.2.Google Scholar
  637. 9).
    vgl. Cilligan und Bower 1984, S. 547 ffGoogle Scholar
  638. 1).
    vgl. Eagle 1983, S. 100Google Scholar
  639. 2).
    vgl. Freud 1901 a, S. 12; vgl. zum Vergessen ebenda, S. 48 oder 1930, S. 429 ffGoogle Scholar
  640. 3).
    Eagle 1983, S. 101Google Scholar
  641. 4).
    Jones 1911, S. 479; vgl. ähnlich Kebeck 1982, S. 72Google Scholar
  642. 5).
    vgl. Eagle 1983, S. 101 ffGoogle Scholar
  643. 1).
    Eagle 1983, S. 102Google Scholar
  644. 2).
    ebenda, S. 102Google Scholar
  645. 3).
    vgl. Engelkamp 1983, S. 262 f; vgl. ähnlich Grimm und Enqelhard 1981, S. 18 ffGoogle Scholar
  646. 1).
    Andere Äußerungen sollen hier vernachlässigt werden.Google Scholar
  647. 2).
    vgl. hierzu Abschnitt 2.2.2.2.3.2.Google Scholar
  648. 3).
    Die Aussagen sind grundsätzlich auch übertragbar auf andere symbolgestützte Äußerungsobjekte, z.B. in der Schriftabbildung: graphische Darstellung oder Verwendung von Noten durch den Musiker.Google Scholar
  649. 4).
    Diese Denkinhalte können Ergebnis eines verarbeitenden Denkaktes im engeren Sinne ebenso sein wie Ergebnis des Wahrnehmungs- oder Erinnerungsprozesses; vgl. Abschnitt 2.2.2.2.3.4.4.2.Google Scholar
  650. 1).
    Die genannten Bedürfnisse/Strebungen sind bei Lersch in der Klasse “Antriebserlebnisse des Über-sich-hinaus-seins” anzusiedeln (vgl. Abschnitt 2.2.2.1.1. dieser Arbeit).Google Scholar
  651. 2).
    Lersch ordnet diese Strebungen der “Klasse der Antriebserlebnisse des individuellen Selbstseins” zu (vgl. Abschnitt 2.2.2.1.1. dieser Arbeit).Google Scholar
  652. 3).
    vgl. Abschnitt 2.2.2.2.3.4.3.Google Scholar
  653. 1).
    vgl. Wegman 1988, S. 239 fGoogle Scholar
  654. 2).
    vgl. hierzu beispielsweise Ekman 1972, 1984, S. 319 ff; vgl. zu einem Überblick über ausdrucksphysiologische Ansätze Kuhl 1983 a, S. 11 ffGoogle Scholar
  655. 3).
    vgl. Scherer 1981, S. 310Google Scholar
  656. 4).
    Die Geschichte der Emotionspsychologie ist nachhaltig von der Annahme geprägt worden, daß Emotionen erst als Folge propriozeptiver Rückmeldungen peripherer Körperreaktionen (Bewegungen der Gesichtsmuskulatur, Veränderung der Herzschlagfrequenz, erhöhte Schweißabsonderungen oder verstärkte Magen-/Darmtätigkeit) erlebt werden bzw. mit diesen identisch sein sollen (vgl. zu einer Übersicht der unterschiedlichsten Ansätze Kuhl 1983 a, S. 8 ff).Google Scholar
  657. 5).
    vgl. z.B. Gellhorn 1964, S. 466, Izard 1977, S. 59, Tomkins 1962Google Scholar
  658. 1).
    vgl. Weyman 1988, S. 262Google Scholar
  659. 2).
    vgl. ebendaGoogle Scholar
  660. 1).
    vgl. Weyman 1988, S. 249; ebenso Batson u.a. 1979, S. 176 ff und Isen 1970, S. 294 ffGoogle Scholar
  661. 2).
    vgl. Isen 1984 a, S. 179Google Scholar
  662. 3).
    vgl. Abschnitt 2.2.2.1.2.Google Scholar
  663. 4).
    vgl. zu den genannten Gefühlsregungen Lersch 1970, S. 246 ffGoogle Scholar
  664. 5).
    vgl. Kuhl 1983 b, S. 231Google Scholar
  665. 1).
    Watzlawick 1984, S. 37 fGoogle Scholar
  666. 1).
    vgl. hierzu und im folgenden Kuhl und Kazen-Saad 1988# S. 63 ffGoogle Scholar
  667. 1).
    vgl. Kuhl und Kazen-Saad 1988, S. 68 ffGoogle Scholar
  668. 2).
    vgl. ebenda, S. 67Google Scholar
  669. 1).
    Hehlmann 1968, S. 132Google Scholar
  670. 2).
    James 1909, S. 150, der sich hier auf das “persönliche” Bewußt-sein bezieht; Ergänzung in Klammern durch den Verfasser. Izard (vgl. 1981, S. 157) betont den James’schen Einfluß auf die Be-wußtseinsforschung. Sie weist jedoch darauf hin, daß dadurch, daß James Bewußtseinsprozesse und Denkprozesse weitgehend gleichsetzte, über längere Zeit hinweg in der weiteren Forschung die Einsicht verstellt war, daß es sich beim Bewußtsein (als Sensibilität, Bewußtheit, Aufmerksamkeit oder Systemzustand) und bei dessen Inhalten um unterschiedliche Phänomene handelte.Google Scholar
  671. 3).
    Rehmke 1920, S. 44; vgl. auch Wundt 1907, S. 140Google Scholar
  672. 4).
    vgl. Craumann 1974, S. 80 fGoogle Scholar
  673. 1).
    vgl. Graumann 1974, S. 80 f. Freud lief damit insbesondere Sturm gegen die Position, die beispielsweise Münsterberg (1910, S. 29) vertrat, der “keinen Grund (darin sah), eine psychische Tatsache außerhalb des Bewußtseins anzuerkennen.”Google Scholar
  674. 2).
    Graumann (vgl. 1974, S. 81) verweist auf diese Entwicklung im Bereich der Wahrnehmungs- und Lernforschung.Google Scholar
  675. 3).
    vgl. beispielsweise Marcel 1980 und 1983 a, Weiner 1986, S. 285; Hoffmann 1986, S. 268; Kuhl 1986, S. 421 ffGoogle Scholar
  676. 4).
    vgl. Popper und Eccles 1984Google Scholar
  677. 5).
    vgl. zu einem Überblick über die unterschiedlichsten Ansätze beispielsweise Graumann 1974, S. 79 ff, dessen Ausführungen für diesen Abschnitt wiederholt herangezogen wurden; vgl. ebenso Popper und Eccles 1984, S. 21 ff sowie S. 188 ffGoogle Scholar
  678. 1).
    Die Abgrenzung ist eng an Bash (1949, S. 214) angelehnt, der “eine Qualität gewisser psychischer Inhalte und Ereignisse” als “Bewußt-heit” apostrophiert; “den Teil der Psyche, dessen Inhalte sich durch die genannte Qualität charakterisieren lassen” bezeichnet er als das “Be-wußte” und “ein psychisches System, das mit dem vorgenannten (Bereich) mehr oder minder zusammenfällt, sich aber durch bestimmte Systemeigenschaften von der übrigen Psyche abheben läßt” benennt er als “Bewußtsein”.Google Scholar
  679. 2).
    vgl. Craumann 1974, S. 81Google Scholar
  680. 3).
    vgl. zur historischen Entwicklung der Leib-Seele-Problematik beispielsweise Popper und Eccles 1984, S. 188 ff; vgl. hierzu auch Mechsner 1987, S. 146 ffGoogle Scholar
  681. 1).
    vgl. Popper und Eccles 1984, S. 193Google Scholar
  682. 2).
    Die Schärfe der Klinge, mit der gefochten wird, kommt recht gut bei Hebb (vgl. 1975, S. 299) zum Ausdruck, wenn er schreibt, daß da offenbar “immer noch Leute leben, die sich darunter (dem Bewußt-sein; Anm. d.Verf.) irgendeine selbständige, von der physikalischen Welt unabhängige Einheit vorstellen oder es auch als eine Eigenschaft einer immateriellen Seele oder eines Geistes verstanden wissen wollen. Nun wäre alleine das schon Crund genug zu fordern, daß dieser Ausdruck völlig aus dem wissenschaftlichen Sprachgebrauch verbannt würde”.Google Scholar
  683. 3).
    vgl. Graumann 1974, S. 82 oder Izard 1981, S. 160 ffGoogle Scholar
  684. 4).
    vgl. Graumann 1974, S. 82Google Scholar
  685. 5).
    vgl. Lersch 1970, S. 45Google Scholar
  686. 6).
    vgl. Graumann 1974, S. 82Google Scholar
  687. 7).
    vgl. Popper und Eccles 1984, S. 281Google Scholar
  688. 1).
    Graumann 1974, S. 82Google Scholar
  689. 2).
    vgl. ebenda, S. 82. Die Doppelungs- und Widerspiegelungstheorien finden sich heute in der Psychologie dialektisch-materialistischer Prägung (Rubinstein 1962; Kardos 1962), in biologistischen Konzeptionen — so etwa in Weinschenks (1940) Hypothese von der “Nachbildung der Außenwelt” — sowie in Repräsentations-Theorien des kognitiven Behavioris-mus (Osgood 1953; Scheerer 1953; Leeper 1960). Kritische Anmerkungen hierzu geben Metzger 1954 und Nuttin 1955; vgl. Graumann 1974, S. 83. Gurwitsch (vgl. 1957, S. 131) und Nuttin (vgl. 1955, S. 351 und S. 353) unterstreichen dabei, daß menschliches Bewußtsein niemals auf eine “private”, innere Repräsentation des außenweltlich Gegebenen reduziert werden kann, sondern daß im Bewußtsein durch zahlreiche miteinander vernetzte Vorgänge eine subjektive Einschätzung des Menschen über Vergangenes, Gegenwärtiges und Zukünftiges entsteht, die gegebenenfalls mit dem außenweltlich Gegebenen nur noch wenig gemein hat. Vgl. hierzu Abschnitt 2.3.3.3. dieser Arbeit.Google Scholar
  690. 3).
    vgl. Koesters 1985, S. 179 fGoogle Scholar
  691. 4).
    vgl. Sinnoff 1966, S. 577Google Scholar
  692. 1).
    vgl. Feigl 1967, S. 129Google Scholar
  693. 2).
    vgl. Hebb 1975, S. 301 fGoogle Scholar
  694. 3).
    vgl. Deikman 1973, S. 319Google Scholar
  695. 4).
    vgl. beispielsweise Taylor 1958; Gazzaniga 1967; Sperry 1968; Galin 1976 oder Popper und Eccles 1984Google Scholar
  696. 1).
    So weist der Neurologe Cazzaniga (1967, S. 100) beispielsweise darauf hin: “Allem Anschein nach schafft die Trennung der Hemisphären zwei unabhängige Sphären des Bewußtseins innerhalb eines einzigen Schädels, das heißt innerhalb eines einzigen Organismus.” Cazzanigas Hypothese wird durch Sperry (1968) und Calin (1976) gestützt.Google Scholar
  697. 2).
    vgl. zur Rolle des Bewußtseins in den K-E-K-Prozessen beispielsweise Marcel 1980, 1983, S. 197 ff und 1983 a, S. 238 ff; Kühl 1986, S. 421 ff; Weiner 1986, S. 285; Shevrin und Dickman 1980, S. 421 ff; Hoffman 1986, S. 268 ff oder Mandler 1983.Google Scholar
  698. 1).
    vgl. im folgenden beispielsweise Hehlmann 1968, S. 61; Dorsch 1970, S. 58; Craumann 1974, S. 105 ff oder Hofstätter 1963, S. 7 ffGoogle Scholar
  699. 2).
    Erismann 1958, S. 55Google Scholar
  700. 3).
    Craumann 1974, S. 105Google Scholar
  701. 4).
    vgl. James 1890, S. 225 ffGoogle Scholar
  702. 5).
    vgl. James 1909, S. 148 ffGoogle Scholar
  703. 6).
    vgl. ebenda, S. 149Google Scholar
  704. 1).
    James 1909, S. 149Google Scholar
  705. 2).
    Zusammenstellung nach Craumann 1974, S. 86 ffGoogle Scholar
  706. 1).
    vgl. beispielsweise Münsterberg 1910, S. 29; Rehmke 1920, S. 44 oder Wundt 1907, S. 140Google Scholar
  707. 2).
    vgl. hierzu die Ausführungen von Izard in Abschnitt 2.3.1.Google Scholar
  708. 3).
    vgl. zu unterschiedlichen Definitionen des Erlebens vor allem Abschnitt 2.2.Google Scholar
  709. 1).
    James 1909, S. 149Google Scholar
  710. 1).
    Izard 1981, S. 158 f; ebenso Antrobus, Singer und Creenberg 1966, S. 399 ffGoogle Scholar
  711. 2).
    Newel! und Simon 1972, S. 798 fGoogle Scholar
  712. 3).
    vgl. z.B. Lindsay und Norman 1972, S. 329 ff; Kieser 1973, S. 45 f und Reber 1973, S. 356 und S. 366Google Scholar
  713. 4).
    Die Speicherzeit beträgt ca. max. 1 Sekunde. Feigenbaum (vgl. 1970, S. 457) sieht eine wesentliche Funktion dieser Kurzzeitspeicher in der Abkoppelung der internen Prozesse von dem Umweltgeschehen, um eine Reduktion der zu verarbeitenden Reize zu ermöglichen. Ähnliche Filter- oder Abkoppelungsfunktionen sehen Mandl und Huber (vgl. 1983, S. 20 ff), die sich auf Bower (1981) beziehen, auch in den emotionalen Prozessen.Google Scholar
  714. 1).
    vgl. beispielsweise Dorsch 1970, S. 59; Hofstätter 1977, S. 36 f; Katzenberger 1967, S. 25, der auf Untersuchungen von Pauli (1914), Mayer (1920) und Mowbray (1954) verweist.Google Scholar
  715. 2).
    vgl. Katzenberger 1967, S. 25Google Scholar
  716. 3).
    vgl. ebenda, S. 25 und Hofstätter 1977, S. 37Google Scholar
  717. 4).
    vgl. Dorsch 1970, S. 59Google Scholar
  718. 5).
    vgl. Katzenberger 1967, S. 25Google Scholar
  719. 6).
    vgl. James 1909, S. 149 fGoogle Scholar
  720. 7).
    Izard 1981, S. 158 in einer deutschen Übersetzung des James-Zitates von 1890, S. 288. Der brillanteren Formulierung wegen wurde der Übersetzung durch Izard der Vorzug vor der deutschen Originalausgabe (vgl. James 1909, S. 169) gegeben.Google Scholar
  721. 8).
    Später wies auch Boring (vgl. 1933, S. 194 ebenso Krech und andere 1985, S. 9l) darauf hin, daß er in der Begrenztheit des Bewußtseins die Ursache selektiver Auswahlmechanismen sieht.Google Scholar
  722. 1).
    Lersch 1970, S. 602Google Scholar
  723. 2).
    Hehlmann 1962, S. 36Google Scholar
  724. 3).
    Hofstätter 1977, S. 34Google Scholar
  725. 4).
    vgl. Rohracher 1971, S. 533 oder Graumann 1974, S. 100Google Scholar
  726. 5).
    vgl. ebenda, S. 535 ff oder Katzenberger 1967, S. 25Google Scholar
  727. 6).
    vgl. James 1909, S. 220 oder Lersch 1970, S. 601 ff. Katzenberger (vgl. 1967, S. 25) vertritt jedoch die Ansicht, daß sich willkürliche und unwillkürliche Aufmerksamkeit nicht immer trennen lassen; ähnlich Hofstätter 1977, S. 35Google Scholar
  728. 1).
    Lersch 1970, S. 603Google Scholar
  729. 2).
    Lersch (vgl. 1970, S. 602) nennt die unwillkürliche auch pathische oder vitale Aufmerksamkeit.Google Scholar
  730. 3).
    vgl. ebenda, S. 602 fGoogle Scholar
  731. 4).
    ebenda, S. 603. Ebenso unterstreicht Katzenberger (vgl. 1967, S. 25) die Bedeutung der Reizfaktoren selbst für die unwillkürliche Aufmerksamkeit. So nennt er beispielsweise plötzlich auftauchende Bewegungen, Momente der Überraschung durch neuartige Reizvorlagen, Farbgebung, Gestalt, auffällige Stellung im Reizfeld etc. als Faktoren, die die Aufmerksamkeit auf sich ziehen.Google Scholar
  732. 5).
    Popp 1983, S. 58Google Scholar
  733. 6).
    vgl. Katzenberger 1967, S. 24.Vgl. zur neurophysiologischen Begründung der Aufmerksamkeit bsw. Berlyne 1969, S. 1 ff; Dichigans und Jung 1969, S. 348 ff oder Paschal 1941, S. 383 ffGoogle Scholar
  734. 1).
    vgl. Kroppenberg 1979, S. 17 ffGoogle Scholar
  735. 2).
    Der im genannten Beispiel angesprochene Verarbeitungsmodus des Bewußtseins war vergleichbar dem der ADV-Anlage — nämlich analytisch-sequentiell. Daneben wird im Bewußtsein ein intuitiv-holi-stischer (ganzheitlicher) Verarbeitungsmodus angenommen, der vermutlich mit mehreren “Prozessoren” simultan arbeitet, dessen Verarbeitungsprozesse selbst sich zwar weitgehend dem Bewußtsein entziehen, dessen Ergebnisse jedoch hier Darstellung finden, vgl. Kuhl 1983 b, S. 239 ff.Google Scholar
  736. 3).
    Lersch 1970, S. 603; Unterstreichung durch den Verfasser statt kursiv im Original. Ähnlich definiert Wundt (1911, S. 252): “Den durch eigentümliche Gefühle charakterisierten Zustand, der die klarere Auffassung eines psychischen Inhaltes begleitet, nennen wir die Aufmerksamkeit, den einzelnen Vorgang, durch den irgendein psychischer Inhalt zur klareren Auffassung gebracht wird, die Apperzeption.” Wundt beschreibt an anderer Stelle die Aufmerksamkeit auch als “apper-zeptive Auffassung” (vgl. Hofstätter 1977, S. 34, ohne nähere Quellenangabe). Mit der Begründung der Apperzeptionspsychologie versucht Wundt aufzuzeigen, daß seelische Vorgänge sich nicht hinreichend erklären lassen als quasi mechanische und automatisierte Assoziationsverknüpfungen, wie dies bis zur Jahrhundertwende noch von Vertretern der Assoziationspsychologie (Hobbes, Hume, Hartley, Mill und Spencer, vgl. Graumann 1965, S. 23) behauptet wurde. Wundt vertrat die Ansicht, daß die Willenstätigkeit des Menschen entscheidend an der Auswahl eingehender oder erzeugter Reize beteiligt ist und mittels der Apperzeption “neu” auftretende Erlebnisinhalte mit den Erfahrungen verbindet und in ein vereinigtes Bewußtseinskonzept einbindet (vgl. Wundt (Forts. S. 272) (Forts. FN 3 von S. 271) 1965, S. 56 ff). Graumann (vgl. 1965, S. 23) weist darauf hin, daß Wundt zwar sah, daß Denkleistungen nicht alleine aus mechanistischen Assoziationsverknüpfungen erklärbar waren. Er habe aber im Grunde das Assoziationskonzept lediglich dadurch modifiziert, indem er die “Herrschaft des Willens über die ursprünglich regellos hin- und herschweifenden Assoziationen” (Wundt 1950, S. 73) als übergeordnetes Prinzip einsetzte.Google Scholar
  737. 1).
    vgl. Köhler und Adams 1958, S. 503Google Scholar
  738. 2).
    vgl. Meyers 1971 a, S. 420; Brockhaus 1966 a, S. 625 f oder Craumann 1974, S. 83 mit Verweis auf Leibniz.Google Scholar
  739. 3).
    Rohracher (vgl. 1956, S. 262) bestätigt das Leibniz’sche Kontinuum in seiner Theorie der Alphawellen, in der er den physiologischen Erkenntnissen der gehirn-elektrischen Forschung unter erlebnis-deskriptiven Aspekten ‘‘Aufmerksamkeitswillen” zur Seite stellt. Der Wellen-Gipfelpunkt kann hierbei als angespannte Aufmerksamkeit bezeichnet werden, während ihr Tiefpunkt eine kurze Bewußtlosigkeit kennzeichnet.Google Scholar
  740. 4).
    vgl. Abschnitt 2.2.2.2.1.Google Scholar
  741. 1).
    Bezüglich der endothymen und der vorsätzlich-willkürlichen Steuerung der Apperzeption konnte dabei folgendes festgestellt werden: Während die Apperzeption bei der unwillkürlichen Aufmerksamkeit völlig automatisch erfolgt, tritt sie bei der willkürlichen Aufmerksamkeit nur dann unmittelbar ein, wenn der Such-Find-Mechanis-mus in früheren Erfahrungen bereits mit Erfolg (mehrfach) durchgespielt und erlernt wurde (vgl. beispielsweise Shiffrin und Schneider 1977, S. 127 ff; Galperin 1973, S. 15 ff oder Kutscher 1983, S. 229 ff). So “springt” einem im Konservenregal die immer wieder gekaufte Dose Erbsen, aufgrund ihres Etiketts sofort ins Auge, wenn danach gesucht wird — selbst wenn sie nunmehr einen anderen Regalstandort hat. Wird hingegen nach einer neuen Sorte Erbsengesucht, setzt dies zunächst einen längeren vorsätzlichen Suchprozeß mit anschließender Identifizierung voraus. Bei erfolgreichem Durchspielen dieses Such-Find-Mechanismus bei den nächsten Einkäufen der gleichen neuen Dose wird dann das “analytische Aufmerken” als Folge eines differenzierten Suchprozesses ersetzt durch ein automatisiertes Aufmerken.Google Scholar
  742. 2).
    vgl. Hofstätter 1977, S. 27Google Scholar
  743. 1).
    vgl. z.B. Wundt 1965, S. 50 f; Graumann 1974, S. 97 ff; Lersch 1970, S. 600 fGoogle Scholar
  744. 2).
    vgl. zum Klarheitsbegriff Katzenberger 1967, S. 24Google Scholar
  745. 1).
    Unter den Bewußtseinsinhalten sollen hier vereinfachend alle aktuell bemerkten Binnen- und Außenweltreize verstanden werden, einschließlich aller kurzfristig verfügbaren Inhalte des Erfahrungs- und Erinnerungsgedächtnisses.Google Scholar
  746. 2).
    Der durch Aufmerksamkeitswanderung ausgelöste Übergang von einem zum anderen Apperzeptionsinhalt wird dabei in der Regel vom Individuum wegen des kurzen dazwischen liegenden Zeitintervalls überhaupt nicht bemerkt, wobei der Eindruck spürbarer Kontinuität verbleibt; vgl. hierzu den Vorabschnitt.Google Scholar
  747. 3).
    Wundt 1965, S. 52Google Scholar
  748. 1).
    Herrigel 1984Google Scholar
  749. 2).
    vgl. Izard 1981, S. 164Google Scholar
  750. 3).
    Es wurde bereits in Abschnitt 2.2.2.2.1. darauf hingewiesen, daß in den endothymen Prozessen Verlauf und Inhalt dieser Vorgänge als Bedeutungseinheit erlebt werden, während in den kognitiven Prozessen zwar deren Ergebnisse bemerkbar sind, sich der zugrunde liegende Prozeßverlauf jedoch meist der Beobachtung entzieht.Google Scholar
  751. 1).
    vgl. hierzu auch Abschnitt 2.3.2.4.2.Google Scholar
  752. 2).
    vgl. hierzu beispielsweise Mandl und Huber 1983, S. 16Google Scholar
  753. 3).
    vgl. Spencer 1890, S. 474Google Scholar
  754. 4).
    vgl. Zajonc 1980, S. 157 ffGoogle Scholar
  755. 5).
    vgl. Zajonc 1984 b, S. 266Google Scholar
  756. 6).
    vgl. hierzu Abschnitt 2.3.2.4.1.1.Google Scholar
  757. 1).
    In diesem Zusammenhang findet auch Borings Gleichsetzung von Aufmerksamkeit, Selektivität und Bewußtsein (vgl. Graumann 1974, S. 99, ohne nähere Quellenangabe) in neurophysiologischen Befunden eine auffallende Bestätigung. Hernandez-Peön und Mitarbeiter (vgl. 1956, S. 331 f) konnten nachweisen, daß Reize, die für einen im Aufmerksamkeitszentrum stehenden Inhalt irrelevant waren, im Zusammenhang mit dem Zentrumsreiz nicht kortikal repräsentiert wurden und damit faktisch unterdrückt wurden. Ähnliches fand Maier (vgl. 1960, S. 135 ff) heraus, der im Versuch mit einer auf eine Maus konzentrierten Katze nachwies, daß deren Schallrezeptoren zwar noch “mausirrelevante Reize” registrierten, daß diese im kortikalen Verarbeitungszentrum aber bereits unterdrückt (ausgefiltert) waren. Bei beiden Untersuchungen unterdrückte also der vorhandene Zentrumsreiz das Vordringen andersartiger Stimuli.Google Scholar
  758. 1).
    vgl. zu den Operationen im Randbereich des Bewußtseins beispielsweise die Ausführungen über den intuitiv-holistischen Verarbeitungsmodus bei Kühl 1973 b, S. 239 ff.Google Scholar
  759. 2).
    In der Literatur wird in diesem Zusammenhang auch von Bewußt-heitsgraden (vgl. Hehlmann 1968, S. 62), von Stufen oder Klarheitsgraden der Bewußtheit (vgl. Hofstätter 1963, S. 78), Bewußt-seinszuständen (vgl. Dorsch 1970, S. 58) oder Aktualitätsstufen des Erlebens (vgl. Lersch 1970, S. 598) gesprochen. Insbesondere die Begriffe Bewußtsein/Bewußtheit werden von unterschiedlichen Autoren mit unterschiedlichen Inhalten angereichert. In dieser Arbeit soll zur Kennzeichnung unterschiedlicher Klarheitsgrade des Bewußtseins der Begriff der Bewußtheit gebraucht werden.Google Scholar
  760. 1).
    vgl. beispielsweise Hehlmann 1968, S. 62; Dorsch 1970, S. 58 f; vgl. zum Kontinuum des aufmerksam Bemerkbaren auch Abschnitt 2.3.2.2.Google Scholar
  761. 2).
    Zusammenstellung nach Lersch 1970, S. 595 f und Hehlmann 1968, S. 61. Die von Lersch vorgenommene Bezeichnung des feststellenden Erlebens als “Bewußtsein” und des stellungnehmenden Erlebens als “Bewußtheit” wird nicht übernommen.Google Scholar
  762. 3).
    vgl. im folgenden vor allem Lersch 1970, S. 595 ff; auch Hehlmann 1968, S. 61Google Scholar
  763. 1).
    vgl. Lersch 1970, S. 596Google Scholar
  764. 2).
    vgl. ebenda, S. 598Google Scholar
  765. 1).
    vgl. Lersch 1970, S. 432 ff oder S. 596Google Scholar
  766. 2).
    vgl. hierzu auch Abschnitt 2.2.2.2.3.2., in dem das feststellende Erleben als Denkakt beschrieben wurde. Im weiteren erfolgt eine Ausweitung der schon getroffenen Ausführungen um den Bewußt-seinsaspekt.Google Scholar
  767. 1).
    vgl. Lersch 1970, S. 433Google Scholar
  768. 2).
    vgl. Abschnitt 2.2.2.2.3.2.Google Scholar
  769. 3).
    Dieser, vor allem in westlichen Ländern verbreiteten Sichtweise einer begrifflich-akzentuierend — durch das Ich — festgestellten Orientierung steht eine Orientierung insbesondere fernöstlicher “Versenkungsmystiken” gegenüber, die gerade auf die begriffliche Ausschnittsbeleuchtung zugunsten einer Erfassung von Gesamteindrücken verzichtet; vgl. hierzu beispielsweise die Ausführungen von Hammitzsch (1980, S. 109 ff) über die Bedeutung von Blumen und Malereien im japanischen Teeraum.Google Scholar
  770. 4).
    Der Begriff der Orientierungsschwelle ist nicht identisch mit dem der Bewußtseinsschwelle. Letzterer wird auf Hebart zurückgeführt und beschreibt den Übergang vom Unbewußten oder minderbewußten Erleben zum bewußten Erleben (vgl. z.B. Hehlmann 1968, S. 63 oder Dorsch 1970, S. 59).Google Scholar
  771. 5).
    vgl. Lersch 1970, S. 596. Entsprechend bietet es sich an, das schlichte Erleben in ein Tagerleben und ein Traumerleben zu trennen, wobei beiden Erlebnisformen die unmittelbare Erlebnisqualität gemeinsam ist. Im Gegensatz zum Traumerleben ist der Mensch im Wachzustand des Tagerlebens jederzeit in der Lage, in den Prozeß des schlichten Erlebens einzugreifen, einige Aspekte herauszugreifen und festzuhalten und evtl. über ihre Konsequenzen nachzusinnen. Daß sich das wache Tagerleben vom Traumerleben im Bewußtsein phänomenologisch abhebt, unterstreicht auch Straus (vgl. 1960, S. 347): “awakeness is not synonymous with consciousness, for we are also conscious of dreams.”Google Scholar
  772. 1).
    Im Laufe der menschlichen Entwicklung vom Kleinkind bis zum rei-fen Erwachsenen (vgl. hierzu Lersch 1970, S. 34 ff) differenziert sich das Instrumentarium, mit dessen Hilfe sich der Mensch Orientierung über Zustände und Prozesse der Binnen- und Außenwelt verschafft, immer stärker heraus. Überwiegt im Frühstadium der seelischen Entwicklung beim Neugeborenen noch ein undeutliches Gewoge von Sinneseindrücken, aus denen sich nur einige wenige Bedeutungskomplexe wie laute Geräusche, helles Licht und Brustwarze der Mutter noch wenig konturenreich herausheben, so erfährt der Erwachsene Orientierung aus der situativen Ordnung von Dingen, die er ihnen unter begrifflicher Akzentuierung einiger Aspekte mittels des Mediums der Sprache beimißt. Diese Orientierung umschließt sowohl die Phänomene seiner Außenwelt, als auch die Identifikation seelischer und körperlicher Zustände wie der Erfassung von Gefühlen und Spannungszuständen der Gerichtet-heit auf etwas. An die fortschreitende Entwicklung der Seele gekoppelt ist die zunehmende Fähigkeit zur Differenzierung psychischer Prozesse und damit die Fähigkeit, akzentuiert Aspekte der Binnenwelt (Seele, Körper) und Außenwelt zu bemerken. Individuelle Unterschiede in der Differenzierungsfähigkeit sind dabei auf eine Vielzahl von Faktoren zurückführbar. Sie können in der genetischen Ausstattung des Menschen ebenso begründet sein wie in der sozialen Entwicklung (Ausbildung, berufliches Aufgabenspektrum) und der situativen K-E-K-Disposition des Menschen (die wiederum untrennbar mit der situativen Umweltsituation verbunden ist). Im folgenden werden entwicklungsbedingte und situationsbedingte Unterschiede der Differenzierungsfähigkeit vernachlässigt und die Ausführungen auf einen ausgereiften Erwachsenen bezogen.Google Scholar
  773. 2).
    Lersch 1970, S. 596Google Scholar
  774. 3).
    Tolman 1927, S. 435 oder 1958, S. 64 fGoogle Scholar
  775. 1).
    vgl. hierzu Abschnitt 2.3.1.1.Google Scholar
  776. 2).
    vgl. Lersch 1970, S. 596 und S. 600Google Scholar
  777. 3).
    vgl. zur Unterscheidungsfähigkeit des bewußten Erlebens beispielsweise Boring 1933, S. 187 oder Graumann 1974, S. 89 ffGoogle Scholar
  778. 4).
    Boring 1937, S. 450Google Scholar
  779. 5).
    vgl. Tolman 1958, S. 60. Lersch (vgl. 1970, S. 489) kennzeichnet diesen Aspekt als den “Hiatus der Bewußtheit”.Google Scholar
  780. 1).
    vgl. zum Vorstehenden Lersch 1970, S. 597 f; vgl. auch Abschnitt 2.2.2.2.3.2.Google Scholar
  781. 1).
    vgl. im folgenden Lersch 1970, S. 600 f mit zum Teil wörtlicher Übernahme von Textstellen.Google Scholar
  782. 2).
    vgl. hierzu Abschnitt 2.3.2.3.Google Scholar
  783. 3).
    Der Begriff der Orientierungsschwelle kann entsprechend dahingehend konkretisiert werden, daß sie den Übergang markiert, in dem Erlebens-inhalte ins Zentrum des feststellenden (und stellungnehmenden) Erlebens einwechseln.Google Scholar
  784. 1).
    vgl. beispielsweise Lersch 1970, S. 38; Lazarus, Coyne und Folkman 1984, S. 234; Zajonk 1984 b, S. 266; Izard 1981, S. 35; vgl. hierzu auch Abschnitt 2.3.2.3.Google Scholar
  785. 2).
    vgl. Abschnitt 2.2.3.Google Scholar
  786. 1).
    vgl. James 1909, S. 148 ff; vgl. ebenso Abschnitt 2.3.1.1.2 dieser ArbeitGoogle Scholar
  787. 2).
    ebenda, S. 149Google Scholar
  788. 3).
    Guthrie 1935, S. 172Google Scholar
  789. 1).
    James 1909, S. 150 fGoogle Scholar
  790. 2).
    vgl. ebenda, S. 151 ffGoogle Scholar
  791. 3).
    ebenda, S. 152Google Scholar
  792. 1).
    vgl. James 1909, S. 156 ffGoogle Scholar
  793. 1).
    vgl. beispielsweise Lausch 1974, S. 49 ff und S. 92 ff; Hofstätter 1963, S. 121 f; Popper und Eccles 1984, S. 283 ff sowie Grunewald 1971, S. 116 ffGoogle Scholar
  794. 2).
    vgl. hierzu insbesondere die Abschnitte 2.2.3., 2.2.2.1., 2.2.2.2.1. und 2.3.2.Google Scholar
  795. 3).
    vgl. Abschnitt 2.2.2.3.1.1.Google Scholar
  796. 4).
    vgl. Abschnitt 2.2.3.3.2.Google Scholar
  797. 1).
    Thomae (vgl. 1940, S. 623) unterstreicht diesen Zusammenhang, wenn er darauf hinweist, daß das Erleben außerhalb des Bewußtseinszentrums sich dem Menschen häufig als ein “Verlaufsgefühl”erschließt, welches das Individuum fortwährend über die Zustände seines Verhaltens (bsw. Können / Nichtkönnen , Vorankommen /Nichtvorankommen) unterrichtet. Im Falle auftretender Schwierigkeiten tritt dieses “Gefühl” aus der Randzone in die Wachheit des bewußten Erlebens.Google Scholar
  798. 2).
    Reykowski (vgl. 1973, S. 70) weist darauf hin, daß sich mit zunehmender Entwicklung des Bewußtseins die Bedingungen für das Bewußtwer-werden emotionaler Prozesse verbessern. Dies ist vor allem auch dahingehend zu verstehen, daß mit zunehmender Erfahrung das Individuum besser in der Lage ist, emotionale Zuständlichkeiten in der jeweiligen Situation als “Angst”, “Haß”, “Aggression” etc. unterschiedlich zu erleben und zu reflektieren.Google Scholar
  799. 1).
    vgl. Lersch 1970, S. 598Google Scholar
  800. 1).
    Goethe 1968, S. 11Google Scholar
  801. 1).
    Grauman 1965, S. 20 fGoogle Scholar
  802. 2).
    In Unkenntnis darüber, ob es eine endgültige Wahrheit gibt, versucht der Mensch, eine “objektiv” vorliegende Realität dann anzunehmen, wenn die Einschätzung darüber, was als real gelten soll, von möglichst vielen Menschen (intersubjektiv) geteilt wird, empirisch also in hohem Maße als wahrscheinlich gelten soll. Dies täuscht nicht darüber hinweg, daß eine — auf solch intersubjektiver Übereinstimmung gegründete -”objektive” Realität subjektiven Charakter hat, der von einer “wahren Realität” weit entfernt sein kann. Nicht nur Kopernikus läßt grüßen.Google Scholar
  803. 3).
    Weiner 1986, S. 285, in Anlehnung an K. Lewin; Unterstreichung durch den Verfasser.Google Scholar
  804. 4).
    zitiert bei Schwartz 1986, S. 56; Unterstreichung durch den VerfasserGoogle Scholar
  805. 5).
    Münsterberg 1900, S. 52 f; Unterstreichung durch den VerfasserGoogle Scholar
  806. 6).
    Rubinstein 1958, S. 20; Unterstreichung durch den VerfasserGoogle Scholar
  807. 1).
    Watzlawick 1976, S. 84; Unterstreichungen durch den Verfasser; vgl. zur Interpunktion auch Watzlawick, Beavin und Jackson 1982, S. 57 ff und S. 92 f.Google Scholar
  808. 2).
    vgl. Watzlawick 1976, S. 84Google Scholar
  809. 3).
    Watzlawick 1976, S. 142; Unterstreichungen durch den Verfasser. Watzlawick unterscheidet zwei Ebenen der Wirklichkeit: eine (= Wirklichkeit erster Ordnung), die sich auf die rein physischen und daher weitgehend objektiv feststellbaren Eigenschaften von Dingen bezieht, auf dem Konsensus unabhängiger Wahrnehmungen beruht und sich vor allem auf experimentelle, wiederholbare und daher verifizierbare Nachweise stützt; und eine andere (= Wirklichkeit zweiter Ordnung), in der Aussagen über den Wert, den Sinn, die Bedeutung der festgestellten Tatsachen getroffen werden; vgl. S. 142 f.Google Scholar
  810. 4).
    vgl. Watzlawick 1981, S. 192 ff. Unter dem Aspekt abweichender subjektiver und objektiver Realitäten geraten die Doppelungs- und Widerspiegelungstheorien cartesianischer Prägung verständlicherweise in erhebliche Schwierigkeiten.Google Scholar
  811. 5).
    vgl. Abbott 1952, zusammengefaßt bei Watzlawick 1976, S. 214 ff, dessen Ausführungen im folgenden gekürzt, teilweise wörtlich übernommen werden.Google Scholar
  812. 1).
    Watzlawick 1976, S. 218 fGoogle Scholar
  813. 1).
    Störig 1962, S. 76Google Scholar
  814. 2).
    vgl. hierzu beispielsweise Herrigel 1984, S. 48; Hammitzsch 1980, S. 118 ff; Suzuki 1984, S. 34 ff und Jung 1984, S. 14 ffGoogle Scholar
  815. 3).
    vgl. Herrigel 1984, S. 42Google Scholar
  816. 4).
    vgl. Abschnitt 2.2.3.3.2.Google Scholar
  817. 5).
    vgl. zum eingestellten Denken Abschnitt 2.2.2.2.3.4.2.Google Scholar
  818. 1).
    vgl. Abschnitt 2.2.2.1.1. Vom Sonderfall, daß die Befriedigung bestimmter Bedürfnisse/Intensivierung bestimmter Gefühle sich auch leistungsmindernd auswirken können, soll hier abgesehen werden.Google Scholar
  819. (z.B. für Wagenrücklauf) und andere Ideogramme. Zeichen werden üblicherweise durch Schrift (Schriftzeichen) wiedergegeben oder technisch verwirklicht durch Lochkombinationen, Impulsfolgen und dergleichen.” Daneben sind vor allem auch Laute (Lautzeichen) zu nennen. Vgl. zur Lehre von den Zeichen — der Semiotik — Abschnitt 5.2.Google Scholar
  820. 1).
    vgl. Locke 1962, S. 430 fGoogle Scholar
  821. 2).
    vgl. DIN-44 300, 1978, S. 111Google Scholar
  822. 1).
    Der einfachheithalber wird gleiches Sprachverständnis (also beispielsweise keine unterschiedlichen Nationalsprachen) vorausgesetzt.Google Scholar
  823. 1).
    Die häufig anzutreffende Ungeduld von Gesprächspartnern, das wechselseitige Unterbrechen, um schnell auf bruchstückhaft Gehörtes ebenso Bruchstückhaftes zu erwidern, ist sichtbares Zeichen für die hier vorliegenden Schwierigkeiten. Ein Theologe (in “Das Wort zum Sonntag” im ARD-Fernsehprogramm, Mitte 1984; Name leider nicht mehr benennbar) hat diesen Sachverhalt einmal recht verblüffend und treffsicher auf den Punkt gebracht: “Der liebe Gott hat sich bei der Erschaffung des menschlichen Körpers schon etwas dabei gedacht, als er ihm zwei Augen und zwei Ohren — aber nur einen Mund gegeben hat.”Google Scholar
  824. 2).
    vgl. zum folgenden Hammitzsch 1980, S. 97 ffGoogle Scholar
  825. 1).
    vgl. hierzu beispielsweise Szyperski, Grochla, Höring und Schmitz 1982, S. 7 ff; Staehle 1985, S. 308 ff und 408 ff oder Mag 1980, Sp. 1032. Eine sehr ausführliche Analyse von mehr als 150 Kommunikationsdefinitionen findet sich bei Merten, 1977.Google Scholar
  826. 1).
    vgl. Mag 1980, Sp. 1032Google Scholar
  827. 2).
    vgl. zur Problematik der Abgrenzung von Informations- und Kommunikationsprozessen beispielsweise Szyperski 1981, S. 17 ff; Szyperski, Grochla, Höring und Schmitz 1982, S. 7 ff; Krüger 1984, S. 164 ffGoogle Scholar
  828. 3).
    vgl. beispielsweise Flechtner 1966, S. 71; Frese 1976, S. 61Google Scholar
  829. 4).
    vgl. beispielsweise Musiol 1983, S. 14Google Scholar
  830. 1).
    vgl. Szyperski 1980, S. 142 oder 1981, S. 17Google Scholar
  831. 2).
    vgl. Abschnitt 2.5.Google Scholar
  832. 1).
    vgl. hierzu auch Abschnitt 2.3.2.4.2.Google Scholar
  833. 2).
    vgl. hierzu Kap. 2.3.1.1.Google Scholar
  834. 1).
    vgl. beispielsweise Rahmann 1976, S.240 f sowie Hadorn und Wehner 1978, S. 326 fGoogle Scholar
  835. 2).
    vgl. Steinbuch und Weber 1974, S. 428 ffGoogle Scholar
  836. 3).
    vernachlässigt man hier einmal die wenig verbreiteten Fähigkeiten des Gedankenlesens, vgl. hierzu beispielsweise Doucet 1975, S. 86 ffGoogle Scholar
  837. 4).
    Man denke beispielsweise an Lügendetektortests.Google Scholar
  838. 2).
    vgl. zur nonverbalen Kommunikation (Kinesik) beispielsweise Argyle 1975; Homans 1950, S. 37; Ekman 1964, S. 295 ff; Ekman und andere 1972; Crott 1979, S. 30 ff oder Mehrabian 1972. Haggard und Isaacs (vgl. 1966, S. 154 ff) wiesen jedoch darauf hin, daß Menschen (hier: Psychotherapiepatienten) mimisch manchmal Emotionen ausdrücken, die selbst von geschulten Therapeuten übersehen werden. Eine wesentliche Ursache liegt vor allem im kurzen Zeitintervall (häufig unter einer Sekunde) des Emotionsausdrucks (vgl. hierzu auch Ekman und Friesen 1969, S. 88 ff). Darüber hinaus betonen Haggard und Isaacs auch, daß ausgedrückte Gefühle manchmal dem widersprechen können, was Personen gerade in Worten äußern.Google Scholar
  839. 1).
    Die künstlerischen Ausdrucksformen von Gedankeninhalten in der Kreation beispielsweise von Gemälden und Körpern (Skulpturen etc.) sollen hier vernachlässigt werden wegen ihres weiten Interpretationsspielraumes durch den Gestalter einerseits und den Betrachter andererseits. Die weiteren Ausführungen beschränken sich im weiteren vor allem auf die sprachbezogene Darstellung von Gedankeninhalten.Google Scholar
  840. 1).
    vgl. zur Enge des Bewußtseins Abschnitt 2.3.2.1.Google Scholar
  841. 2).
    vgl. hierzu Abschnitt 2.3.2.Google Scholar
  842. 1).
    Die gewachsene Hintergrundorientierung ist dabei keine statische, sondern eine dynamische Größe, die in Abhängigkeit von binnen-und außenweltlichen Reizen fortwährend modifiziert wird.Google Scholar
  843. 1).
    vgl. Abschnitt 2.2.3.3.3.Google Scholar
  844. 2).
    vgl. Abschnitt 2.2.3.Google Scholar
  845. 1).
    Der Einfachheit halber wird unterstellt, daß zwischen den Mitteilung austauschenden Individuen Übereinstimmung herrscht hinsichtlich der symbolhaften Verdichtung von Ereignissen in Zeichen, Begriffen, Nationalsprache etc., und daß dadurch die formalen Voraussetzungen des Sprachverständnisses gegeben sind, vgl. hierzu beispielsweise Szyperski 1981, S. 11 ff.Google Scholar
  846. 1).
    vgl. Duden-Etymologie -, 1963, S. 287. Oeser (vgl. im folgenden 1976 b, S. 16 ff) mißt dem Begriff “informatio” im klassischen Latein drei unterschiedliche Bedeutungen zu: erstens, eine logisch-erkenntnistheoretische Grundbedeutung, die sich auf die Tätigkeit der Erkenntnisgewinnung durch das erkennende Subjekt bezieht: informatio als “Formung” und “Abbildung”. Zweitens, eine ebenfalls primär erkenntnistheoretische Bedeutung. Der Erkenntniszustand des Subjekts wird durch äußere Informationsquellen erhöht: informatio als “Lehre” und “Unterweisung”. Diese engere Fassung ist von einer weiteren zu unterscheiden, bei der nicht nur ein äußerer Lehrer (informator) als kooperative Informationsquelle auftritt, sondern generell das Individuum Erkenntnis aus jeglicher Erfahrung schöpft. Drittens, eine aus der erkenntnistheoretischen Grundbedeutung abgeleitete Bedeutung, die sich auf die übermittelte Nachricht als “verobjektivierte, mitteilungsfähige, das heißt auf die in irgendeiner Weise sprachlich fixierte Erkenntnis bezieht: ‘informatio’ als ‘Bericht’ und ‘Kundschaft’“(ebenda, S. 17). In den weiteren Ausführungen werden alle drei Begriffsbedeutungen mit jeweils unterschiedlicher Akzentuierung angesprochen.Google Scholar
  847. 2).
    Beim Austausch von Informationen werden Gedankeninhalte in symbolhafter Form auf Zeichen abgebildet und vom Absender an den Empfänger übermittelt. Die Semiotik — die Theorie der Zeichen -gliedert sich nach Morris (1935, S. 6 ff) in die syntaktische, die semantische und die pragmatische Dimension. Aus syntaktischem Blickwinkel steht das Verhältnis von Zeichen zueinander und deren Ordnungsbeziehungen im Betrachtungsmittelpunkt. Die Semantik konzentriert sich auf den Zusammenhang zwischen Zeichen und Bezeichnetem. Die pragmatische Dimension beschreibt die Beziehung zwischen dem auf Zeichen symbolhaft Dargestellten und demjenigen, der diese informationellen Bedeutungsgehalte in seinen Orientierungszusammenhang einbringt, bezieht sich also insbesondere auf Verhaltenswirkungen (vgl. Morris 1973, S. 326). Die pragmatische Betrachtung scheint deshalb, weil über die syntaktische und semantische Perspektive hinausgehend, und diese dennoch integrierend, der relevante Blickwinkel menschlicher Orientierung zu sein, weil “sämtliche persönlich-psychologischen Faktoren, Fragen der jeweiligen Absicht, der praktischen Ergebnisse und des Wertes für die Benutzer der Zeichen” (Cherry 1963, S. 259) einbezogen werden.Google Scholar
  848. 3).
    Diese Auffassung wird weiter unten erweitert.Google Scholar
  849. 1).
    Der konkretisierende Denkakt und der Äußerungsakt können dabei unmittelbar zusammenfallen, vgl. Abschnitt 2.2.3.3.4.Google Scholar
  850. 2).
    vgl. Abschnitt 2.5.1.2.2. und 2.5.1.2.3.Google Scholar
  851. 1).
    Fast alle Veröffentlichungen über den pragmatischen Zweckbezug bzw. die Wirkungen von Informationen beziehen sich auf den Nachfrageaspekt, also die Wirkungen beim Informationsempfänger. Ob geäußerte und abgebildete Informationen nur als allgemeine, unverbindliche, redundante Mitteilungen — als Rohstoff — verstanden werden, die im Verarbeitungsprozeß ihrer Weitschweifigkeit entkleidet und auf das Nutzbare abgemagert werden (vgl. Schulz 1970, S. 26); Ob Informationen nur als der nichtredundante Teil einer Mitteilung verstanden wird, der zu einer Wissenserhöhung führt, oder als Neuigkeit beim Empfänger erkannt wird (vgl. beispielsweise Flechtner 1966, S. 71; Frese 1976, S. 61; oder Hicks und Leininger 1982, S. 11); stets wird Information in Zusammenhang mit dem Empfänger derselben gesehen (vgl. in diesem Zusammenhang auch zur unterschiedlichen Begriffsabgrenzung zwischen Daten, Nachrichten und Informationen beispielsweise Hofmann 1976, S. 33 ff; Dworatschek 1971, S. 54; Schulz 1970, S. 26 f; DIN-44 300, 1978, S. 1 ff). Die Nachteiligkeit der Beschränkung des Informationscharakters auf den Nachfrageaspekt wird insbesondere in interaktiven Kommunikationsprozessen deutlich.Google Scholar
  852. 1).
    Man könnte diesen Vorgang vielleicht vergleichen mit den sich ständig verändernden Börsennotierungen auf einer Anzeigentafel, die im Innenraum einer Börse aktuellen Aufschluß über Transaktionen während der Öffnungszeiten gibt. Die Geschäftsentwicklung am Stichtag oder in der Vergangenheit wird hingegen im angeschlossenen Rechenzentrum erfaßt.Google Scholar
  853. 1).
    Wittmann 1959, S. 14Google Scholar
  854. 2).
    vgl. hierzu Abschnitt 5.2.Google Scholar
  855. 2).
    Kosiol 1966, S. 101 ffGoogle Scholar
  856. 3).
    Darüber, daß Informationen (wenn auch in unterschiedlicher Definition) als Güter anzusehen sind, scheint in der Literatur wenig Zweifel zu bestehen (vgl. hierzu beispielsweise Adam 1959, S. 12 f; Hoffmann 1976, S. 33 f oder Kosiol 1966, S. 167 und 172). Dabei erscheint es jedoch als zu eng, von Informationsgütern nur dann zu sprechen, wenn diese in, auf die Informationsproduktion und -weiterleitung spezialisierten, Unternehmen zur Verwendung gelangen (vgl. Kosiol 1966, S. 172). Wenn Hoffmann (vgl. 1976, S. 33) Informationen als immaterielle Güter bezeichnet, so erscheint diese Abgrenzung nicht ganz unproblematisch, da Informationen stets nicht nur durch einen ideell-inhaltlichen, sondern aufgrund ihrer Abbildung auf allen Abbildungsebenen auch durch einen physischen (materiellen) Charakter gekennzeichnet sind. Wenn im weiteren dennoch — dem allgemeinen Sprachgebrauch folgend — gelegentlich von physischen Gütern in Abgrenzung zu informationellen Gütern (mGg) gesprochen wird, so sollen hierunter alle diejenigen physischen Güter subsummiert werden, die nicht mGg sind.Google Scholar
  857. 1).
    Während Angebots- und Nachfrageposition bei den intraindividuell abgebildeten Gedankeninhalten im Kopf eines Menschen zusammenfallen, stehen sich bei den inter- und extraindividuell abgebildeten Cedankeninhalten Anbieter und Nachfrager als unterschiedliche Personen (im Kommunikationsprozeß) gegenüber.Google Scholar
  858. 1).
    vgl. Abschnitt 2.3.1.1.1.Google Scholar
  859. 1).
    Ebbinghaus 1902, S. 69Google Scholar
  860. 2).
    Um die Urheberschaft dieser kontrollierten Introspektionsmethode stritten sich um die Jahrhundertwende Marbe, Ach und Binét; vgl. Koch 1964, S. 55Google Scholar
  861. 3).
    Wundt 1908, S. 40Google Scholar
  862. 4).
    vgl. zum Nutzen des Individuums sowie zur Nutzentheorie (im Rahmen der Haushalts- oder Volkswirtschaftstheorie) beispielsweise Woll 1978, S. 88 ff, mit einer umfangreichen Bibliographie zu diesem Thema.Google Scholar
  863. 1).
    Vernachlässigt man an dieser Stelle einmal, daß der pragmatische ebenso wie der semantische Aspekt für die Ausführung maschineller Verrichtungen selbst irrelevant ist, vgl. Shannon und Weaver 1949, S. 8 oder 1976, S. 18.Google Scholar
  864. 1).
    Beschreibungen zur Informationswertbestimmung finden sich beispielsweise bei: Mag 1973, S. 829 ff; Albach 1969, Sp. 720 ff; Weber 1978, S. 199 ff; Altrogge 1975, S. 821 ff; Bamberg, Coenenberg und Kleine-Doepke 1976, S. 30 ff; Feltham 1972, S. 20 ff; Bitz 1975, S. 521 ff; Niggemann 1973; Teichmann 1971, S. 745 ff; 1973, S. 373 ff; 1974, Sp. 1894 ff; Rehberg 1973; Schlaiffer 1959; Wenzel 1975, Wiemann 1973 sowie Lindley 1974, S. 106 ff.Google Scholar
  865. 2).
    Bei der Informationswertbestimmung steht der mittels einer Information zu erzielende Erfolg im Untersuchungszentrum. Der Informationswert ist deshalb zu unterscheiden u.a. vom (statistischen) Informationsgehalt (in Anlehnung an Shannon und Weaver 1949, S. 316 — auch als Entrophiemaß bezeichnet), der sich auf die Un-gewißheit der störungsfreien Übertragung einer Nachricht bezieht (vgl. beispielsweise Weber 1978, S. 197 f; Oeser 1976 b, S. 20 ff oder Glaser 1980, Sp. 935 f). Desweiteren ist er nicht zu verwechseln mit dem Informationsgrad, der das Verhältnis von vorhandener Information zu notwendiger Information beschreibt (vgl. z.B. Wittmann 1980, Sp. 897).Google Scholar
  866. 3).
    vgl. Marschak 1954, S. 187 ff; vgl. ebenda 1964, S. 38 ff und 1971, S. 192.Google Scholar
  867. 4).
    vgl. zur Informationswertbestimmung nach dem Bayes’schen Theorem beispielsweise Weber 1970, S. 77 ff; ders. 1971, S. 452 ff; 1972, S. 107 ff oder 1978, S. 192 oder Glaser 1980, Sp. 935 ff.Google Scholar
  868. 5).
    Weber (vgl. 1978, S. 200 f) weist jedoch darauf hin, daß statt des Ertragswertes auch die Erfolgseinbußen (Opportunitätskosten) zur Bestimmung des Informationswertes herangezogen werden können.Google Scholar
  869. 1).
    vgl. Glaser 1980, Sp. 935 fGoogle Scholar
  870. 2).
    vgl. beispielsweise Wiemann 1973, S. 7 ff; Bitz 1975, S. 522 f; Heinen 1983, S. 899 oder Altrogge 1975, S. 876Google Scholar
  871. 3).
    Die hier innewohnende Problematik wird gut bei der Bezugsgrößenauswahl des Ertragswertes deutlich, die neben den Kosten benötigt wird, um die Wirtschaftlichkeit der Informationsbeschaffung zu ermitteln. Soll man (in Anlehnung an Picots und Reichwalds Untersuchung zur Wirtschaftlichkeit von Schreibdiensten, vgl. 1979, S. 16 f oder Reichwald 1981, S. 5 f) Erfolgswerte für eine einzelne Ceschäftstransaktion ermitteln (isolierter!” ransaktions-wert bzw. Informationswert)? Soll man nach dem Erfolg fragen, der durch die Beschaffung der Information und ihre mehrfache Nutzung innerhalb einer Abteilung (erweiterter Abteilungswert), innerhalb einer Geschäftssparte (Spartenwert), innerhalb des Unternehmens (Unternehmenswert) oder innerhalb der Gesellschaft (Gesellschaftswert) entsteht? Legt man also isolierte Informationswertbestimmungen oder erweiterte zugrunde?Google Scholar
  872. 4).
    vgl. Heinen 1983, S. 899. Heinen (vgl. S. 899) weist denn auch darauf hin, daß in der betrieblichen Praxis Bewertungsprozesse für zu beschaffende Informationen in der Regel dann abgebrochen werden, wenn die Erzielung eines befriedigenden Zielerreichungsgrades entsprechend dem gesetzten Anspruchsniveau sicher oder zu erwarten ist.Google Scholar
  873. 5).
    vgl. Kraus 19 , S. 2Google Scholar

Copyright information

© Deutscher Universitäts-Verlag GmbH, Wiesbaden 1991

Authors and Affiliations

  • Ulrich Kroppenberg

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