Biophysik des Fließgleichgewichts pp 140-147 | Cite as
Das Verhältnis der Theorie der offenen Systeme zu anderen Systembeschreibungen
Zusammenfassung
Die Bezeichnungsweise „System“erscheint heute schon fast als Modewort, denn es hat gegenwärtig weit über den wissenschaftlichen Bereich hinaus Geltung und Anwendung im allgemeinen Sprachgebrauch gefunden und wird, wie uns scheinen will, ein wenig zu häufig dort verwandt. Abgesehen von dem Aspekt der gedankenlosen Anwendung des Begriffes scheint die gehäufte Anwendung des Systembegriffes in den Wissenschaften ein Symptom für die Einsicht zu sein, daß die Objekte unserer Welt im allgemeinen komplexer Natur sind und relevante Erkenntnisse über diese Objekte nur unter Berücksichtigung ihrer Komplexität zu erlangen — sind. Implizit ist darin die Erkenntnis eingeschlossen, daß zur Erforschung der Objekte und Erscheinungen der realen Welt die Mathematik ein unentbehrliches Hilfsmittel geworden ist. Es nimmt deshalb nicht wunder, daß die Mathematik einen immer breiteren Raum in den wissenschaftlichen Disziplinen einnimmt und verbale Beschreibungen von Sachverhalten immer häufiger durch mathematische Formulierungen präzisiert, ergänzt oder gar ersetzt werden. Auch die unterschiedlichen Systembeschreibungen bedienen sich der Mathematik als Sprache und Arbeitsmittel, wie wir an einigen Beispielen zu zeigen versuchten. Wir wollen es jetzt als unsere Aufgabe betrachten, die Theorie der offenen Systeme mit einigen uns wichtig erscheinenden anderen Systembeschreibungen zu vergleichen und ihr einen Platz unter ihnen zuzuordnen.
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