Zusammenfassung bisheriger Ergebnisse und Zielsetzung der Untersuchung
Zusammenfassung
Grundlage der vorliegenden Untersuchung ist die Annahme, daß Wissen über Kriminalität — Vorstellungen, Meinungen, Überzeugungen über Art und Umfang, Entstehung und Kontrolle von Kriminalität, über Täter und angemessene Reaktionen auf sie — in das soziale Handeln der Rezipienten eingeht. Reaktionen auf Normverletzungen und Straftäter, Unterstützung oder Ablehnung von Strategien und Instanzen sozialer Kontrolle werden durch dieses Wissen beeinflußt, das so an der gesellschaftlichen Entstehung und Behandlung von Abweichung und Kriminalität beteiligt ist. Umfrageergebnisse und Einstellungsuntersuchungen zu Kriminalitätsproblemen weisen darauf hin, daß Kriminalität überwiegend nicht realitätsgerecht eingeschätzt wird, und daß somit auch die Vorstellungen über die adäquate Kontrolle von Kriminalität von starken Fehleinschätzungen der realen Situation geprägt sind. Will man erklären, wie das Jeweilige Wissen über Kriminalität zustandekommt, erscheint es notwendig, verschiedene Informationsquellen zu berücksichtigen: familiäre, schulische und berufliche Sozialisation, eigene Erfahrungen, interpersonelle Kommunikation, Expertenwissen und vor allem auch die Vermittlung von Wissen über Kriminalität in den verschiedenen Formen der Massenkommunikation.
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