Denkbilder in der Politik pp 79-100 | Cite as
Staatsanalysen im Überblick
Zusammenfassung
Als erste Wissensquelle für eine mit Denkbildern beschäftigte Studie sind die tages- und grundsatzpolitischen Debatten in der Bundesrepublik zu nennen, die vor allem durch die Massenmedien verbreitet werden. Ihre Beurteilung erfordert Alltagskompetenz, welche u.a. von Bildungsstand und Lebensalter beeinflußt wird. Beispiele aus den letzten 20 Jahren für solche von Zeitgenossen mit Hilfe von Presse, Funk und Fernsehen, aber auch in persönlichen Gesprächen rezipierten Debatten, die mehr oder weniger intensiv die Rolle des Staates berührten, sind in Stichworten angebbar: die Notstandsgesetze, die Große Koalition und ihre Bedeutung für eine parlamentarische Opposition; Fragen der Emanzipation, Reform und Demokratisierung im Zusammenhang mit der Studentenbewegung und der Regierungsübernahme durch die SPD/FDP-Koalition; Probleme staatlicher Konjunkturpolitik zu Beginn der 70er Jahre; im Zuge der ökonomischen Krise Fragen der Begrenzung der Sozialleistungen; die Staatsverschuldung; der ‘Gewerkschaftsstaat’ die Politik des ‘Machers’ Helmut Schmidt; die Entstehung eines breiten Spektrums von Anti-Atom-, Ökologie- und Friedensbewegungen, die trotz starker basisdemokratischer und antizentralistischer Tendenzen zur Gründung der Grünen führte; ‘Staatsverdrossenheit’ und schließlich die Proklamierung einer geistig-moralischen ‘Wende’.
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