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Warum so viele Journalisten glückliche Menschen sind

Unmaßgebliche Vermutungen über ein merkwürdiges Ergebnis der Forschung
  • Otto B. Roegele

Zusammenfassung

In ihrem Beitrag zu der Festschrift für Oskar Stark, der Elemente autobiographischer Erinnerung und Erträge sozialwissenschaftlicher Forschung miteinander verbindet, hat Elisabeth Noelle-Neumann einige Ergebnisse einer Befragung aus dem Jahre 1969 mitgeteilt, denen auf dem Höhepunkt der Diskussion über verbindliche Regelungen der „Redaktionsautonomie“ besondere Aktualität zukam. Auf die Frage „Haben Sie bei Ihrer Tätigkeit das Gefühl, innerhalb Ihrer Zeitung genug Freiheit als Journalist zu besitzen oder zu eingeengt zu sein?“ erklärten nur 21 Prozent der Redakteure, 7 Prozent der Ressortleiter und 11 Prozent der Chefredakteure, sie fühlten sich „zu eingeengt“. Noch kleiner war die Zahl der Journalisten, die von sich sagten, sie könnten eigene Themenvorschläge „häufig nicht“ in ihrem Blatt verwirklichen (6 Prozent, 2 Prozent, 4 Prozent).1

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Anmerkungen

  1. 1.
    Elisabeth Noelle-Neumann: „Die FZ und die innere Pressefreiheit“ in: „Oskar Stark zu seinem achtzigsten Geburtstag“, Freiburg: Badischer Verlag 1970, S. 55–70, hier S. 60. — Vgl. auch von der selben Verfasserin: „Wenn die innere Partnerschaft in Zeitungen zerstört wird“ in ihrer Aufsatzsammlung „öffenlichkeit als Bedrohung“ (Alber-Broschur Kommunikation 6), Freiburg i.Br., 1977, S. 99-109.Google Scholar
  2. 3.
    Das Ergebnis der Untersuchung wurde am 15.12.1971 dem Presse-und Informationsamt der Bundesregierung vorgelegt. Sie ist, zusammen mit einer Fortschreibungsstudie 1973/74, veröffentlicht als „AfK-Studie 4“: W.R. Langenbucher, O.B. Roegele, F. Schumacher: „Pressekonzentration und Journalistenfreiheit“, Berlin: Volker Spiess 1976.Google Scholar
  3. 5.
    U. Jacobi, G. Nähr, W.R. Langenbucher. O.B. Roegele, M. Schönhals-Abrahamsohn: „Manager der Kommunikation (AfK-Studie 6)“, Berlin: Volker Spiess, 1977.Google Scholar

Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1981

Authors and Affiliations

  • Otto B. Roegele

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