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Normalistische Kollektivsymbolik und der High-Tech-Vehikel-Körper

  • Jürgen Link
Part of the Historische Diskursanalyse der Literatur book series (HDL)

Zusammenfassung

In den beiden letzten Kapiteln wurden sowohl historisch wie systematisch die wichtigsten Elemente jener normalistischen Kurvenlandschaften entwickelt, die als ‘Signalebene’ den inneren Bildschirm normalistischer Subjekte bilden, mit dessen Hilfe sie sich orientieren und selbständig adjustieren (normalisieren) können. Diese ‘Landschaften’ treten als ‘zweite Natur’ an die Stelle der in der Moderne verlorengegangenen ersten. Das Subjekt, das sich in eine Karte Afrikas vertieft, auf der der jeweilige Grad an AIDS-Durchseuchung der verschiedenen Länder und Regionen mittels verschieden intensiver Farben wiedergegeben ist, wird bestimmte Regionen u.U. wohlweislich vermeiden bzw. wird (etwa als Politiker) Flüchtinge aus solchen Regionen besonders wasserdicht aussperren. Die noch kinderlose Frau gegen 40, die auf vergleichenden statistischen Kurven sinnfällig entdeckt, daß die Zahl der erstgebärenden Frauen über 35 und über 40 ständig anwächst, wird sich möglicherweise nicht zuletzt deshalb noch für eine Schwangerschaft entscheiden. Solche Einzelbeispiele mögen suggestiv genug wirken — sie beantworten aber nicht die Frage, wie es möglich wird, daß Subjekte sich als Fahrer ihrer (nicht) normalen Lebensfahrten konstituiert fmden und daß sie ihr Leben mittels normalistischer Kurven steuern (wie im Falle des späten Kindeswunsches).

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Literatur

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Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1997

Authors and Affiliations

  • Jürgen Link

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