Lernfeld Europa pp 17-39 | Cite as
Ein bisschen deutsch — ein bisschen holländisch Deutsch-deutsche Kindheit und Jugend aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet
Zusammenfassung
Kaum je ein Ereignis hat die Kindheits- und Jugendforschung so angeregt wie die politischen Umschwünge, die Osteuropa Ende der achtziger Jahre erschütterten. Die Wende aus sozialistischen und kommunistischen Planwirtschaften in westeuropäische marktwirtschaftliche Demokratien krempelte auch die Lebensverhältnisse von Kindern und Eltern um. Für Kindheits-und Jugendforscher stellte sich die geradezu utopische Situation her, sozialen Wandel und seine Auswirkungen auf die betroffenen Menschen wie in einem riesigen Labor studieren zu können. Von allen Ländern war die Forschungslage in Deutschland am besten: Schon vor der Wende nahm Westdeutschland im Vergleich mit anderen ost- und westeuropäischen Ländern eine führende Stellung zwar nicht in der Kindheits-, wohl aber in der Jugendforschung ein. Nach der Wende waren dann in einem Land Ost und West vereinigt. Die „Laborsituation“ konnte kaum idealer sein. Bekanntermaßen hat die Jugendforschung in Deutschland ja auch nach der Wende geboomt.
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