Die Oberrechenkammer in der Regierungszeit Friedrich Wilhelms II. (1786–1797)

  • Karl Wittrock

Zusammenfassung

Schon kurz nach Beginn der Regierungszeit Friedrich Wilhelms II. war erkennbar, welche außergewöhnliche Hilfe der Monarch von der Oberrechenkammer erwartete. Friedrich Wilhelm beauftragte eine Kommission, die von Franzosen geleitete Sonderbehörde zur Eintreibung der Zölle und der indirekten Steuern, als Regie oder als Akzise bekannt, neu zu ordnen. Sie war von Friedrich II. eingerichtet worden und war in der Bevölkerung äußerst verhaßt. Für Friedrich Wilhelm war sie Symbol der friderizianischen Epoche, auf die er mit tiefer Abneigung zurückschaute. Deshalb ging es dem König und seinen Beratern in Wahrheit nicht um eine Neuordnung. Sie wollten diese Sonderbehörde beseitigen. Dabei erwarteten sie die Hilfe der Oberrechenkammer. Sie sollte Instrument ihrer Politik sein. In diesem Zusammenhang fällt auf, daß ihr Präsident Karl Wilhelm Kummer schon am 12. November 1786, also weniger als drei Monate nach Beginn der Regierungszeit Friedrich Wilhelms, den Adelsrang erhielt. Ob diese besondere Gunster-weisung des Königs für den Präsidenten Kummer ein Akt politischer Berechnung war, kann nur vermutet werden.86

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Literatur

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Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1997

Authors and Affiliations

  • Karl Wittrock

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