Einheits-Diskurs am Ende

  • Arne Kapitza
Part of the Studien zur Kommunikationswissenschaft book series (SZK, volume 26)

Zusammenfassung

„Einheit“ war ein zentraler Schlüsselbegriff im offiziellen Sprachgebrauch der DDR, der Identität, politische Einmütigkeit und Einheitlichkeit bedeuten konnte. Einheit hieß die theoretische Zeitschrift der SED, und bereits der Name “Einheitspartei” — nach zweiwertiger Logik und auch nach parlamentarisch-demokratischer Vorstellung paradox, da eine Gruppe nicht Teil (pars) und Ganzes zugleich sein kann — zeugt von einer dialektischen Auffassung des Identitätsbegriffs. Die Einheitspartei verstand sich nicht nur als eine mit der SPD vereinigte KPD, sondern als Partei neuen Typs, die ihren Führungsanspruch im ersten Artikel der Verfassung (1968) festschrieb, diesen auf alle anderen Parteien und Massenorganisationen ausdehnte1 — und die, offiziell bis Anfang der 70er Jahre, ein einheitlich sozialistisches Deutschland erstrebte.

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© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1997

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  • Arne Kapitza

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