Beschreibungen der Welt

  • Horst Völz

Zusammenfassung

Es ist eine alte Frage, ob eine Welt außerhalb unseres Bewußtseins objektiv existiert. In diesem Buch wird der Standpunkt vertreten, daß es eine objektive Welt gibt und wir diese Welt mehr oder weniger adäquat erfahren. Doch es wird angenommen, daß alle Beschreibungen einmal recht ungenau sind und zum anderen sich z. T. widersprechen. Daher benötigen wir im Sinne von Bateson [BAT] mehrere Beschreibungen (Sprachen), um zu einem besseren Weltbild zu kommen.

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Notes

  1. 1).
    Information is information nor matter or energy [WIE]. Manchmal wurde das Englische “matter” auch mit Materie übersetzt. Dies hatte philosophische Konsequenzen. In den materialistischen Weltanschauungen wird z. B. Stoff und Energie zusammen als Materie bezeichnet und dem Bewußtsein gegenübergestellt. Infolge der mangelhaften Übersetzung wurde zeitweilig die Information zu etwas Dritten neben Bewußtsein und Materie. Dies hatte in den ehemaligen sozialistischen Staaten erhebliche Konsequenzen, die u. a. zur Ablehnung der Kybernetik führten. Ein solcher Streit war und ist aber unfruchtbar. Die hier eingeführte Betrachtung läßt solche Probleme gar nicht erst aufkommen.Google Scholar
  2. 2).
    Man beachte, daß hier die Beschreibung der Welt mittels Stoff nahezu damit gleich gesetzt wird, daß Stoff ein Objekt der Welt ist. Diese sprachliche Regelung ist eigentlich mit größter Vorsicht zu gebrauchen. Um jedoch komplizierte Formulierungen zu vermeiden, wird diese Gleichsetzung in der Folge häufiger benutzt. Diese formale Gleicsetzung ist insbesondere später bei der Information etwas problematisch.Google Scholar
  3. 3).
    Es geht wieder um das Gemeinsame von Stoff und Energie, also um die Materie. Dieser Dualismus wird uns noch öfter begegnen.Google Scholar
  4. 4).
    Die so unangenehmen, die Umwelt stark belastenden Substanzen sind trotz ihrer gewaltigen Schädlichkeit in diesem Sinne, d.h. der Masse nach vernachlässigbare Nebenprodukte.Google Scholar
  5. 5).
    Eine der wenigen konstruktiven Varianten hierzu ist z. B. das morphische Feld von Sheldrake [SHE]. Er räumt aber auch ein, daß es beachtliche Beziehungen zur Information besitzt.Google Scholar
  6. 6).
    Dies ist umso erstaunlicher, da er überhaupt nicht Mitglied der NSDAP war. Von Karajan war dagegen gleich zweimal, in Deutschland und in Österreich Mitglied und wurde nicht entnazifiziert. Obwohl er sogar (zumindest teilweise) Furtwängler in der Nazizeit ablöste.Google Scholar
  7. 7).
    F. Klix [KLI] spricht im ähnlichen Zusammenhang vom Triggern einer Gedächtnisstruktur.Google Scholar
  8. 8).
    Dieser Abschnitt erfordert ein wenig Mathematik. Falls Sie dabei auf Probleme stoßen, können Sie die Formeln schlicht überlesen und nur das Ergebnis zur Kenntnis nehmen.Google Scholar
  9. 9).
    Sie wird auch Informationstheorie genannt und später noch genauer behandeltGoogle Scholar
  10. 10).
    Diese Beziehung läßt sich auch quantentheoretisch herleiten, siehe z. B. [VI3] S. 60Google Scholar

Copyright information

© Friedr. Vieweg & Sohn Verlagsgesellschaft mbH, Braunschweig/Wiesbaden 1994

Authors and Affiliations

  • Horst Völz
    • 1
  1. 1.WiesbadenDeutschland

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