CIM und strategisches Management pp 1-5 | Cite as
Neue Produktionstechnologien als Antwort auf Veränderte Wettbewerbsbedingungen
Zusammenfassung
In vielen Bereichen der Unternehmungsumwelt haben seit Mitte der 70er Jahre tiefgreifende Veränderungen eingesetzt und vieles deutet darauf hin, daß dies unter teilweise verschärften Vorzeichen auch die 90er Jahre prägen wird1). Die zunehmende Marktsättigung in Folge der fortschreitenden Globalisierung der Märkte2), die verstärkte Nachfragedifferenzierung bei gleichzeitig verändertem Kaufverhalten3) und die Intensivierung der Kommunikation4) haben durch die zunehmende Verschärfung der Wettbewerbsbedingungen den Bedingungsrahmen für die unternehmerische Tätigkeit nachhaltig verändert. Für die Unternehmungen stellt die Bewältigung dieses Wandels eine erfolgskritische Herausforderung dar, die nur durch die gezielte Entwicklung strategisch überlegener Ressourcen und deren Umsetzung im Markt beantwortet werden kann5). Um trotz der Kontraktion der Produktlebenszyklen bei gleichzeitig zunehmender Programmkomplexität6) und der dieser Entwicklung diametral gegenüberstehenden Verlängerung der Produktentstehungszyklen7) die Ressourcen-und Leistungsaustauschbeziehungen mit der Umwelt abzusichern, muß bei industriellen Unternehmungen — auf die diese Arbeit beschränkt werden soll — auch die Produktion als die Zentralfunktion der innerbetrieblichen Leistungserstellung8) eine strategische Neuorientierung erfahren. Da traditionelle Produktionskonzepte und-verfahren den Erfordernissen nach Flexibilität und Reaktionsfähigkeit des Leistungserstellungsprozeßes bei gleichzeitiger Erfüllung der hohen Anforderungen an die Leistungsmerkmale Preis, Qualität und Liefertreue nicht mehr gerecht werden9), ist diese Neuorientierung für viele Unternehmen eine überlebensnotwendige Aufgabenstellung10).
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