Probleme der Eingliederung der Langzeit-Arbeitslosen in den Produktionsprozess

  • Klaus Mentzel
Part of the Schriften zur Unternehmens führung book series (SZU, volume 37)

Zusammenfassung

Mit der Belebung der konjunkturellen Entwicklung in der Bundesrepublik wurden neben Facharbeitern auch in größerem Umfang ungelernte Arbeitskräfte eingestellt, zunächt problemlos aus dem Potential der über 2 Mio. Arbeitslosen. Die betroffenen Unternehmen mußten jedoch zunehmend negative Erfahrungen feststellen:
  • qualifizierte Fachkräfte waren aus dem Potential der 2 Mio. Arbeitslosen nur schwer zu generieren,

  • von den neu eingestellten Mitarbeitern verließen (bzw. mußten verlassen) 30–40% innerhalb von 3 Monaten das Unternehmen, da sehr schnell deutlich wurde, daß eine Eingliederung in den Arbeitsprozeß unmöglich war,

  • in allen Bereichen, wo der Anteil der Neueinstellungen bemerkenswert war (größer als 20%), stieg der Krankenstand nachhaltig, zunächst aufgrund von Fehlzeiten der neu eingestellten Mitarbeiter,

  • in der Folge erhöhte sich auch der Krankenstand der ursprünglichen Belegschaft, da plötzlich solche Verhaltensweisen für normal gehalten wurden,

  • die Leistungsbereitschaft nahm in den betroffenen Bereichen ab, und zwar wiederum beginnend bei den neu eingestellten Mitarbeitern, aber auch schnell übergreifend auf die übrige Belegschaft.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1988

Authors and Affiliations

  • Klaus Mentzel
    • 1
  1. 1.HamburgGermany

Personalised recommendations