Historische Diskursanalyse der Literatur pp 186-193 | Cite as
Wer darf sprechen? Der Autor als moralische Instanz
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Zusammenfassung
In den 1989/1990 geführten Debatten um die DDR- und die BRD-Literatur1 war viel von Moral, Schuld und „Gesinnung“ die Rede, wohl, um das Gemeinte herabzusetzen. Mit der Vereinigung brachen bisher meist verdeckt geführte Machtkämpfe um die Struktur und Mentalität der literarischen Öffentlichkeit und des Kulturbetriebes auf, die in Westdeutschland schon längst entschieden schienen, auch wenn z.B. Ulrich Greiner u.a. im nachhinein Macht und Einfluß der alten „Gesinnungsästheten“ ausphantasierten.
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Literatur
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