Zusammenfassung
Jeder Mensch ist intelligent, der eine mehr, der andere weniger. Zweifellos eine zutreffende Feststellung, doch auch eine triviale. Doch was ist Intelligenz? Was verbirgt sich hinter diesem Begriff, mit dem umgangssprachlich oft auch fahrlässig und widersprüchlich umgegangen wird? Da bejubelt der Fernsehreporter während eines Fußballspiels den traumhaften und „hochintelligenten“ Flankenball des Außenstürmers. Der aber räumt später zerknirscht ein, das Ding sei purer Zufall gewesen. In Wahrheit habe er zum Torschuss angesetzt. Also war es nichts mit einer intelligenten Leistung des Stürmers, aber war es dennoch ein intelligenter Pass? Zu ähnlicher Unscharfe fuhrt das häufige Kompliment an einen Fragesteller, eine „intelligente Frage“ gestellt zu haben. Aber wem bescheinigt der Empfänger der Frage eigentlich diese Intelligenz? Sich selbst oder dem Fragesteller? Und was ist mit dem so oft zitierten „dümmsten Bauern, der die dicksten Kartoffeln hat“? Müssten nicht die intelligenten Bauern die dicken Knollen haben? Oder sind die nicht intelligent genug, um dumm zu sein? Oder kann Dummheit gar intelligent sein?
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