Zahlungsverkehr

  • Erich Herrling
  • Rudolf Mayländer

Zusammenfassung

Die Teilnahme am modernen Wirtschaftsleben ist eng verknüpft mit der Inanspruchnahme vielfältiger Dienstleistungen aus dem Zahlungsverkehr unseres Bankensystems. Ohne den Zugriff auf diese Instrumente wäre der reibungslose Ablauf einer neuzeitlichen Volkswirtschaft undenkbar. Die Umstellung der Bargeldzahlung auf bargeldlose Transaktionen erfolgte sehr massiv Ende der sechziger und Anfang der siebziger Jahre, so daß der Umsatz der unbaren Transaktionen von 1,3 Billionen1 DM 1960 auf 23 Billionen DM 1989 anstieg. Für die Banken in der Bundesrepublik brachte diese Umstellung der breiten Masse der Zahlungen, insbesondere durch die bargeldlose Lohn-, Gehalts- und Rentenzahlung, neben den explosionsartig angestiegenen Kosten in diesem Bereich — Schätzungen kommen auf einen Betrag von etwa 10 Mrd. DM — auch viele Vorteile. 97% der Bevölkerung über 14 Jahre haben durch diese Entwicklung Kontakt in Form einer Kontoverbindung zu einem Kreditinstitut. Dies bot und bietet natürlich die Möglichkeit, diesen Kunden weitere Produkte aus der weiten Produktpalette anzubieten. Die Bankkunden haben von dieser Möglichkeit — bedingt auch durch die rasch gestiegenen Einkommen — regen Gebrauch gemacht. Aus dieser Entwicklung konnten die Kreditinstitute eine enge und feste Bindung ihrer Kunden herstellen, die im Ergebnis auch denBodensatz an Einlagen erhöhte, der den Kreditschöpfungsspielraum — insbesondere im kurzfristigen Bereich — in der Volkswirtschaft erheblich erweiterte.

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Copyright information

© Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler GmbH, Wiesbaden 1991

Authors and Affiliations

  • Erich Herrling
  • Rudolf Mayländer

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