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China pp 161-171 | Cite as

Landwirtschaft

Zusammenfassung

Wie in jedem unterentwickelten Land hatte auch in China die Landwirtschaft eine wichtige Rolle zu spielen. Sie mußte eine wachsende Bevölkerung ernähren und kleiden, sie mußte Exportüberschüsse erwirtschaften, und in jüngerer Zeit mußte sie die Industrie mit Rohmaterial versorgen. Die an die Landwirtschaft gestellten Anforderungen waren also hoch, und mit dem Bemühen, das Land zu modernisieren und zu industrialisieren, haben sie sich noch erhöht. Doch stand in China diesen Anforderungen eine Landwirtschaft gegenüber, die bis in die jüngste Zeit in ihrer Tradition verharrte und sich folglich als immer unfähiger erwies, sie zu meistern. So kam es zwischen 1840 und heute häufig zu einer Minderung der landwirtschaftlichen Leistung — einer Minderung, die nichtwirtschaftliche Faktoren allerdings noch verstärkten. Versuchen, diesen Rückgang aufzuhalten, war nur ein zeitweiliger Erfolg beschieden, und es trat immer klarer zutage, daß, um den Abwärtstrend umzukehren, nicht nur ein quantitativer, sondern auch ein qualitativer Wandel in der landwirtschaftlichen Produktion notwendig war. Selbst nach 1949, als eine starke und entschlossene Regierung an der Macht war, konnten institutionelle in Verbindung mit technischen Veränderungen, die innerhalb des traditionellen Rahmens stattfanden, keinen bleibenden Aufstieg bringen. Erst in den frühen 1960er Jahren, als die Landwirtschaft technisch modernisiert wurde, schien es Hoffnung auf eine Aufwärtsbewegung und den Beginn einer dauerhaften Besserung der landwirtschaftlichen Leistung zu geben.

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Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1976

Authors and Affiliations

  • R. Ash

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