Advertisement

China pp 110-114 | Cite as

Hsia-fang-Bewegung

  • J. Glaubitz

Zusammenfassung

Unter hsia-fang, wörtl. »Hinunterschicken (aufs Land oder in die Produktion)«, sind bestimmte Maßnahmen der ideologischen Umerziehung und Modernisierung Chinas zu verstehen, die sich vor allem auf zwei Gruppen der chinesischen Gesellschaft erstrecken: auf die Kader von Partei und Verwaltung und auf die Intellektuellen. Der Gedanke des hsia-fang geht zwar bis in die 1930er Jahre zurück, wo es in dem von Kommunisten besetzten Gebiet praktiziert wurde, aber in organisierter Weise kam es erst ab 1957 mit wechselnder Intensität zur Anwendung. Den Beginn der Bewegung signalisierte der Bericht Chou En-lais auf dem 8. Parteitag der KPCh im Sept. 1956. Chou verwendete bereits den Ausdruck hsia-fang, wenn auch noch in einer etwas anderen Bedeutung, als die spätere Praxis erwies, wo es sich dann um eine systematische Teilnahme von Intellektuellen und Kadern an körperlicher Arbeit handelte. Er wies in seinem Bericht darauf hin, daß die höheren Verwaltungsorgane personell überbesetzt seien. Darum sei eine angemessene Zahl von Leuten, die in Organisationen der höheren Ebene arbeiteten, in untere Organisationen zu versetzen (hsia-fang) und ein Teil der Beschäftigten aus unproduktiven Bereichen in produktive Bereiche überzuführen.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1976

Authors and Affiliations

  • J. Glaubitz

There are no affiliations available

Personalised recommendations