Zusammenfassung
In meinem früheren Buch Theorie der sozialen Gruppe habe ich die Behauptung aufgestellt, daß, ceteris paribus, „Personen, die häufiger miteinander interagieren, in ihren Aktivitäten einander mehr ähneln als anderen Personen, mit denen sie nicht so oft interagieren‟ 1, und ich führte Belege dafür an, daß dies zumindest für einige Gruppen zutraf. Im vorliegenden Buch haben wir weitere Beweise für die Beziehung zwischen persönlichen Ähnlichkeiten einerseits und Neigung und Interaktion andererseits geliefert. In Kapitel IX — Die Matrix des Gefühls — zeigten die schwedischen Studenten eine Tendenz, andere mit einer Punktzahl, die der ihren ähnelte oder glich, ebenso zu wählen wie andere mit einer besseren Punktzahl; und in Kapitel X — Die Natur der Gegebenheiten — sahen wir, wie Personen mit ähnlichem Hintergrund und daher ähnlichem Wert besonders dazu neigten, einander zu belohnen und sympathisch zu finden.
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References
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