Zusammenfassung
Die charakteristische Form des organisierten Konsumentenhandels ist die genossen schaftliche. Die Konsumgenossenschaften, früher meist als Konsumvereine, nach 1933 als Verbrauchergenossenschaften 1 bezeichnet , sind Einkaufsgemeinschaften, die Haushaltungen gebildet haben, um sich die Vorteile des Großeinkaufs oder der Eigenherstellung von Konsumwaren zu verschaffen. Historisch sind sie wie die übrigen Genossenschaftsarten aus der Selbsthilfe erwachsen. Wesentliches Motiv für die Bildung von Konsumgenossenschaften war das Streben der Konsumenten nach unverfälschter Ware, richtigem Gewicht und gerechten Preisen. Sie verdanken ihre Entstehung nicht zuletzt den Nachteilen, die ein hemmungsloser Erwerbstrieb im Zeichen einer mißbrauchten Gewerbefreiheit für die wirtschaftsschwachen Konsumenten mit sich brachte. Im Laufe der Jahrzehnte entstanden genossenschaftliche Gebilde, die in großen Zentralverbänden organisiert, auch alle der Einzelverteilung vorgelagerten Aufgaben der Güterversorgung, einschließlich der Produktion selbst, in zunehmendem Maße übernahmen.
Preview
Unable to display preview. Download preview PDF.
Literatur
- 2.Georg Jacob Holyoake ,Geschichte der Rochdaler Pioniere (1878). Deutsch in neuer Bearbeitung von Robert Schl össer ,Köln 1928, S. 68, 103.Google Scholar
- 3.Vgl. Erwin Hasselmann ,Die Rochdaler Grundsätze im Wandel der Zeit, Bd. 4 der Ver öffentlichungen der Deutschen Genossenschaftskasse, Frankfurt 1968, S. 63 f.Google Scholar
- 11.Arnold Bisseis, J. Ricking, Robert Schloesser ,Wege zum Wirtschaftsfrieden ,Nr. 6 der Ver brauchergenossenschaftlichen Bücherei, herausgegeben vom Reichsverband deutscher Konsumvereine ,2. Aufl., Düsseldorf-Reisholz 1925 ,S. 32.Google Scholar
- 12.Karl Thie ß ,Handel und Genossenschaften ,3. Heft der Sammlung von Schriften und Vorträgen des Seminars für Genossenschaftswesen an der Universität Köln ,herausgegeben von Georg Fuchs und W. Vleugels ,Halberstadt 1928, S. 16/17.Google Scholar
- 16.Anonymus: Nationalrat Gottlieb Duttweiler ,Gründer der Migros-Genossenschaft, Sonder druck aus Band I der »Schweizer Köpfe der Gegenwart«, Zürich 1945, S. 10.Google Scholar