Zusammenfassung

  • Michael Pötzl

Zusammenfassung

Ein Blick auf den Brückenbau des ausgehenden 20. Jahrhunderts offenbart eine unübersehbare Diskrepanz zu anderen Bereichen der Technik. Während beispielsweise seit Einführung des Automobils erhebliche Verbesserungen in bezug auf Energieverbrauch, Schadstoffausstoß, Sicherheit und Komfort erzielt werden konnten, beschränkte sich die Weiterentwicklung im modernen Brückenbau im wesentlichen auf rationellere Fertigungsmethoden (Bauverfahren) und die Verbesserung der Ausführungsqualität auf der Baustelle. Abgesehen von Großbrücken, welche immer wieder besondere Lösungen erforderlich machten, ist bei den sogenannten Standardbrücken seit Jahren eine Stagnation zu verzeichnen. So werden beispielsweise Auto-bahnüberführungen seit Jahrzehnten nach dem gleichen „Strickmuster“gebaut: Spannbetonbalken mit konstanter Höhe, Mittelpfeiler mit Lager, beidseitiges Kastenwiderlager mit beweglichen Fahrbahnübergängen. Im Hinblick auf die gestalterische Qualität manifestiert sich diese Diskrepanz besonders deutlich bei den Brücken der DB im Zuge der Neubaustrecken. Über einfeldrige Hohlkastenträger, welche noch zu Maillart’s Zeiten undenkbar gewesen wären, fährt ein moderner Hochgeschwindigkeitszug.

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© Friedr. Vieweg & Sohn Verlagsgesellschaft mbH, Braunschweig / Wiesbaden 1996

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  • Michael Pötzl

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