Anlagebetrug am Grauen Kapitalmarkt pp 71-98 | Cite as
Entwicklungspotential des Anlagebetrugs am «Grauen Kapitalmarkt» in Deutschland
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Zusammenfassung
In kaum einer Branche haben sich die Rahmenbedingungen in den letzten Jahren so umfassend geändert wie im Finanzsektor. „Dank des weltweiten Abbaus von Kapitalverkehrsbeschränkungen und anderer Markthemmnisse sowie der raschen Ausbreitung moderner Informations- und Telekommunikationstechniken stehen heute geographische und administrative Grenzen der Anbahnung und Abwicklung von Geschäften nicht mehr im Wege.“256 Während sich die finanziellen Erfolge etablierter Finanzdienstleister rückläufig entwickeln, dringen neue Wettbewerber in den Markt ein und beginnen, die Spielregeln der Branche zu verändern.257
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Literatue
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- 265.Unter einem Strategischen Geschäftsfeld wird in der Literatur eine relativ autonome Planungseinheit verstanden, deren Tätigkeitsbereich sich nach Produkt(en), Kunden und Wettbewerbern nachhaltig von anderen Aktivitätsfeldern eines Unternehmens unterscheidet. Beispiele für strategische Geschäftsfelder in der Finanzbranche sind das Wertpapiergeschäft oder die Vermögensverwaltung. Vgl. Nieschlag, Dichtl & Hörsch-gen (1997), S. 91 f., Schreyögg (1984), S. 141 ff., Wilde (1989), S. 27 ff., Marr & Picot (1991), S. 668 ff. und Macharzina (1995), S. 288 f.Google Scholar
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- 273.Der Verkauf von Finanzprodukten über Bankfilialen hat einen Anteil von 80% am Gesamtumsatz der Kreditinstitute. Vgl. Balzer (2000), S. 165 ff., Betsch (1997), S. 710 und Benölken & Wings (1995), S. 147.Google Scholar
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- 289.Mittlerweile sollen bis zu 20% der Neuabschlüsse bei Lebensversicherungen über den Strukturvertrieb erfolgen. In der Literatur wird der Geschäftserfolg der Strukturvertriebe vor allem auf ein Versagen der etablierten Banken und Sparkassen zurückgeführt. Vgl. Wolff (1993), S. 3 und Stiftung Warentest (1999), S. 14.Google Scholar
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- 300.Dabei gilt eine Freigrenze von 1.000 DM, die Gewinne bis zu 999 DM unbesteuert, 301 Verluste aus Beteiligungen werden steuerlich anerkannt, wenn nicht das Abschreiben von Verlusten, sondern die Absicht, auf Dauer Einnahmen zu erzielen, im Vordergrund der Anlage steht. Vgl. Stiftung Warentest (2001), S. 71.Google Scholar
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- 304.Für einen renditeorientierten Anleger mit nicht ausgeschöpften Sparerfreibetrag könnte es sich aus steuerlicher Sicht hingegen empfehlen, in Rentenpapiere mit im Vergleich zu Aktien gleich hoher Bruttorendite anzulegen. Vgl. Bloehs (2000), S. 693 f.Google Scholar
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- 313.Die Zuweisung der Zertifizierungsaufgabe an das BAV ist nicht unproblematisch, da ein unmittelbarer Sachzusammenhang mit der Tätigkeit der Versicherungsaufsicht nicht gegeben ist. Vgl. zu den Bedenken Präve (2001b), S. 797 ff.Google Scholar
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- 319.Vgl. Afhüpe et al. (2001), S. 164.Google Scholar
- 321.Anbieter, die Kunden unzulässigerweise zum übereilten Abschluß von Versicherungsverträgen drängen, müssen mit Abmahnungen durch den Verbraucherschutz, wie bereits in einigen Fällen erfolgt, rechnen. Vgl. Knospe (2001), S. 368.Google Scholar
- 322.Vor dem Hintergrund des Herkunftslandprinzips dürfte zukünftig zu erwarten sein, daß der Gesetzgeber bei der Setzung rechtlicher Nonnen darauf achtet, daß den nationalen Anbietern keine Wettbewerbsnachteile entstehen.Google Scholar
- 323.Das Fernabsatzgesetz ist in Art. 1 des «Gesetzes über Fernabsatzverträge und andere Fragen des Verbraucherrechts sowie zur Umstellung von Vorschriften auf EURO» geregelt, das die «Richtlinie 97/7 EG des Europäischen Parlaments und des Rates» vom 20.05.1997 über den Verbraucherschutz bei Vertragsabschlüssen im Fernabsatz umsetzt. Nach Art. 3 Abs. 1 in Verbindung mit Anhang II werden Finanzdienstleistungen von dieser allgemeinen Femabsatzrichtlinie nicht erfaßt.Google Scholar
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- 335.Vgl. zu Höhe, Struktur und Verteilung der Geldvermögen auch die Auswertung die Einkommens-und Verbrauchsstichprobe (1998) des Statistischen Bundesamtes bei Münnich (2001), S. 154 ff.Google Scholar
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- 34° Vgl. Boehm-Betzig (1994), S. 6. Vgl. zu einer Auswahl demographischer Entwicklungsprognosen Priewasser (1994), S. 34 ff.Google Scholar
- 342.BETSCH spricht in diesem Kontext von der sog. «Konfettigeneration», die über keine lebenslang gültigen Lebensstilkriterien verfügt und verschiedenartige Ansprüche aufweist. Vgl. Betsch (1997), S. 709. Vgl. zum Wertewandel auch Buschgen (1995), S. 54 und Bielenberg (1997), S. 34.Google Scholar
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- 347.Im Anlageverhalten zeigen sich Tendenzen hin zur internationalen und zur riskanteren Geldanlage. Vgl. BdB (1999), S. 14 und Botschen, Koll & Noisternig (1995), S. 503.Google Scholar
- 348.Helmschrott & Waßmer (1999), S. 1855. Die Zeichnung von Aktien des Telekommunikationsanbieters MoBILCoM bescherte im Jahre 1998 einen Gewinn von 3300 Prozent, die des Trickfilmers EM-TV sogar von über 5500 Prozent.Google Scholar
- 350.Die Sparkassen und Genossenschaftsbanken weisen eine im Vergleich zu den Direkt-und Großbanken höhere Kundenbindungsintensität auf. Vgl. Becker, Herges & Steitz (1991), S. 23 ff.Google Scholar
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- 353.Als Hauptbank gilt das Kreditinstitut bei dem das wichtigste Giro-Konto besteht oder mit dem Geschäfte am intensivsten betrieben werden. Vgl. Keller, Lerch & Matzke (2000), S. 378.Google Scholar
- 354.Vgl. zu weiteren Möglichkeiten der Typologisierung von Bankkunden Stracke & Geitner (1992), S. 160 f., Benölken & Greipel (1994), S. 22 ff. und Knoblauch (1998), S. 21 ff.Google Scholar
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- 359.Hygienefaktoren verhindern die Entstehung negativer Zustände, können jedoch positive Zustände selbst nicht aufbauen. Vgl. Rosenstiel (1992), S. 74 ff.Google Scholar
- 36° Vgl. Lohmann (1998), S. 185 f.Google Scholar
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- 362.Vgl. Locarek-Junge & Schwaiger (1998), S. 372 und Sieweck (2001), S. 175.Google Scholar
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- 366.Styppe (2001), S. 104.Google Scholar
- 367.Vgl. Styppe(2001), S. 103.Google Scholar
- 370.So plant die CITIGROUP eine weitreichende Allianz mit dem Internet-Provider und Portal AMERICA ONLINE. Vgl. Cocca et al. (2001), S. 234.Google Scholar
- 371.Dabei dürfte der WAP-Markt an Bedeutung gewinnen, da das Wireless Application Protocol (WAP) den Intemet-Zugang über das Mobilfunknetz erlaubt. Vgl. Stuhr & Biondi (2000), S. 14. Vgl. zum M-Banking. Horster (2001), S. 101 ff.Google Scholar
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- 384.In der Vergangenheit haben unseriöse Anbieter die Ängste der Anleger in Zusammenhang mit der Einführung des EURO oder Unsicherheiten hinsichtlich der gesetzlichen Alterssicherung für den Absatz ihrer Produkte genutzt. Vgl. Busch & v. Schönfels (1998), S. 148.Google Scholar
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