Die Neue Rechte — eine Gefahr für die Demokratie? pp 199-209 | Cite as
Blätter gegen Zeitgeist und Dekadenz
Zusammenfassung
„Es gibt keine nennenswerte Zeitschrift im rechtsextremen Lager, zu der keine Arbeitszusammenhänge oder zumindest personelle Verbindungen von Seiten der Jungen Freiheit bestehen. Häufig schreiben JF-Redakteure bzw. Autoren in diesen Zeitschriften und deren Autoren umgekehrt in der Jungen Freiheit. Werbeanzeigen werden ausgetauscht, Leserbriefe geschrieben.“ Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung, die das ‚:Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung‘ (DISS) 1994 zur ‚Jungen Freiheit‘ vorgelegt hat (Kellershohn 1994: 43).2 Zwischenzeitlich hat sich die ‚Junge Freiheit‘ zum wichtigsten publizistischen Bindeglied zwischen dem rechtskonservativen und dem rechtsextremen Spektrum entwickelt. Zu ihrem ideologischen Pool zählen wesentliche Merkmale der Neuen Rechten wie die Annahme der natürlichen Ungleichheit der Menschen, das Eintreten gegen Multikulturalismus und für Ethnopluralismus sowie Antiegalitarismus, Antiindividualismus, Antimodernismus, Antiparlamentarismus, Antiamerikanismus, völkischer Kollektivismus, Sozialdarwinismus und ein Freund-Feind-Politikverständnis. Agitiert wird gegen die Globalisierung, den europäischen Einigungsprozess, gegen das politische System der Bundesrepublik Deutschland und dessen Repräsentanten (zur ‚Jungen Freiheit‘ vgl. den Beitrag von Michael Puttkamer in diesem Band).
Preview
Unable to display preview. Download preview PDF.
Literatur
- Die Idee, in: Homepage Criticón, www.criticon.de/rechts.html (ges. am 29.12.2003)Google Scholar
- Dietzsch, Martin u.a. (Hrsg.): Nation statt Demokratie. Sein und Design der Jungen Freiheit. Duisburg 2003Google Scholar
- Ehrhardt, Arthur: Die Idee wird siegen!, in: Nation Europa, Februar 1975, S. 43–45Google Scholar
- Fischer, Cornelius: Relativer Bellizismus, in: Sezession, H. 1/2003, S. 50–51Google Scholar
- Fischer, Thomas: Zeitzeuge dreier Diktaturen, in: Sleipnir, H. 6/1998, S. 32–33Google Scholar
- Geldszus, Oliver: Linke Anstöße von rechts, in: Das Ostpreußenblatt, Neujahr 2000, S. 7Google Scholar
- Gläser, Ronald: Beschlüsse aus der hohlen Hand, in: Junge Freiheit, 22/2001Google Scholar
- Hänsler, Werner: Laudatio und Gedenken für Arthur Ehrhardt, in: Nation Europa, Juni 1971, S. 9–12Google Scholar
- Interview mit Armin Möhler, in: Sächsische Neueste Nachrichten vom 25./26.11.1995, S. 2Google Scholar
- Gallus, Alexander und Jesse, Eckhard: Was sind Dritte Wege? Eine vergleichende Bestandsaufnahme, in: Aus Politik und Zeitgeschichte, H. 16–17/2001, S.6–15Google Scholar
- Innenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen (Hrsg.): Die Kultur als Machtfrage. Die Neue Rechte in Deutschland, Düsseldorf 2003Google Scholar
- Kellershohn, Helmut (Hrsg.): Das Plagiat. Der Völkische Nationalismus der Jungen Freiheit, Duisburg 1994Google Scholar
- Maegerle, Anton: Autorengeflecht in der Grauzone. Blätter zwischen Konservatismus und Rechtsextremismus, in: Braun, Stephan (Hrsg.): Rechte Netzwerke — die neue Gefahr, Opladen 2004 (i.E.)Google Scholar
- Olles, Werner: Zwischen den Fronten, in: Junge Freiheit, 45/1999, S. 3Google Scholar
- Pankraz“ (d.i. Günter Zehm): J. Schumpeter und die Anarcho-Kapitalisten, in: Junge Freiheit, 40/2000, S. 9Google Scholar
- Pulheimer Erklärung vom 2. September 1995, in: Europa Vorn, H. 90, S. 11Google Scholar
- Röhler, Andreas: Leserbrief, in: Bauernschaft, H. 4/1993, S. 52Google Scholar
- Signal wird umbenannt, in: Signal online, www.signal-online.de/artikell/umbenennung.htm (ges. am 24.10.2003)Google Scholar
- Thiede, Roger: Konservatismus. Der Sohn vom Baron, in: Focus, H. 38/2000, S. 252–253Google Scholar
- Weider, Friedrich: Schweinejournalismus. Spitzel, Spalter oder einfach nur Provokateur? Der Kleinverleger und Möchtegern-Politiker Manfred Rouhs — Prototyp eines Verlierers, in: Deutsche Stimme, Juni 2002, S. 12Google Scholar
- Weißmann, Karlheinz: Armin Möhler. Zum 65. Geburtstag, in: Criticön, H. 88 (1985), S. 58–62Google Scholar