Zusammenfassung
Die Reform der Hochschulen ist ein Dauerthema in der politischen Öffentlichkeit, das in kurzen Zeitabständen und immer wieder neuen Variationen auf der Agenda steht. Waren es vor wenigen Jahren noch die Fragen nach Studiengebühren und Zugangsbeschränkungen zu den Hochschulen, so sind es derzeit die Einrichtung von BA- und MA-Studiengängen und die Neuregelung der neuen Beschäftigungsverhältnisse für wissenschaftliche Mitarbeiter, die die Öffentlichkeit beschäftigen. Dass dabei stets auch en passant kritisch auf den Umgang der Studierenden mit ihrer Studienzeit Bezug genommen wird, scheint zum guten Ton dieser Dauerdiskussion zu gehören. Zu den wiederkehrenden Stereotypen gehört, dass die Studierenden ihre Zeit und unser Geld verschwenden, indem sie sich nur mäßig interessiert für ein Studienfach einschreiben und dann vor allem die süßen Seiten des Studentenlebens genießen. „O Tempora O Mores“! Auf diese Weise seien die meisten Hochschulen zu Wartesälen für das Leben verkommen. Sie können ihre Aufgabe, Eliten und Persönlichkeiten zu bilden, nicht erfüllen, sondern seien zu Ausbildungsstätten für eine saturierte Generation geworden, die keine Wertschätzung für die ihr zu selbstverständlich dargebotene Bildung entwickeln konnte und daher ohne besondere Motivation ins Studium startet.
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