Die Heimatkunde in der DDR als der Versuch einer nationalen Standardisierung

  • Johannes Jung
Part of the Jahrbuch Grundschulforschung book series (JBG, volume 9)

Zusammenfassung

Die historiographischen Beschreibungen der Schul- und Bildungsgeschichte der DDR legen in aller Regel spezifische Erzählmodi nahe, also Rekonstruktion unter bestimmten Perspektiven und Fragestellungen. Diese Rekonstruktionsversuche lassen sich als Verfalls-, Restbestands-, Irrelevanz-, Konvergenz-, Divergenz- und Kontinuitätsgeschichte in den Blick nehmen, wobei die Fragen nach dem Übriggebliebenen, dem Trennenden und Verbindenden im Verhältnis zur Bundesrepublik als untersuchungsleitende Kriterien identifiziert werden können (vgl. Cloer 2001, 122). Ebenso kann die Recherche nach dem „Nicht-Monolithischem“ innerhalb einer bildungspolitischen Monokultur, also der Abweichungen von fixen Standards im Zentrum der Forschung stehen (vgl. Geißler/ Wiegmann 1996, 93 f.). Das Aufzeigen mehr oder weniger erfolgreicher Vereinheitlichungstendenzen soll im Folgenden, mit Bezug auf das Tagungsthema, schwerpunktmäßig versucht werden.

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© VS Verlag für Sozialwissenschaften/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2005

Authors and Affiliations

  • Johannes Jung

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