Zusammenfassung
Foucault geht — mit Nietzsche — von der Geschichtlichkeit der Moral aus. Die Genealogie weist der Moral einen historischen Ort zu, an dem Macht und Moral sich verschränken. Moral verdankt sich einer Historie von vielfältigen Unterwerfungen. Die Gesellschaft bildet den Ort, an dem die historischen Kämpfe in den moralischen Regelsystemen verankert sind. Sie entstehen im sozialen Gewebe des Gesellschaftskörpers beständig von neuem. Das moralische Gewissen ist der Ort des Sozialen als agonaler Struktur im Subjekt. Im Werden des Subjekts, in den Selbsttechnologien des moralischen Individuums, spiegelt sich die paradoxe Wirkung einer Macht, die die Existenz als soziales Wesen zugleich an die Unterwerfung des Subjekts unter eine Welt von anderen bindet.
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