Gruppensetting

  • Erwin Lemche

Zusammenfassung

Darunter werden die Rahmenbedingungen der gruppenanalytischen Situation verstanden, die den Möglichkeitsraum für die Entfaltung eines Gruppenprozesses und seiner psychoanalytischen Reflexion gewährleisten. Die Bedingungen des psychoanalytischen Rahmens wurden erstmals von Freud (1912) beschrieben, der Begriff des Settings entstammt jedoch der Theatersprache. Das → Setting hat den Zweck, analytische Beobachtungen und Deutungen im gegenwärtigen Raum vornehmen zu können (kurative Faktoren). Im wesentlichen entspricht das Gruppensetting dem Gestaltungsrahmen der psychoanalytischen Situation. In der Foulkesschen Gruppenanalyse wird das Setting auch als T-Situation (für transference) bezeichnet, da sich übertragungskonflikte erfahrungsgemäß an den äußeren Randbedingungen manifestieren (Foulkes, 1964: 25, 35).

Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag/Wien 2000

Authors and Affiliations

  • Erwin Lemche

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