Zusammenfassung
Von I.H. Schultz aus Versuchen mit → Hypnose entwickeltes übendes Verfahren (Selbsthypnose), verwendbar als Einzel- und Gruppentherapie. Von Schultz 1926 zunächst als „autogene Organübungen“ vorgestellt, tauchen 1928 erstmals der Terminus „Autogenes Training“ und die Beziehung und Unterschiede zur Psychoanalyse auf, 1932 der Untertitel „Konzentrative Selbstentspannung“. Im Vordergrund aller Überlegungen steht der Mensch als untrennbar psychosomatisches Ganzes, eingebettet in das bionome Geschehen (→ Bionomie). Das Phänomen der → Ideoplasie und die Physiologie der Muskelentspannung werden als psychotherapeutisches Agens eingesetzt. Durch einfache Übungen wird eine → Umschaltung des gesamten Organismus erreicht.
Literatur
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