Zusammenfassung
Ein Terminus, der in der psychoanalytischen „Theorie der Intersubjektivität“ verwendet wird (Stolorow et al., 1987), um jene wesentlichen emotionalen Vorannahmen zu bezeichnen, die subjektive Erfahrung organisieren. „Organizing principles“ sind entweder automatisch und starr oder reflektiert und flexibel. Sie sind, meist unbewußt, die emotionalen Schlüsse, die ein Mensch aus lebenslanger Erfahrung seines emotionalen Umfeldes zieht, insbesondere sondere aus den komplexen, auf Gegenseitigkeit beruhenden Verbindungen zu den frühen Bezugspersonen. Bis zu dem Zeitpunkt, da diese „organizing principles“ der bewußten Reflexion zugänglich gemacht werden und neue emotionale Erfahrungen einen Menschen dazu bringen, sich neue Formen der emotionalen Beziehung vorzustellen und zu erwarten, werden sie das Selbsterleben bestimmen (Orange et al., 1997).
Literatur
- Orange DM, Atwood GE, Stolorow RD (1997) Working intersubjectively: contextualism in psychoanalytic practice. Hillsdale (NJ), The Analytic PressGoogle Scholar
- Stolorow RD (1978) The concept of psychic structure: its metapsychological and clinical psychoanalytic meanings. International Review of Psycho-Analysis 5: 313–320Google Scholar
- Stolorow RD, Brandchaft B, Atwood GE [1987] (1996) Psychoanalytische Behandlung: Ein intersubjektiver Ansatz. Frankfurt/M., FischerGoogle Scholar