Zusammenfassung
In der → Analytischen Psychologie wird synthetischkonstruktiv gedeutet, „wo entweder die bewußte Einstellung normal, aber größerer Vollständigkeit und Verfeinerung fähig ist, oder wo unbewußte, entwicklungsfähige Tendenzen von seiten des → Bewußtseins mißverstanden und unterdrückt werden“ (Jung, GW, Bd. 17, §§ 194f.). Gefragt wird, welche psychische Entwicklung sich vorausgreifend im → symbolischen Ausdruck zeigt, mit der das Bewußtsein in Einklang zu bringen wäre („subjektstufige“ → Traumdeutung; GW, Bd. 6, §§ 770–773; Bd. 7, § 130). Die Methode ist „gleichbedeutend mit dem dialektischen Verfahren und der Individuation“ (GW, Bd. 16, §§ 24–25). Eine höhere logische Stufe mit der → Seele als Grundmetapher der Psychologie hebt die Unterscheidung von synthetischer und reduktiver Methode in sich auf (→ dialektisches Prinzip; → Methode, reduktive; → Individuation).
Literatur
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- Jung CG [1935] (1991) Grundsätzliches zur praktischen Psychotherapie. In: GW, Bd. 16, §§ 1–27. Olten, Walter (siehe auch Fußnote S 27).Google Scholar